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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Erich Erigena 61

haste Anstellung; doch gab er dieselbe >709 auf, um sich als praktischer Arzt in Berlin nie-dcrzulassen, wo er, seit >822 zum Obcrmedicinalrath ernannt, am 28. Nov. 1827 starb.Unter seinen meist in Zeitschriften zerstreuten Abhandlungen erwähnen wir namentlich seineApologie des Teufels" in Niethammer sPhilosophischem Journal" (1795) und außer-dem noch seineTheorie der Gesetze, die sich auf das körperliche Wohl der Bürger beziehen,und der Benutzung der Heilkunde zum Dienste der Gesetzgebung" (Tüb. > 809).Denk-würdigkeiten" aus E.'s Leben gab Varnhagcn von Ense (Stuttg. 1830) heraus.

Erich, im Schwedischen Erikist der Name von I -1 schweb. Königen, von denen die siebenersten der mehroder weniger sagenhaften Geschichte angehörcn. E. VIII. (Bonde) unterjochte1158den südlichsten Theil Finnlands und führte dort das Chrisienthum ein. Von dem dän.Prinzen Magnus in Upsala überfalle» und gefangen genommen, wurde er 1160 enthauptet,nach seinem Tode kanonisirt und als Schutzheiliger Schwedens verehrt. E-XlV., der Sohnund seit 1560 Nachfolger Gustav Wasa's, unterzog sich vom Anfänge an mit Kraft und Ener-gie den Negierungsgeschäften. Er förderte Künste und Handwerke, brachte Handel undSchiffahrt inAufnahmc, erhob die schweb. Seemacht auf eine Höhe, die sie weder vor noch nachihm wieder erreicht hat, und trafinBezichung aufNcchtspflcgcdie zweckmäßigsten Einrichtun-gen. Durch Ertheilnng gräflicher und freihcrrlichcr Würden ward er der Schöpfer eines hohenAdels in Schweden. Allein der Wahnsinn, in den er periodisch versieh ließ ihn eine MengeGreuelthaten begehe», die er, wenn diese Periode vorüber war, schwer bereute. Durch seinVertrauen in den antiaristokratischcn tückischen Kanzler Jöran Person machte er sich bei demAdel, durch den unglücklichen Krieg gegen Dänemark bei dem Volke verhaßt. Endlich ver-banden sich gegen ihn seine Brüder, Johann, den er schon zweimal gefangen gesetzt hatte,und Karl, und bemächtigten sich 1568 Stockholms, worauf Johann den Thron bestieg, derden unglücklichen E. nun in hartem Gefängniß hielt und 1577 vergiften ließ. Die Urtheileüber E. haben wunderbar geschwankt ; die nächste Nachwelt sah in ihm nur einen blutdür-stigen Tyrannen; Gustav UI. betrachtete ihn als einen Märtyrer; er errichtete über sei-nem Grabe in der Domkirche von WcsteräS ei» prachtvolles Denkmal, nahm die Krone unddas Scepter vom Johann's Grabe in Upsala und legte Beides auf das seines Bruders. Dieneuern Geschichtschreiber, wie Fryxcll und Gcijcr, haben mit Unparteilichkeit die gegenseiti-gen Unbilden der beiden Brüder abgewogen.

Erichthonlus, s. Erechtheus.

Eridälllls, jetzt der Po in Obcritalicn, erhielt diesen Namen vom Phaeton (s. d.),der den Beinamen Eridanus führte, welcher vom Zeus in diesen Fluß gestürzt wurde. Einewichtige Nolle spielt er in der Geschichte der Argonauten.

Eristöna (Johannes), Scotus genannt, einer der gelehrtesten Männer des 9.Jahrh., war wahrscheinlich ein Schottländcr, geboren zu Ergenc in der Grafschaft Herford,um 833. In England und Schottland hatte sich damals verhältnißmäßig die meiste Gelehr-samkeit und Wissenschaft erhalten, und E. eignete sich diese an, wenn auch seine Ncisc nachGriechenland und seine Kenntniß des Hebräischen zweifelhaft sind. Von Karl dem Kahlenan seinen Hof berufen, lebte er daselbst längere Zeit, bis er angeblich ketzerischer Meinungenhalber Frankreich verlassen mußte. Alfred der Große berief ihn 877 nach Oxford; einigeJahre darauf soll er unter den Händen seiner Schüler zu Malmesbury das Leben verlorenhaben. An den Streitigkeiten seiner Zeit über die Prädestinations- und Transsubstantiations-lehre nahm er Anthcil. Seine philosophische Ansicht schloß sich an die der alcxandrin. Neu-platoniker an. Seine Liebe für dieselbe zeigte sich besonders in seiner Übersetzung des Dio-nysius Areopagita, welche eine Hauptquclle mystischer Ansichten im Mittelalter wurde; dochhatte er in Hinsicht des Abendmahls und der Gnadenwahlfreiere Ansichten, die er auch auszu-sprechen sich nicht scheute. Nach seiner Lehre, die eine Art mystisch-speculativcr Emanations-lehre war, ist Gott das Wesen aller Dinge; in ihm haben die ursprünglichen Ursachen ihrenGrund, aus welchen die endliche Natur hervorgeht, und alle Dinge gehen ebenfalls in seinWesen zurück. Seine Hauptschrift istI)e ckivisione iisturse" (heransgeq. von Gale, Oxf.1681, Fol.), in welcher er auch den Gedanken aussprach, daß die Philosophie und die wahreNeligion Eins und Dasselbe sei. Vgl. Peder Hjort,Joh. E., oder vom Ursprünge einerchristlichen Philosophie" (Kopcnh. >823), Standenmayer,Joh. E. und die Wissenschaft