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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Erkennen Erlach 63

Verbindung stehen, die schädlichen Einwirkungen des zurückgchaltcnen, für die Ausdünstungbestimmten Stoffs, und Ent; ü »düngen (s. d.), Rheumatismen (s. Nhe u m a) und K a -tarrhe (s. d.) sind die hauptsächlichsten Folgen dieser Unterdrückung der Ausdünstung. Zuden Schädlichkeiten, die Erkältung hcrbeiführen, gehören vorzüglich Zrigwind und innereund äußere Abkühlung durch kaltes Wasser. Ist der Tempcraturwechsel bedeutend, so kannauch das Blut plötzlich von der Oberfläche des Körpers mit solcher Gewalt nach dem Innerngedrängt werden, daß ein Schlagfluß (s. d.) das Leben endet. Vgl. Küttner,Die Er-kältung und die Erkältungskrankheiten^' (Dresd. und Lpz. 1842).

Erkennen heißt im gewöhnlichen Sprachgebrauche Etwas als Das kennen, was esist. Es unterscheidet sich also vom bloßen Vorstellen und Denken durch die Beziehung aufein Object der Erkenntniß, dessen Beschaffenheiten, Verhältnisse u. s. w. in der Erkenntnißaufgefaßt und von andern unterschieden werden. Die Erkenntniß ist zugleich mit dem An-sprüche auf Wahrheit verbunden, sie ist selbst ein Fürwahrhalten Dessen, waS sie enthält.Erkennt» begriffe sind daher solche, welche mit diesem Ansprüche, daß durch sie etwaserkannt werde, gedacht werden, z. B. der Begriff der Ursache, des Dings, der Eigenschaftu. s. w. (S. Kategorie.) Je nach der Art des Fürwahrhaltens unterscheidet man Mei-nen, Glauben, Wissen; je nach den Quellen, aus welchen wir solche oder andere Erkennt-nisse gewinnen, unterscheidet man empirische, historische, intuitive, discurstve und spekulativeErkenntnisse. Intuitive Erkenntnisse sind solche, die wir entweder unmittelbar durchdie sinnliche Anschauung gewinnen oder wenigstens durch Aurückführung auf dieselbe belegenkönnen; deshalb rechnet z. D. Kant auch die geometrischen Lehrsätze hierher; discursive und'pcculativeErkcnntnisse sind solche, die ihren Grund in reinen Begriffsentwickelun-gen und den darauf abgeleiteten Schlüssen haben. Da das menschliche Denken sammt demAnsprüche, den cs auf Erkenntniß macht, vielen Unwandlungen und Jrrthümern ausgesctztist, und nicht nur die Richtigkeit einzelner Erkenntnisse sich oft nicht bewährt, sondern auchdie Möglichkeit der wahren, mit ihrem Gegenstände übereinstimmenden Erkenntniß nichtunmittelbar von selbst erhellt, so hat die Philosophie namentlich, in der neuern Zeit bei Lockeund Kant, eineUntcrsuchnng über den Ursprung, die Gesetze und die Grenzen der menschlichenErkenntniß, also eine Theorie der Erkenntniß für die allgemeine Vorbedingung aller andernUntersuchungen erklärt. Insofern man dabei nach althergebrachten psychologischen Voraus-setzungen dem menschlichen Geiste, als dem Träger der Erkenntniß, ein besonderes Erkennt-nißvermögen zuschrieb, traten die Versuche solcher Theorien der Erkenntniß als Kritikendes Erkcnntnißvermögens auf, während andere Denker, z. B. Herbart, welche besondere See-lcnvermögcn nicht anerkennen, darauf Hinweisen, daß es sich nicht um eine Kritik dieses Ver-mögens, sondern um eine Kritik der Begriffe handle. Zum Erkcnntnißvermögen im weiternSinne, wo es so ziemlich gleichbedeutend ist mit Vorstellungsvermögen, rechnete man übri-gens die Sinnlichkeit, das Gedächtniß, die Einbildungskraft, den Verstand, die Urteilskraftund die Vernunft.

Erklärung heißt im weitern Sinne die Darlegung einer Meinung, Ansicht, Absichtentweder einer eigenen, wie bei der Abgabe einer Erklärung, oder einer fremden, wie bei derErklärung eines Schriftstellers; im engem Sinne in der Logik die Angabe Dessen, was imInhalt eines Begriffs liegt. Dadurch wird der Begriff nicht nur klar, sodaß man ihn vonandern unterscheiden kann, sondern auch deutlich, d. h. so bestimmt, daß auch die einzelnenMerkmale in ihm unterschieden werden. Die logisch vollkommene Erklärung ist die Defini-tion. (S. Dcfiniren.) Erläuterung und Erörterung sind verwandte Begriffe, diesich auf die Vorbereitungen oder Anwendung einer Erklärung beziehen.

Erlach, eins der ältesten sreiherrlichen Geschlechter in der Schweiz, wo auch dasStammschloß gleiches Namens liegt, aus Burgund herstammend, ist seit dem Anfänge des>2. Jahrh. vorzüglich in den Annalen Berns berühmt. Ulrich vonE. war 1298 derFührer der Berner in dem glorreichen Kampfe gegen den Adel und Albrecht's Partei.RudolfvonE-, der Sohn Ulrich's, gewann 1339 die Schlacht bei Laupcn, die das Schick-et des Freistaats entschied. Großmüthig nahm er sich der Söhne des von ihm besiegtenGrafen von Nydau an, deren Beschützer und Erzieher er ward und denen er sorgfältig ihreErbschaft bewahrre. Im I. 1360 wurde er von seinem Eidam, Jost von Rubens, ermordet.