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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
Seite
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Esau Eschenboch

vergeblich gewesen. Jhe Product bleibt weil hinter dem Originale. Die Erzmünzcn erhicl-ten erst zur Zeit Alexander des Großen allgemeinen Gebrauch und die altern Städte Grie-chenlands und Sicilicns, wie z. B. Sybaris, NaxoS, Zanklc u. s. w. kannten nur Münzenedel» Metalls. Bei den Römern dagegen waren die ersten und ältesten Münzen bis zur Zeitder punischen Kriege Erzmünzcn. Zu ihnen gehört das A s (s. d.) mit seinen VervielfachungenundTheilen. Im Allgemeinen thciltman sie nach ihrerGrößc in dreiClassen, nämlich erster,zweiter und dritter Größe oder in Groß-, Mittel - und Klcinbronzc.

Esau, d. i- nach I Mos. 25, 25. der Behaarte, auch Edom, d.i. der Rothe, genannt,nach > Mos. 25, 3». wegen seines Wunsches, von dem rothcn Gericht zu essen, war der SohnJsaak's und älterer Zwillingsbrudcr Jakob's. Der Bericht über ihn im ersten Buch Mosisist offenbar mit Beziehung auf den später» Nationalhaß der Hebräer gegen die von Esau ab-stammcnden Edomitcr oder Idumäer (s. d.) abgefaßt. Schon im Mutterleibe stritt E. mitseinem Bruder, eine Vorbedeutung der Kriege, welche die Nachkommen Beider miteinanderführen würden. Sodann wurde er durch Jakob'S List um das Recht der Erstgeburt und uniden väterlichen Segen gebracht, damit er keinen Vorzug vor dem Stammvater der Hebräerhätte. Durch die Ehen, die er nachmals mit heidnischen Weibern ans Kanaan einging, warder der Stammvater des cdomitischc» Volks, das sich im Süden von Kanaan in der Gebirgs-gegend Seir festsctztc, sich gleich den Israeliten in Stämme abtheilte und nach l Mos. 30,31. eher als jene von Königen regiert wurde. Übrigens erscheint E-'s Charakter trotz allemBestreben der Urkunde, ihn herabzusctzcn, in weit vorthcilhafterm Lichte als der Jakob's.

Escadre, s. Geschwader.

Escädron oder Schwadron heißt eine Abthcilung der Cavalerie von 120—200Pferden; vier bis sechs, früher bei den Preußen acht oder gar zehn Schwadronen machen ei»Regiment aus. Am zweckmäßigsten wird es erachtet, die Schwadronen in vier ganze oderacht halbe Züge zu theilen, jeden Zug zu l6 Rotten. Die Schwadronen bei den norddeut-schen Armeen sind durchgehend stärker.

Escaläde heißt der Angriff auf eine mit Mauern oder gemauerten Wällen befestigteStadt, wenn man sich zum Ersteigen der Leitern bedient. Ein solcher Angriff ist aber nur beigeringen VertheidigungSmittcln des angegriffenen Punkts oder beim Überfall ausführbar,jederzeit gefährlich und bei der neuern BefcstigungSkunst fast ganz unausführbar geworden.

Escarpe nennt man in der Befestigungskunst die innere Böschung des Grabens, aufwelcher der Wall liegt. Um sie unersteigbar zu machen, ist sie bei Festungen gewöhnlich ge-mauert; bei Feldverschanzungen sucht man diesen Zweck durch Palissaden am Fuße derBöschung zu erreichen.

Esche heißt eine aus zahlreichen, in Europa und Nordamerika einheimischen Artenbestehende, zu der Familie der Oleinen gerechnete Gattung von Bäumen. Die gemeineEsche (bruxiuus exeolsior) kommt in Deutschland wild vor, wird über lOO F. hoch, liefertein weißes, zähes, zur Verarbeitung sehr geschätztes Holz und eignet sich als schöner, schattcn-gebendcr Baum auch zur Anpflanzung in Parks. Von seinen vielen Spielarten ist eine derausgezeichnetsten die Trau eresche, deren dünne Äste lang hcrabhängcn. In Südeuropawächst die Mannaesche, aus welcher man inCalabrien, durch Verwundung der Rinde, dietropfenweise ausschwihcnde Manna erhält. In engl. Gartenanlagen kommen zwei bis drei arrsNordamerika stammende, das norddeutsche Klima gut vertragende Eschen ziemlich häufig vor.

Eschenbach (Wolfram von), unter allen Dichtern des schwäb. Zeitraums nicht alleineiner der fruchtbarsten sondern überhaupt der vorzüglichste, wurde in der zweiten Hälfte desl2. Jahrh. aus einem adeligen Gcschlcchte geboren, das von dem jetzigen Städtchen Eschen-bach bei Ansbach seinen Namen führte. Er empfing zu Hcnneberg den Ritterschlag undbrachte sein Leben meist auf Nitterzügen zu, wobei er von seinem Dichtertalente und der Frei-gebigkeit der Fürsten lebte. Im I. 1203 kam er an den Hof des Landgrafen Hermann vonThüringen, wo er unter den Dichtern beim sogenannten Wartburgkrieg (s. d.) glänzte.Des Landgrafen Hermann Nachfolger, Ludwig der Heilige, scheint dem Dichter wenigerGunst und Freigebigkeit bewiesen zu haben als jener, daher sich E. gegen das Ende seinesLebens von dem thüring. Hofe zurückzog. Er starb zwischen 1210—25 und wurde in derKirche Unserer Lieben Frauen zu Eschenbach begraben, wo man sich jedoch umsonst bemüht