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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
Seite
77
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Erfische Sprache Erskine 7?

zwischem Dem, was die Dinge in Wahrheit sind und den veränderlichen und vorübergehendenFormen, unter welchen sie sich darstellen, zu Grunde. Da nun die Erscheinungen nicht schlecht»hin für nichts erklärt werden können, sondern Etwas, was erscheine, voraussehen, welchessich selbst, aber als ein Anderes, als was cs ist, in der Erscheinung zu erkennen gibt, so istdieser Gegensatz zwischen Schein und Wesen, Sein und Erscheinung zu allen Zeiten das allge-meinste Motiv des höher» metaphysischen Denkens gewesen, und die Frage: wie das Verhält-niß zwischen Dem, was ist, und Dem, was erscheint, zu denken sei, ist in den verschiedenen me-taphysischen Systemen auf die verschiedenste Weise beantwortet worden. (S. Metaphysik.)

Erfische Sprache oder Irische Sprache heißt die dem Galischen verwandteMundart. (S. Kelten.)

Erskine (Thomas, Lord), einer der ausgezeichnetsten Advocaten Englands, der dritteSohn des schot. Grafen Buchan, dessen Familie dem brit. Staate so viele bedeutende Männergegeben, war am 21. Jan. 17 50 geboren. Im Alter von > 8 Jahren verließ er die Univer-sität und trat in die Marine, dann in ein Landregiment. Mit 21 Jahren beging er die Un-vorsichtigkeit, ohne eine gesicherte Lage sich zu verheirathen. Nach längerm Schwanken in derWahl eines Lebenßberufs schon Familienvater, begann er im Alter von 28 Jahren das Stu-dium der Rechte. In der Praxis übte er sich unter der Leitung des berühmten AdvocatenBuller und wurde >778 unter die Barrister ausgenommen. Seinen ersten Proceß führte erfür den Capitain Baillie, der die Misbräuche in der Marineverwaltung rücksichtslos anfge-deckt hatte und deshalb als Libellist angeklagt worden war. Er errang in demselben alsSachkenner wie als Sachwalter den glänzendsten Sieg und begründete damit seine ruhm-volle Laufbahn; er hatte bewiesen, daß er die zwei großen Eigenschaften eines glücklichenAdvocaten, Beredtsamkeit und Unabhängigkeit, vollkommen besaß. Die bedeutendsten poli-tischen Proccsse, die damals die Negierung mehr aus Verfolgungssucht als aus Gerechtig-keitsgefühl einleitcte, wurden ihm nun übertragen. So führte er den Proceß Lord Gordon's,der des Hochvcrraths beschuldigt war, weil er den Aufstand gegen die Katholiken zu London ^im I. >780 nicht unterdrückt hatte, den des Thom. Hardy und des Horne Toocke. Indem Processr des wegen Libells angeklagten Buchhändlers Stockdale im J. 1789 bewies er,daß die Geschworenen nicht allein den Spruch über das Factum der Verbreitung der Schrift,sonder» vorerst darüber zu fällen hätten, ob die Schrift überhaupt ein Libell sei. Wicwolseine Erläuterung damals keine Folgen hatte, wurde die Rechtsfrage fortan doch nach dieserAnsicht entschieden und der Preßfreiheit dadurch ein großer Vorschub geleistet. Der Prinzvon Wales hatte ihn zu seinem Generalprocurator ernannt, als er aber 1792 die Vertheidi-gung des Thom. Payne, des Verfassers der berühmten demagogischen Schrift „kigbts «5man" übernahm, mußte er dieses Amt niedcrlegen, doch wurde er durch den rühmlichen Na-men, den er sich in dieser Sache erwarb, reichlich für den Verlust der Würde entschädigt.Jm J. 1899 führte er den berühmten Proceß des bekannten Hardsield, der im Wahnsinnnach dem Könige geschossen hatte. Als Parlamentsmitglied, seit 1783, als Pair von Schott-land, seit 1896, und als Lordschatzkanzlcr während der kurzen Verwaltung Grenville's recht-fertigte er weniger sein ausgezeichnetes Talent, das er an den Schranken deS Gerichtshofsbewiesen hatte; doch betheiligte er sich in der Berathung über die Rechte der Jury, verthei-digte feurig das Gesetz gegen Ehebruch, sprach 1898 für die irischen Katholiken und reichte1814 eine Petition von 89 Geistlichen um Aufhebung des Sklavenhandels ein. Abgesehenvon der Discussion über die Apanage der Herzoge von Clarence und Cambridge imJ. 1818,gehörte er unausgesetzt zur Oppositionspartei und führte nicht selten lebhafte Angriffe gegendie Ministeriellen. Auch als Schriftsteller that er sich hervor; seine kleine Schrift „Vien? ontk« csnsos soll consequences ok tke present nnr" (1789) erlebte ihrer Freisinnigkett wegen48 Auflagen. Er hatte darin die Principien der franz. Revolution anerkannt, trat aber so-gleich an die Spitze eines Freicorps, als der Krieg mit Frankreich auszubrechen drohte. Nachdem Frieden von Amiens ging er mit Fox nach Paris, wo ihn der erste Consul mit großerGeringschätzung behandelte. Gegen Ende seines Lebens veröffentlichte er eine Schrift zuGunsten der Griechen und ein Gedicht auf den Ackerbau. Er starb am 17. Nov. 1823 z«Almondale bei Edinburg. Seine berühmten Reden vor Gericht erschienen unter dem Titel„8peeclies oo subjocts connecteci rvitii tlie libert^ of tire press snck apaiust treasons"