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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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78
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78 Erstgeburt Ertrinken

(6 Bdt., Lond. I50Z). — Die Würden des V aters gingen auf seinen zweiten Sohn, Da-vid M o n t a g u E., über, der als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Mini-ster am bair. Hofe in Deutschland bekannt worden ist. — Henry E., der Bruder des Obi-gen, geb. 17 tö, gcst. 1817, hat sich ebenfalls durch seine Bercdtsamkcit im Parlamente, wievor den schot. Gerichtshöfe» als Sachwalter hcrvorgethan.

Erstgeburt oder Primogenitur. Das Vorzugsrecht des Erstgeborenen bei derErbfolge ist eine sehr alte aus der Ansicht vom Sammteigcnthum hcrvorgcgangcnc Gewohn-heit, welche sich von andern Erbfolgcarten dadurch unterscheidet, daß nicht, wie bei den M a-jo raten (s.d.) im cngcrn Sinne, der Älteste unter den dem Grade nach am nächsten stehen-den, noch, wie beim Scniorat, der Älteste des ganzen Stamms, sondern jedesmal der Ältesteder ältesten Linie zur Erbfolge gelangt. Nach den Gesetzen dieser Primogenitur (s. Erb-folg c) ist jetzt fast in allen europ. Neichen die Thronfolge geordnet. Im Deutschen Reichestellte zuerst die Goldene Bulle Kaiser Karl's IV. >356 die Primogenitur für diejenigenweltlichen Territorien, auf welchen die Kurwürde ruhte, fest, und erst später wurde dieselbeauf die übrigen Lande der Kurfürsten, und zwar zuerst 1375 im brandenburgischen Hause,welches dadurch hauptsächlich den Grund zu seiner nachherigen Größe legte, ausgedehnt undauch bei den andern weltlichen Neichsfürsten durch Hausgesctze cingeführt; doch haben nochim l7.Jahrh. manche fürstliche Häuser einen Fluch darauf gesetzt, wenn einer ihrer Nach-kommen das Recht der Erstgeburt feststellen wolle, da man es mit dem biblischen Spruchehielt: „Sind wir dann Kinder, so sind wir auch Erben."

Ersticken ist eine Todesart, welche stets durch eine Störung der Respiration undplötzliche Hemmung des Kreislaufs bedingt wird. Sie erfolgt entweder durch verhinderteAusdehnung der Lungen, also das Zusammendrücken der Brust, Wasser in der Brusthöhle,oder gewaltsame Öffnung der Luftwege, wobei die für die Ausdehnung der Lungen bestimmteLuft auf einem andern Wege entweicht, wie bei Stichen durch die Lunge, DurchschneidungHer Luftröhre, durch Verschließung der Luftwege und zwar entweder Verstopfung, die z. B.auch beim Ertrinken (s. d.) stattsindet, oder durch Zuschnürung von außen, Strangula-tion, durch Entziehung der zur Respiration nöthigcn Luftart, Aufenthalt in irrespirabelnGasarten (s. d.) oder im luftleeren Raume, so weit sich dieser Herstellen läßt. Bei alle»diesen Todesartcn findet man im Körper fast dieselben Resultate, die Zeichen des gehemmtenLungenkreislaufs, der Überfüllung der Lungen, des Herzens, der Blutadern, oft auch desGehirns mit Blut. Die inner» Vorgänge bei dem Erstickungstodc sind sehr complicirt.Vgl. Bichat, „Physiologische Untersuchungen über Leben und Tod" (deutsch, Tüb. > 802).Weil jedoch bei jedem Erstickungsfalle erst ein Zustand des Scheintodes (s. d.) dem wirk-lichen Tode vorausgeht, der ziemlich lange dauern kann, so werden Erstickte der Gegenstandvieler Belebungsversuche, welche damit beginnen müsscn, das Hinderniß der Respiration,welches gewöhnlich leicht zu erkennen ist, hinwegzuräumcn.

Ertrag, s. Einkommen, Rente und Arbeitslohn.

Ertrinken, eine der häufigsten gewaltsamen Todcsarten, wird dadurch herbeigeführt,daß durch Verschließung der Mund- und Nasenöffnungcn mit einer tropfbaren Flüssigkeitder Zutritt der atmosphärische» Luft zu den Lungen gehindert und die freie Respiration biszum Erlöschen des Lebens unterbrochen wird. Das Leben wird entweder apoplektisch, d. h.durch eine hinzutretcndc Überfüllung der Blutgefäße des Gehirns und dadurch bedingte Läh-mung dieses Organs, oder suffocatorisch, d.h. durch Unterbrechung der Function und dadurchhcrbeigcführte Lähmung der Lungen, zerstört. Oft verbinden sich beide Todesarten; erste«jedoch tritt gewöhnlich ein, wenn der Körper sehr erhitzt in die kältere Flüssigkeit kommt undso das Blut plötzlich von der Oberfläche nach dem Innern gedrängt wird. Die dadurch her-vorgerufene, oft an und für sich noch nicht tödtliche Betäubung erleichtert dann die letz««TodeSart und die auf diese Art Ertrunkenen werden nur selten wieder ins Leben zucückgerx-fen. Bei Denen jedoch, deren Lebensäußerungen nur in Folge des Mangels an Luft erlo-schen sind, ist, wenn die Hülfe zeitig genug kommt, die Wiedererweckung leichter möglich.Vor allen Dingen muß der Körper vorsichtig, ohne an Brust und Unterleib gedrückt zu wer-den, an die Luft gebracht, völlig entkleidet an einem mäßig warmen Orte auf ein passendesLager, an heißen Sommertagen auf den Usersand, mit etwas erhöhtem Kopfe gelegt, hier