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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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64
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04 Erlangt»

Joh. Luhw. von E., geb. 1595,gest. 1659, war ein ausgezeichneter Feldherr undStaatsmann, der auf die Begebenheiten des Dreißigjährigen Kriegs und später in franz.Diensten in den Kriegen unter Ludwig XIll. und XI V. bedeutenden Einfluß hatte und sichallenthalben als Mann von Ehre mit großer Einsicht und Tapferkeit benahm. Er leisteteGustav Adolf von Schweden und Bernhard von Weimar, deren Freundschaft und Ver-trauen er besaß, wichtige Dienste, und der Tod des letztem veranlaßte ihn, in franz. Dienstezu treten, wozu er auch dessen Heer zu bereden wußte. Hieronymus vonE., geb.1667, gest. 1748, war ebenfalls einer der gewandtesten Generale seiner Zeit, erst in franz.,dann in östr. Diensten, und insbesondere mit dem Prinzen Eugen sehr befreundet. KarlLudw. von E., geb. zu Bern >726, der bis zum Ausbruche der Revolution in franz.Diensten stand, erhielt beim Einfall der Franzosen unter Brune und Schauenburg im I.17S8 von Bern den Befehl über die Landesbewaffnung. Zwar gelang es ihm, den unent-schlossenen Senat zu kräftigen Maßregeln zu bestimmen und eine uneingeschränkte Voll-macht in Hinsicht seiner Unternehmungen gegen die Franzosen zu erhalten; allein sehr baldwurde sie zurückgcnommcn. Angegriffen von ihnen unter Schauenburg, focht er ehrenvoll,aber, der Übermacht erliegend, unglücklich und wurde auf dem Rückzüge, als die Nachrichtvon der Eroberung Berns einlief, von seiner eigenen Mannschaft ermordet. Nud. Ludw.von E-, geb. in Bern 1749, versuchte als Schultheiß von Burgdorf bei dem Einfalle derFranzosen ebenfalls Bern zu retten. Er verband sich 1801 mit AloyS Rcding und Steigerzur Herstellung der «»eidgenössischen Staatsordnung und wurde 1892 beim Ausbruche deslange vorbereiteten Aufstandes zum Oberbefehlshaber des Landesheers ernannt. Als Bo-naparte durch die Vermittelungsacke dem Aufstande ein Ende machte, trat er ins Privat-leben zurück und widmete sich den Wissenschaften. Unter seinen Schriften zeichnet sich nächstandern derOocle <lu bonlieur" aus, welchen er Katharina ll. zugceignet hatte.

Erlangen, Stadt im bair. Kreise Mittclfranken, in der Nähe der Regnitz, 2'/r M.von Nürnberg, zerfällt in die Altstadt und in die Neustadt, die zu Ehren des MarkgrafenChristian Ernst, der diesen Theil den nach der Aufhebung des Edicts von Nantes vertriebe-nen Protestanten 1778 zum Bebauen einräumtc, auch Christian-Erlangen genannt wird.Wenn schon die unregelmäßiger angelegte Altstadt keinen unfreundlichen Anblick gewährt,so macht die Neustadt mit ihren breiten Straßen, freien Plätzen und rechtwinkeligen, meistzweistöckigen Häusern einen äußerst angenehmen Eindruck, sodaß man E. im Allgemeinenden freundlichsten Städten Deutschlands beizählen kann. Zu den vorzüglichsten Gebäudengehören das Univcrsttätsgebäude, die ehemalige Hofkirche, das Orangeriehaus, das Schau-spiel- und Redoutenhaus. Die Stadt hat gegen >9509 E., wovon mehr als 8599 der pro-testantischen, über 499 der reformirten und gegen 499 der katholischen Kirche angehören.Sie war früher sehr gewerbreich und hatte namentlich berühmte Kattun-, Handschuh- undHutfabrikcn; später auch Spiegel-, Tuch - und Tabacksfabriken > gegenwärtig hat sie »ebenmehren Manufacturen auch berühmte Brauereien. Außer der Universität bestehen daselbstein Gymnasium und neben andern Schulen eine polytechnische. Die Universität verdanktihren Ursprung dem Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Baireuth, der sie 1742 fürBaireuth, seine Residenz, stiftete, ihr aber bereits am 4. Nov. 1743 das geeignetere E. zumSitz anwics. In Aufnahme kam sie während des Siebenjährigen Kriegs, wo sie über 490Studirende zählte. Zur Zeit des Markgrafen Alexander, der sic regenerirte, weshalb sie ihmzu Ehren die Friedrich-Alexander-Universität genannt wurde, minderte sich die Zahl derStudirenden in Folge zu strenger akademischer Gesetze bedeutend. Erst unter der prcuß.Hoheit fing sic wieder an zu steigen. Der schwankende Zustand, der seit 1896 eintrat,dauerte auch noch unter der bair. Negierung eine Zeit lang fort, bis eine zeitgemäßere Do-tation derselben ausgesprochen wurde. Seitdem hob sie sich mehr und mehr, bis sie durchdie Stiftung der Universität zu München den empfindlichsten Schlag erfuhr. Die Zahl derStudirenden beläuft sich auf 469. Das Universitätsgebäude wurde an der Stelle des 1811abgebrannten und zu akademischen Zwecken benutzten ehemaligen markgräflichen Schlosseserbaut. Die Universitätsbibliothek, die im Universitätsgebäude ausgestellt ist, zählt gegen199999 Bande und >999 Handschriften. Die übrige» Sammlungen sind in dem seit>819 vollendeten Museum vereinigt. Mit der Universität stehen in Verbindung eine Ent-