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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Eselsfeste Esmenard 95

1683) finden. Diese letztere Behandlungsweise fand sehr bald in Deutschland Bcistill undNachahmung, besonders durch Chr. Fr. Ayrmann, der unter dem Namen GermanicuSSinccruS die gelescnstcn lat. Schriftsteller, den Cäsar, Eutrop, Sucton, Cornel. NepoS,Justin u.A., in gleicher Manier bearbeitete, bis endlich das Studium der Philosophie und dieVerbreitung eines geläuterten Geschmacks einer bessern Methode auch hierin Platz machten.

Eselsfeste nannte man die seit dem 9. Jahrh. in Frankreich, Italien und Spanienzu Weihnachten zu Ehren des Esels, auf welchem Christus in Jerusalem cinzog, und imJuni zu Ehren des Esels, auf welchem Maria mit dem Kinde nach Ägypten flüchtete, began-genen religiösen Volksfeste. Ein als Geistlicher angepuhter, zum Knien abgerichteter Eselwurde dabei vor den Altar geführt und hier eine Messe gehalten, beider an die Stelle des Amendurchgehend ein Da trat. Die Feste mußten nothwendigcrwcisc sehr bald zu allerlei UnfugVeranlassunggebcn, erhielten sich aber, aller Verbote ungeachtet, hierund dabis ins 15.Jahrh.

Eöklmos, dem Wortsinne nachMenschen, welche roheS Fleisch essen, nennen die Euro-päer gegenwärtig die Bewohner des arktische» Amerikas von ausgezeichnet mongolischer Ge-sichtsbildung. Hierzu gehören die Bewohner der Ostküstc Grönlands; die Westgrönländer(s. Grönland); die Bewohner der Küsten derBaffinsbai u. s.w.; die Bewohner der Verb-und Ostküstc von Labrador, der Westküste der Hudsonbai, der Halbinsel Melville und vonda. ab die Bewohner der Nordküstc des amerik. Festlands bis an das Eiscap und vom Eis-cap hinab an der Nordwcst-, West- und Südküste des russ. Amerika mit Einschluß der Halb-insel Alaschka und der Aleutischcn Inseln, nicht minder in Asien die Tschuktschen. Wahr-scheinlich sind die E. aus Asien über das Ostcap nach Amerika eingewandert. Sie stehen aufder untersten Stufe der Bildung, weichen nn Körperbau ganz von den übrigen Ureinwoh-ner» Amerikas ab und kommen in ihrem Äußern den Lappen und Samojeden des nordöstli-chcn Asiens am nächsten. Sie erreichen selten eine Größe von 5 F.; auffallend klein sind nament-lich ihre Hände und Füße. Die obere Kleidung der Männer, vorn bis unter das Kinn zugenäht,hinten mit einer Kapuze zur Kopfbedeckung versehen, besteht meist aus einem bis ans Kniereichenden Rock von Seehundsfellen, zuweilen auch aus aneinander genähten Häuten vonLand- und Seevögcln. Ihre Beinkleider sind von gleichem Material und werden mittelseines Riemens um die Lenden zusammcngezogen und gebunden. Die Weiber haben an ihrenJacken einen schmalen Zipfel herunterhängen, der ihnen bis auf die Ferse reicht. Ihre Kap-pen sind an den Schultern sehr weit, um ihre Kinder in denselben auf dem Rücken zu trage».Auch tragen sie sehr weite, mit Fischbein aufgestciftc Stiefeln, um darin noch für ein KindPlatz zu haben. Fischgräten vertreten bei ihnen die Stelle der Nadeln, und fcingespalteneNcnnthicrschnen die des Zwirns. Da in ihrem Vaterlands fast alle Vegetation erstorben ist,so leben sic meist vom Fischfänge, und die Robbe ist für sie Das, was dem Lappländer dasRcnnthier ist. Ihre Neligionsbcgriffe sind zum Thcil ganz roh, doch sind die Bewohner derWestküste von Grönland und in Labrador durch die Bemühungen hcrrnhutischcr Missiona-ricn, z. B. Egcde's (s. d.), zum Christenthume übergetreten. Manche der noch unbekehr-ten Stämme haben gar keine Vorstellung von Gott und Vorsehung. Einige glauben an einunendlich gutes Wesen, Ukkoma, das von einem gleich mächtigenWidersacher, Wittike, unauf-hörlich verfolgt wird; Andere nennen den guten Geist Torngarsuk, für den bösen Geist aber,den sich die Meisten als ein Weib vorstcllen, haben sie keinen Namen. Sie leben in völligerGleichheit ohne Regierung, und nur der Stärkere oder Kühnere genießt einen Vorzug.

Esling wurde berühmt durch die Schlacht am 21. und 22. Mai 1809 (s.Aspernund Esling), von der Ma sse'na (s. d.) den Titel eines Fürsten vonE. erhielt.

Esmenard (Jos. Alphonsc), franz. Dichter, geb. 1770 zu Pe'lissane in der Provence,erhielt in Marseille seine Bildung, machte darauf drei Reisen nach Westindien und Amerikaund lernte nach seiner Rückkehr Marmontel kennen, dessen Bekanntschaft die Neigung zurLiteratur in ihm erregte. Im Anfänge der Revolution gehörte er zum Club der Feuillants,nach deren Sturz er 1792 auswandern mußte. Nach fünfjährigen Wanderungen durchEngland, Deutschland und Italien blieb er, von Konstantinopel zurückkehrend, in Venedig,wo er den Entwurf zu seinem Gedichte Navigation" machte. Nachdem er 1797 nachFrankreich zurückgekehrt, wurde er wegen einiger politischen Schriften verhaftet und zumzweiten Male verbannt, worauf er wieder zwei Jahre im Auslande zubrachte. Der 18.Bru-