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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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ÄO Escheiibnrg Eschemnayer

hat, sein Grabmal aufzufinden. Seine Gedichte sind theils von eigener Erfindung, theilsnach franz. und provenzal. Mustern gearbeitet. Voll Phantasie und tiefen Sinns, reich undneu in der Darstellung und ein gewandter, zierlicher Meister der Sprache und des Vers-baus, erhob er sich zu einer bedeutenden epischen Höhe. Die vorzüglichsten seiner Werke sind„Parzival", beendet vor 1212, „Wilhelm von Orange" und der nur in zwei Bruchstückenvon >79 vielzelligen Strophen erhaltene „Titurel", der nicht i»it dem jüngcrn „Titurel"verwechselt werden darf, für dessen Verfasser E. früher ebenfalls gehalten wurde. Außerdembesitzen wir von ihm einige Minnelicdcr. E- hatte auf seine Zell g wattigen Einfluß; alleinin der Folge wurde er vergessen, bis die neueste Zeit ihn wieder zu der Ehrcnstclle erhob, dieihm gebührt. Die erste kritische Ausgabe der Werke E.'s lieferte Lachmann (Bcrl. >8? 3);überseht wurden sic von San-Marte (2 Bde., Magdeb. >836—41). Die neueste Über-setzung des „Parzival" und „Titurel" besorgte Simrock (2 Bde., Stuttg. 1842). Vgl. überdas Leben E.'s insbesondere von der Hagen in den „Minnesängern" (Bd. 4).

Eschenburg (Joh. Joach.), ein ausgezeichneter deutscher Litcrator, geb. am I. Dec.174.'; zu Hamburg, erhielt seine erste Bildung auf dem basizen Johannen»,, studictc zu Leip-zig und kam später durch Verwendung des Abts Jerusalem nach Braunschwcig, wo er in derFolge die Professur am Carolinum erhielt, zum Geh. Justizrath und Senior des Cyriacus-fiifks ernannt wurde und am 29. Febr. 1829 starb. Deutschland verdankt ihm die nähereBekanntschaft der vorzüglichsten engl. Schriftsteller im Gebiete der Ästhetik, wie z. V.Brown's, Wcbb'S, Burney's, Fucsly's und Hurd's, die von ihm übersetzt und mit Anmer-kungen begleitet wurden. Auch forderte er durch Berichte über die bcmerkenswerthcsten Er-scheinungen in der engl. Literatur in Deutschland die Liebe und Anerkcnntniß dieser Geistes-schähe. Das größte Verdienst erwarb er sich aber durch seine Übertragung von Shakspearc'ö„Theatralischen Werken" (14 Bde., Zür. 1775 — 87) und „Schauspielen" (12 Bde., Zür.l 7 98— 1896). Wenn schon hierin nicht der Erste, indem Wieland bereits vor ihm Ähn-liches begonnen hatte, so blieb seiner Übersetzung doch lange das Verdienst, die vollständigstezu sein; auch wird sie noch immer geschätzt, obschon ihr der Schmuck derMetrik und die wört-liche Genauigkeit abgehcn. Ein großes Verdienst erwarb sich E. auch durch seinen „Entwurfeiner Theorie und Literatur der schönen Wissenschaften" (5.Aufl., von Pinder, Bert. 1896)und die „Bcispielsammlung zur Theorie und Literatur der schönen Wissenschaften" (8 Bde.,Berl. 1788—95), durch sein „Lehrbuch der Wissenschaftskunde" (3. Ausl., Berl. 1899),das „Handbuch der klassischen Literatur" (8. Ausl., von Lütke, Bcrl. 1837), seine „Denk-mäler altdeutscher Dichtkunst, beschrieben und erläutert" (Brcm. 1799) und durch die Aus-gaben des Boner, Burkard Waldis und anderer Dichter.

Eskhenmaytr (Christoph Adolf von), Philosoph und Naturforscher, geb. am 4. Juni1779 zu Neucnburg im Würtcmbergischcn, wurde 1811 außerordentlicher Professor derPhilosophie und Mcdicin in Tübingen und 1818 ordentlicher der praktischen Philosophiedaselbst. Im I. 1836 zog er sich in den Privatstand zurück und lebt seitdem zu Kirchhellnunter Teck. Den erste» Anstoß zu der Richtung, die E. später in der Behandlung dec Na-turwissenschaften cingeschlagen, erhielt er durch Kielmayr in Stuttgart. Seine Philosophieläßt sich auf die Kant'sche Naturmctaphysik zurückführen. Auch von Schilling, dec sich an,Ende des vorigen Jahrh. in verwandten Richtungen bewegte, gewann E. manche spceulativeAnsicht für die höhere Auffassung der Naturwissenschaft, ohne jedoch an der immer schärfersich ausbildendcn absoluten Jdentitätslehrc desselben Thcil zu nehmen. Unter den zahlreichenSchriften E.'s sind zu nennen „Die Philosophie in ihrem Übergänge zur Nichtphilosvphie"(Erlang. 18!>3), „Versuch, die scheinbare Magie des thierischen Magnetismus aus physiolo-gischen und psychischen Gesetzen zu erklären" (Tüb. 1816), „System der Moralphilosophie"(Stuttg. 1818 ), „Normalrecht" (2 Bde., Stuttg. 1819—29), „Grundlinien zu einem all-gemeinen kanonischen Rechte" (Tüb. 1825), „Psychologie in drei Theilen, als empirische,reine, angewandte" (Stuttg. 1817; 2. Aufl., 1822), „Religionsphilosophie" (3Bde., Tüb.>818—24) und „Die einfachste Dogmatik aus Vernunft, Geschichte und Offenbarung"(Tüb. 1826). Die Hinneigung zu einem religiösen und naturphilosophischen Mysticismus,die sich in allen diesen Schriften mehr oder weniger darlcgt, hat sich in neuerer Zeit bei ihmsehr gesteigert und theils in einer heftigen Polemik gegen die Hegel'sche Schule, theils in einer