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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Kspartero 97

heit und wurde 1817 zum Oberstlieutenant und >822 zum Obersten befördert. Nachdemdie Kapitulation von Ayacucho im I. >821 die Herrschaft der Spanier aufdemamerik. Fest-land- geendet, kehrte E. mit Laserna, Valdes, Canterac, Rodil, Alaix, Lopez, Narvaez, Ma-roto u. A., die man später mit dem gemeinschaftlichen Namen der Ayacuchos bezeichnet?,nach Spanien zurück, wo er als Brigadier nach Logrono in Garnison kam. Ein bedeutendesVermögen, welches er in Amerika durch Glück im Spiele erworben, setzte ihn in den Siand,mit Glan; zu leben, und seine persönlichen Eigenschaften erwarben ihm die Gunst der Toch-ter eines reichen, in Logrono angesessenen Gutsbesitzers, Namens Santa-Cruz. Gegen denWillen des Vaters verheirathete er sich mit ihr und wurde bald nachher mit seinem Regi-mente nach der Insel Mallorca gesendet. Jm Z. >832 erklärte er sich offen für die Thronfolgeder Tochter Ferdinand's V»., und als nach dem Tode des Königs der Bürgerkrieg ausbrach,erbot er sich freiwillig, mit feinem Regimente nach den Nordprovinzen zu marschiren. Er» wurde Generalcommandant von Biscaya, sehr bald Marechal de Camp und Generallieute-nant, und als Cordova im Mai >836 sich nach Madrid begab, übernahm er interimistischdas Obercommando. Durch sein persönliches Erscheinen rettete er im Äug. >836 Madridund wurde hierauf im Sept. >836 zum General en chef der Armee des Nordens, zum Vice-könig von Navarra und Generalcapitain der baskischen Provinzen ernannt. Als Deputir-ter in den constituirenden Cortes beschwor er die Constitution von > 837; doch mit dem Mi-nisterium Calatrava ss. d.) unzufrieden, veranlaßte er durch die Protestation der Garde-offiziere in Aravanca dessen Sturz. Hierauf zum Kriegsministcr und Conseilspräsidentenernannt, lehnte er jedoch beide Ämter ab. Als am >2. Sept. >837 die Armee des DonCarlos vor Madrid erschien, erwarb er sich abermals den Ruhm, die Hauptstadt zu retten.Er trieb den Prätendenten über den Ebro zurück, und im Dec. gelang es ihm, die Höhen vonLuchana zu nehmen und Bilbao zu entsetzen, worauf er zum Grafen von Luchana ernanntwurde. Von jetzt an in Unthätigkeit verharrend, erwarb er sich während derselben wenigstensdas Verdienst, die gesunkene Disciplin im Heere wiederherzustellen. Während er in der Gunstder Königin-Regcntin immer höher stieg, machte er zugleich durch die Blutgerichte zu Pam-pelona gegen Leon Jriarte, in Miranda u.s.w. seinen Namen zu einem gefürchteten im Landeund bei den Feinden. Jm J. >838 vernichtete er die Expedition des karlistischen GeneralsNegri. Inzwischen zerfiel er mehr und mehr mit dem Ministerium Ofalia, dem er die Schuldbeimaß, daß er in fortgesetzter Unthätigkeit verbleiben müsse. Eifersucht gegen Narvaez undCordova veranlaßte ihn hinsichtlich derselben zu mehren Adressen an die Königin. Sein glück-licher Feldzug im I. >839 brachte ihm als persönliche Auszeichnung den Titel eines Gran-de» erster Classe und Herzogs von Viktoria und die Großkreuze der franz. Ehrenlegion unddes portug. Thurm- und Schwertordens. Sehr geschickt wußte er die Uneinigkeit der Karli-sten zu seinem Vortheile zu nutzen und Unterhandlungen mit Maro to (s. d.) anzuknüpfen,welche zu der Vereinigung von Vergara führten, in Folge deren Don Carlos sich genöthigtsah, nach Frankreich überzutreten. Als er im I. 1849 den Feldzug gegen Cabrera eröffnete,fodftte er für seinen Secretair und Adjutanten Linage, der kurz zuvor das Ministerium ineinem offenen Schreiben gröblich beleidigt hatte, das Eeneralsdecret. Er war bereits zu mäch-tig, seine Fvderung ihm abzuschlagen; Narvaez mußte aus dem Ministerium scheiden, undLinage wurde General. Währenddessen hatten die Sitzungen der Cortes begonnen; das Mini-sterium, auf die Majorität in denselben bauend, versuchte den Exaltirten, die sich E. ganz zuge-wendet, durch das vorgclegte Gesetz wegen Beschränkung der Municipalvc'rfassung ss. Ayun-l amient o) einen empfindlichen Schlag beizubringen; die Königin-Regcntin aber hatte sichnach Barcelona begeben. Hier gab sie, ungeachtet des ernsten Abrathens des von seinem sieg-reichen Zuge gegen Cabrera hierher zurückkehrenden und mit grenzenlosem Jubel empfan-genen E., dem von den Cortes votirten Gesetze durch ihre Unterschrift die Sanktion. 'Docherst als die in Folge dieses Gesetzes entstehende Bewegung einm entschiedenen Charakter an-genommen hakte, schloß sich ihr auch E. an. Er eilte nach Madrid, wo er im Triumph cin-zog, und von hier als Ministerpräsident mit seinen College» nach Valencia, wo am >6. Oct.l 849 die Königin-Regcntin ihre Äbdankung erklärte und ihren Entschluß, sich nach Frank-reich zu begeben. Factisch hierauf dieRegierung Spaniens leitend, wurde er am 8. Mai >84lLonv.-Ler. Neunte Aufl. V. 7