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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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seiner Zeit" (Bd. I, Franks. 1833), der ihn als Vorläufer der großen Heroen der Scholastikund als Begründer einer christlichen Religionsphilosophie betrachtete, und Taillandier,8ct6. et I» zikilosopkie seliolastikziie" (Strasb. und Par. 18-13).

Erigöne, die Tochter des Jkar ius (s. d.), wurde vom Bacchus, als er bei ihneneinkchrte, verführt und gebar von ihm den Staphylos. Eri gone, die Tochter des Ägi-sthus und der Klytämnestra, wurde, als sie Orestes (s. d.) ebenfalls ermorden wollte, durchdie Artemis (Diana) gerettet und zu ihrer Priesteri» gemacht. Nach einer andern Erzäh-lung crhenkte sie sich, weil Orestes wegen des Muttcrmords frcigesprochcn wurde. NachPausanias vermählte sie sich mit Orestes und gebar ihm den Pcnthilos.

Erinna, eine berühmte griech. Dichterin, die innige Freundin der Sappho, daherauch sie die lesbische Sängerin genannt wird, war aus der kleinen Insel Telos im Westenvon Nhodus geboren und lebte zur Zeit des Demosthenes. Sie erwarb sich durch ihre epi-schen und epigrammatischen Dichtungen, vielleicht auch durch lyrische Gesänge, einen so gro-ßen Ruhm, daß man ihre Verse den homerischen glcichstcllte, obgleich sie bereits im 19. Le-bensjahre starb. Die Echtheit der unter ihrem Namen vorhandenen Gedichte ist zum Thcilaus guten Gründen bestritten worden; Andere nehmen eine ältere und jüngere E. an. Diepoetischen Überreste sind gesammelt von Schncidewin inOelectus ;>oesis ßraec. «lex. etc."(Gott. 1838; ins Dcutscbe überseht und erläutert von F. W. Richter, Quedlinb. 1833).Vgl. Malzow,Oe Lrinnao I.esl,me vita et reliizuiis" (Pctcrsb. 1836).

Erinnyen, s. Eumeniden.

Eriöpis hieß die Tochter des Jason und der Mcdea; ferner die Gemahlin des Anchi-ses und endlich die Gemahlin des Lokrers Oticus und Mutter des einen Ajax (s. d.).

Eriphyle, die Tochter des Talaus und der Lysimache, die Schwester des AdrastuS(s. d.) und die Gemahlin des Amphiaraus (s.d.), ließ sich vom Polyneikes mit dem Hals-band der Harmonia (s. d.) bestechen, ihren Gemahl zu überreden, am Zuge gegen Theben,wo es ihm, wie sie Beide wußten, vom Schicksal bestimmt war, umzukommen, Theil zu neh-men. Den Tod desselben, den er dort fand, rächte im Aufträge seines Vaters der eigene SohnAlkmäon (s.d.) an ihr. Sophokles schrieb ein jetzt verlorenes Trauerspiel dieses Namens.

Eris, die Göttin der Zwietracht, war nach Homer die Freundin und Schwester desAres, nach Hcsiod die Tochter der Nacht und die Mutter des Hungers, der Pest, des Mords,der Lügen u. s. w. Wo sie erscheint, ist sie anfangs klein, nimmt aber bald so zu, daß sie sichbis über die Wolken erhebt. Am bekanntesten ist sie durch jenen goldenen Apfel, welchen siebei der Hochzeit des Pelcus und der Thetis aus Rache nicht dazu cingeladen zu sein, unterdie versammelten Götter warf. (S. Paris.) Ihr ähnlich ist die bei den Römern im Ge-folge der Bellona erscheinende Discordia.

Eriwan, die befestigte Hauptstadt des rufs. Armeniens, in einer Höhe von mehr als3006 F. im Arasthal gelegen, ist von mittlerer Größe und zählt ungefähr 13000 E. Imruss.-pers. Kriege wurde sie am 13. Oct. 1827 vom damaligen russ. General Paskewitschmit Sturm genommen, der deshalb den Beinamen Eriwansky erhielt, und im Frieden zuTurkmantschai am 22. Fcbr. 1828 mit der Provinz gleiches Namens von Persien an Ruß-land abgetreten. Wie früher ein Bollwerk Persiens gegen Rußland, so ist es gegenwärtigein wichtiger Waffenplatz Rußlands gegen Persien.

Erkältung. Einer der wichtigsten Processe in der Ökonomie des thierischen Körpersist die Ausdünstung. (S. Schweiß.) Das Organ, welches sie vermittelt, ist die Haut,durch deren Poren unaufhörlich ein Theil der im Körper enthaltenen Flüssigkeiten verdampft,wozu die nöthige Wärme durch dieBlutcirculation hervorgcbracht wird. Wird diese Wärmedurch längere Zeit cinwirkende bedeutende Kälte der Oberfläche entzogen, so erfolgt daS Er-frieren (s. d); wird sie schnell durch einen oft verhältnißmäßig nur unbedeutenden Kälte-grad zurückgcdrängt, wobei sich die Poren durch Nervenvcrmittelung krampfhaft verschlie-ßen, so erfolgt Erkältung. Die Absonderung des Stoffs, der durch die Verdampfung aus-geführt werden sollte, geht im Innern des Körpers fort, und da ihm der Austritt durch diePoren verwehrt ist, so vereinigt er sich zu größer» Massen und wirkt auf die Stellen, wo ersich niederschlägt, als eine Art fremder Körper reizend ein. Besonders fühlen die Nerven,die Muskeln und die Brustorgane, welche durch die Luftwege immer mit der äußern Lust in