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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Escoiquiz 63

division erhielt. In Folge einer Anffodcrung des Königs schiffte er sich im Febr. >810 nachBrasilien ein, wo er zum Major bei dem Jngcnieurcorps ernannt wurde und sehr bald auch dieStelle eines Directors des königlichenMinccaliencabincts erhielt. JmJ. 1817 wurde er zumGencraldircctor aller Goldbergwcrke Brasiliens ernannt. Außer den berg- und hüttenmän-nischen sowie andern Arbeiten, beschäftigte ihn vorzüglich die Entwertung einer neuen Karteder Provinz Minas Geraes (4 Blatt, Münch. 1831). Beim Ausbruch der Revolution inBrasilien kehrte er mit einem zweijährigen Urlaube nach Deutschland zurück. Nach Ablaufdesselben ging er im Juni 1823 wieder nach Portugal, wo ihm durch die Gunst des Königsdie Stelle eines Oberberghauptmanns, mit Beibehaltung seines Rangs als Oberst beimJn-genienrcorps, zu Theil wurde. Unter Dom Miguel seiner Stelle als Oberberghauprmannentsetzt, kehrte er 1830 mit seiner Familie nach Hessen zurück, wo er sich mit literarischenArbeiten und seit 1832 mit der Errichtung einer Acticncompagnic für die Goldwäschcreienin der Eddcr (s. d.) beschäftigte. Nach der Vertreibung Dom Miguel's kehrte auch er gegenEnde des I. 183-1 nach Lissabon zurück; doch in Folge vielfacher Chikanen sah er sich gc-nöthigt, freiwillig seine Entlassung als Obcrberghanptmann zn nehmen. Unter seinen Schrif-ten erwähnen wir die „Beiträge zur Gebirgskunde Brasiliens" (Bert. 1832), „Pluto Bra-silicnsis" (Berl. >833) und „Portugal, ein Staats- und Sittengemälde nach dreißigjähri-gen Beobachtungen und Erfahrungen" (Bd. I, Hamb. 1837).

Escoistniz (Do»Juan),König Ferdinand's V I I. von Spanien Vertrauter, geb. 1702in einer altadeligen Familie von Navarra, war anfangs Page König Karl'S III. Aus Nei-gung zu den ernsten Wissenschaften zog er den geistlichen Stand dem Militärdienste vor undempfing ein Kanonicat des Stifts zu Saragossa. Seine liebenswürdigen Eigenschaften er-warben ihm zahlreiche Gönner und Freunde am Hofe, und so fiel, als dem Prinzen von Astu-rien ein Lehrer gegeben werden sollte, die Wahl auf ihn. Er wußte bald die ganze Liebe desPrinzen zu gewinnen, für den er seinerseits eine wahrhaft väterliche Zuneigung hegte. DieFreimüthigkeit, mit welcher er sich 1797—98 gegen den König und dieKönigin über die Lei-den, welche auf Spanien lasteten, äußerte, zog ihm aber die Feindschaft des FriedensfürstenAlcudia (s. d.) zu, welcher es dahin brachte, daß er nach Toledo verwiesen wurde. DerPrinz verlor seinen geliebten Lehrer mit großem Kummer und blieb durch einen geheimenBriefwechsel mit ihm in Verbindung. E. suchte auch in der Verbannung durch Denkschrif-ten, die er dem Könige einsandke, diesen über seinen Günstling aufzuklären; aber umsonst.Vielmehr gewann der Friedensfürst bei dem Könige ein immer entschiedeneres Übergewichtüber den Prinzen, welcher im März 1807 an E. schrieb, daß er für seine Krone fürchte undbei ihm Rath und Beistand suche. Sogleich begab sich E. nach Madrid, wo damals der Pro-ceß vom Escurial gegen den Prinzen von Asturien stattfand. Er vertheidigte denselben aufdas kräftigste und wirkte dadurch entscheidend auf die Meinung des Volks ein. Als 1808Ferdinand VII. den Thron bestiegen hatte, wurde E. Staatsrath. Er rieth zu der Reise nachBayonne, begleitete Ferdinand VlI. dahin, zeigte in den Unterredungen mit Napoleon, derseinen Einfluß kannte und ihn daher vor Allen bearbeitete, ebenso viel Verstand und Festig-keit als Anhänglichkeit an seinen Fürsten und rieth endlich diesem, der Krone nicht zu ent-sagen, was auch erfolgen möchte. Jndeß fand diese Entsagung doch statt, und E. folgte nundem Prinzen nach Valcwxay. Sehr bald aber wurde er von ihm getrennt und nach Bourgesverwiesen. Erst im Dec. 1813 kehrte er nach Valenxay zurück, als die eingetretencn UmständeNapoleon geneigt gemacht hatten, sich mit Ferdinand VH. zu versöhnen, und nahm nun wie-der an allen Verhandlungen Theil, welche die Bourbons noch vor Napoleon's gänzlichemSturze wieder auf den span. Thron setzten. Nichtsdestoweniger fiel er 1814 in Ungnade undwurde sogar gefangen gesetzt. Zwar wurde er nach einiger Zeit wieder zurückgerufen, dochfiel er sehr bald von neuem in Ungnade und starb im Exil zu Ronda am 29. Nov. 1820.Seine „Illea senc'illu etc." (1808), eincAuseinandcrsctzung der Gründe, welche Ferdinand VlI.bewogen, sich nach Bayonne zu begeben, ist ein wichtiger Beitrag zur Zeitgeschichte; dieselbewurde nach ihrem Erscheinen in alle Sprachen übersetzt und erschien unter dem Titel „kx-)>nse der mntils y,ii ont eoF->ße, etc." (Par. 1826) in einer mit wichtigen Noten versehenenÜbersetzung von Fr. Bruand, der sich jedoch unter dem Namen El Cabezudo versteckte. Auchübersetzte E. Poung's „Nachtgcdankcn" und Milton's „Verlorenes Paradies" ins Spanische.