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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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68
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68 Ernst I.

Pleißner- und Ostcrlandcs, Naumburg-Zeitz, das Amt Jena u. s. w., wahrend Albert dasLand Meißen nebst Dem, was diesem Lheilungsstücke sonst noch als Zubehör bestimmt war,wählte. Die Bergwerksnutzungen in beiden Ländern blieben jedoch in Gemeinschaft. Kai-ser Friedrich lll. ertheilte am 2 t. Febr. >186 zu Frankfurt bei Gelegenheit der röm. Kö-nigswahl Maximilian's beiden Fürsten die Belehnung mit ihren Ländern und bestätigte dievon ihnen über die gegenseitige Erbfolge festgesetzten Bestimmungen sowie die Theilungselbst, durch welche wie die Einheit des Fürstenhauses, so die Kraft und Macht des schönenStaats für immer gebrochen wurde. Übrigens sorgte E. während der Zeit seiner Rcgierungfür den inner» Wohlstand seiner Länder sowie für den äußern Anwachs derselben. Er kaufte1172 für sich und seinen Bruder das Fürstenthum Sagan in Schlesien von dem FürstenJohann dem Wilden für 56066 Goldgulden, sowie 1171 vom Freiherrn Hans von Bibcr-stcin die Herrschaften Sorau, Beeskow und Storkow. Gegen Unrecht, Gewaltsamkeit undAnmaßung trat E. kräftig auf. So zog er im 1.1166 mit seinem Bruder gegen die Vögtevon Plauen, die ihre Untcrthanen bedrückten, und nahm ihnen Plauen, Ölsnitz und Adorf;züchtigte Quedlinburg, das sich gegen seine Schwester, die Äbtissin Hedwig, empört hatte,und brachte Halle, Halberstadt und Erfurt, die sich den getroffenen Anordnungen nicht fü-gen wollten, zum Gehorsam. Er starb 1186 zu Kolditz. Von seiner Gemahlin Elisabeth,einer bair. Prinzessin, hintcrließ er vier Söhne, von denen der älteste, Friedrich der Weise,und der jüngste, Johann der Beständige, ihm in der Kurwürde folgten.

Ernst k. oder der Fromme, Herzog zu Sachsen-Gotha und Altenburg, Stifter desgothaischen Gesammthauses, geb. am 21. Dcc. 1661 auf dem Schlosse zu Altenburg, alsder neunte von zehn Brüdern, deren jüngster der Herzog Bernhard (s. d.) von Weimarwar, erhielt er nach dem frühzeitigen Tode seines Vaters, des Herzogs Johann von Wei-mar, von seiner Mutter Dorothea Maria von Anhalt eine treffliche Erziehung. Nach Gu-stav Adolfs Ankunft in Deutschland nahm er schweb. Kriegsdienste, wohnte den Belagerun-gen von Königshofen, Schweinfurt und Würzburg bei und kämpfte tapfer in der Schlachtam Lech, wo er namentlich mit seinem Regimcnte zuerst über den Fluß setzte und den Feinddas Ufer, welches derselbe besetzt hatte, zu verlassen zwang. Nachdem er an der Eroberungder Städte Füßen und München Theil genommen, focht er mit Muth und Feldherrnblickin den Schlachten bei Nürnberg und Lützen, in welcher letztem er nach dem Falle GustavAdolfs den Sieg über den mit einem neuen Corps anrückcnden Pappenheim allein errang.Als hierauf sein Bruder Bernhard 1633 den Oberbefehl über das schweb. Heer erhielt,übertrug ihm dieser die Verwaltung seines Hcrzogthums Franken. Zwar begab er sich balddarauf noch einmal unter seinem Bruder in den schweb. Kriegsdienst und half ihm Lands-hut in Baicrn mit Sturm erobern, allein nach der Schlacht bei Nördlingen am 26. Aug.1631 zog er sich vom Kriegsschauplatz gänzlich zurück und trat hierauf 1635 dem pragecFrieden bei. Im folgenden Jahre vermählte er sich mit Elisabeth Sophia, der einzigen Toch-ter des Herzogs Johann Philipp von Altenburg, und beschäftigte sich von nun an lediglichmit der Reorganisation seines durch den Krieg zerrütteten Landes. Nach seines BrudersAlbert Tode im 1 .1611 fiel ihm die Hälfte des Fürstenthums Eisenach zu, und durch Fried-rich Wilhelm's 111., des letzten altenburgischen Herzogs, Ableben im I. 1673 kam er in denBesitz der altenburgischen und koburgischen Länder, von denen er jedoch, da Weimar aufdiese Erbschaft gleichfalls Ansprüche erhob, aus Liebe zum Frieden mittels eines 1672 zuAltenburg abgeschlossenen Vergleichs einen Theil an dieses Haus abtrat. Er starb 167 5.Von seinen sieben Söhnen führte der älteste, Friedrich, die gothaische Linie fort, sein dritterSohn Bernhard aber wurde Stifter der meiningischen und sein siebenter Sohn Ernst dersaalfeldischen Linie. Die wohlthätige Wirksamkeit dieses trefflichen Fürsten hat sich in vielennoch jetzt bestehenden Einrichtungen sichtbar erhalten. Ein eifriger Anhänger von Luther'sLehre trug er eine stete und treue Fürsorge für alle Kirchen- und Schulangelegenheiten seinesLandes, überwachte mit ängstlicher Sorgfalt die Erziehung seiner Kinder, welche beinahe dieganze Bibel auswendig lernen mußten, und leitete selbst deren religiöse Erbauung. Dieshinderte ihn jedoch nicht, die Verbreitung der evangelischen Lehre und die Sorge für derenBekenner auch im AuSlande zum Gegenstanve seiner Thätigkeit zu machen, wie sein Brief-wrchsel mit dem Zar Alexei Michailowitsch zu Moskau über die Angelegenheiten der dorti-