9s, Esoterisch Espartero
maire öffnete ihm wicdcr die Rückkehr nach Frankreich, wo er sich nn't Laharpc und Fonta-nes verband und mit ihnen am „itim-cure <Ie b'runcn" arbeitete. Für ein bewegtes Leben ge-boren, ward er fast immer aus Lagen gerissen, wo er Ruhe zu finden begann. Er begleiteteden General Leclerc als Sccrctair nach S.-Domingo, erhielt nach seiner Rückkehr eine Stelleim Ministerium des Innern, reiste dann mit Villaret-Joyeuse nach Martinique und konnteerst >805 in Paris sich häuslich niedcrlassen. Seine 1803 auf die Bühne gebrachte Oper
tr>nm,)I>e <Ie 'I'r-chm" machte bei den damaligen Zcitumständen ungemeines Glück.Im I. >803 kam von ihm und Jouy die Oper „»rüinantl Oorter", zu der Spontini dieMusik schrieb, zur Auffübrung. Sein angeführtes Gedicht (Par. > 800) entsprach den Er-wartungen nicht, obgleich die beschreibenden Stellen nicht unglücklich sind, und E. sah sichdadurch veranlaßt, bedeutende Abkürzungen damit vorzunehmen. Als Vorstand der erste»Abtheilung der Police!, mkt der Büchcrcensur und der Censur über die Theater beauftragt,mußte er sich viele Feinde machen, die sich vollends erhoben, als er >810 Mitglied dc§ Insti-tuts wurde, obgleich er auf diese Ehre durch seine Talente Anspruch hatte. Zu diesen Unan-nehmlichkeiten kam noch, daß Napoleon ihn wegen eines das russ. Cabinet beleidigenden Auf-satzes aus Frankreich verwies. Er hatte sich drei Monate in Italien aufgehalten, als er dieErlaubniß zur Rückkehr erhielt; doch starb er unterwegs zu Fondi am 25. Juni >8l I anden Folgen einer Wunde, die er beim Umstürze des Wagens, ans dem Wege zwischen Nea-pel und Nom, erhalten hatte. Zwei seiner Töchter haben sich als Malerinnen ausgezeichnet.
Esoterisch nannte man bei den Mysterien der Alten die blos für die Eingeweihte«bestimmte Lehre, im Gegensätze der exoterischcn Lehre, welche für die Uneingeweihten gehörte.(Esoteriker und Exoteriker.) Bei den Schülern des Pythagoras fand derselbeUnterschied statt; daß er aber auf des Platon und Aristoteles Schriften angewendct werde»könne, ist ungegründet. Auch in den andern Wissenschaften, zumal in der Religionslehre,hat man in der Folge diejenigen Vorstellungs- und Lchrarten, welche nur für tiefer Eindrin-gende gehören, esoterische, und diejenigen, welche dm Fassungskräften der Ungelehr-tem angemessen sind, exoterische genannt.
Espagnölet (Jos. Nibcira), s. Spagnoleto.
Esparsette oder Türkischer Klee (i»tl)-s!,rum onnki-z-cbis) ist eine der geschätz-testen Futterpflanzen, die aber nur i» kalkhaltigem, lehmigem Boden gedeiht. Mittels derEsparsette können dürre, unfruchtbare, kalkige, dem Pfluge nicht zugängliche Berge und Ab-hänge, die sonst keinen Nutzen gewähren, auf das zweckmäßigste benutzt werden, zumal dadiese Futterpflanze bei gehöriger Pflege länger als zehn Jahre ausdauert. Nur in gutem Bo-den gibt sie zwei Schnitte des besten Heus, das an Futterstoff alle andere Futterpflanzenweit übertrifft und, den Pferden gefüttert, die Stelle des Hafers vertritt. Den Boden läßtdie Esparsette so befruchtet zurück, daß er mehre Ernten ohne alle Düngung liefert.
Espartero (Don Baldamero), Exrcgent von Spanien, Graf von Luchana,Herzog von Viktoria und Grandevon Spanien ersterClasse, wurde >792 zu Grana-tula in der Mancha geboren, wo sein Vater, Antonio E., das Handwerk eines Stellmachersbetrieb, und war unter neun Kindern das jüngste. Wegen seines schwächlichen Körpers zumgeistlichen Stande bestimmt, für den er aber keinen Beruf in sich fühlte, verließ er > 808 bei derInvasion der Franzosen das Kloster, in welchem er seine Bildung erhielt, und trat in das fastganz aus Studircnden zusammengesetzte sogenannte geheiligte Bataillon. Später kam er indas Cadettencvrps und gegen Ende des I. > 811 als Unterlicutenant zu dem in Cadiz befind-lichen Jngenieurcorps, von dem er aber, bei den statksindenden Prüfungen nicht für diesesCorps tauglich befunden, >8>4 zu einem Infanterieregimente nach Valladolid versetzt wurde.Hierdurch gekränkt, war er bereits entschlossen, seinen Abschied zu verlangen, als ein einfluß-reicher Gönner ihm rieth, sich dem General Don Pablo Morillo vorzustellen, welcher zumOberbefehlshaber der nach den insurgirtcn Colonien von Südamerika bestimmten Expedi-tion ernannt war. Morillo gestattete ihm, an dieser Expedition, die im Jan. >8>5 abging,als Hauptmann Theil zu nehmen, und ernannte ihn bereits unterwegs ohne alle weitere Ver-anlassung zum Chef des Generalstabs. Da aber die Beschäftigungen, die E. als solchemoblagen, ihm wenig zusagten, wurde er sehr bald als Major zu der leichten Infanterie in Peruversetzt. Hier zeigte er bei mehren Gelegenheiten hohen Much, Kühnheit und Entschieden-