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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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52 Erdnähe Ercchtheus

reich, der Schweiz und Italien. Sein Kunstsinn fand allenthalben reiche Nahrung und ent-wickelte sich besonders für die Baukunst. Stach seiner Rückkehr benutzte er die cingesainmcl-tcn Kenntnisse zur Verschönerung des dessauischcn Landes, und namentlich das Schloß i»Wörlitz bekundet den gebildeten Geschmack dcS Baumeisters; nicht minder hat er sich durchdie Anlagen um Dessau ein bleibendes Gcdächtniß gestiftet. Auch die Gründung der Chal-kographischen Gesellschaft zu Dessau, im I. >706, war sei» Werk, und gewiß lag cs nichtan seinem Eifer, wenn sie den Erwartungen der Kunstfreunde nicht entsprach. Unter denWerken, die aus dieser Anstalt hcrvorgingcn, nehmen die von E. in Rom gezeichneten archi-tektonischen Studien eine vorzügliche Stelle ein. Er starb 1800. Sein Leben beschrieb Rode(Dessau I80l).

Erdnähe, s. Perigäum.

Erdsteine sind eine Erfindung des Franzosen Jscnard in Odessa. Man kann sic ausjeder Erdart, den Sand ausgenommen, fertigen; sie übertreffen die Lehmsteine bciwcitcman Güte und kommen fast den gebrannten Steinen gleich. Von Ecksteinen erbaute Ge-bäude hatten von Erdbeben durchaus nichts zu leiden, und Büchsenkugeln, in einer Entfer-nung von 30 Schritt auf eine Mauer von Erdsteinen abgeschossen, sielen platt gedrücktzurück, ohne die mindeste Zerstörung angerichtet zu haben. Übrigens halten die Erdstcimsehr warm, und der auf sie zur Bekleidung gebrachte Kalk trocknet in sehr kurzer Zeit.

Erdstrich oderErdgürtel, s. Zone.

Erdwärme nennt man theils die Wärme der Erdoberfläche, theils jene Warme,welche der Erdkörper in einer gewissen Tiefe hat. Erstcre ist bis auf eine gewisse Dicke, dienicht an allen Stellen ganz gleich, aber kaum größer als 60 F. ist, von den klimatischen Ein-flüssen, dem Stande der Sonne u. s. w. abhängig. Die Untersuchungen darüber sind alsoverknüpft mit den Untersuchungen über die Temperaturvcrhältnisse der Atmosphäre. Aussehr vielfachen Beobachtungen über den Gang der Tcmperaturverändcrungcn an einem Ort!kann man am Ende zu Mittlern Werthen gelangen, zu einer sogenannten mittler» Jahrcs-temveratur, d. h. einer Temperatur, über und unter welcher die Temperatur des betreffendenOrts das Jahr über gleich lange zu schweben pflegt. Verbindet man die Orte auf der Erde,welche eine gleiche mittlere Jahrestemperatur haben, durch Linien, so erhalten diese den Na-me» der Isothermen; dieselben haben zwar im Allgemeinen die Lage von Parallelkreisen,weichen aber stellenweise bedeutend von derselben ab. Für das Studium der oberflächlichenErdwärme ist ferner die Beobachtung der Breitegrcnzcn, in welche die Vegetation gewisserwildwachsender und cultivirter Pflanzen eingeschlossen ist, sehr wichtig, und diese Lehre gehtmit der Pflanzen- und Thiergeographie Hand in Hand, wie sie überhaupt ein wichtigerZweig der physikalischen Erdbeschreibung ist. Gelangen wir aber in eine Tiefe der Erde,welche von den klimatischen Einflüssen unabhängig ist, so finden wir, wie die Beobachtungenin tiefen Schächten und Bohrlöchern zeigen, eine consiante, mit zunehmender Tiefe in einembestimmten Verhältnisse wachsende Temperatur, woraus man geologische Schlüsse auf dieBeschaffenheit des Erdinncrn gemacht hat. (S. Cen tralfencr.) Es werde» daher Quel-len um so wärmer, je tiefer sie aus der Erde kommen, wie sich besonders an den neuen Bei-spielen sehr tiefer Artesischer Brunnen (s. d.) gezeigt hat. Vgl.Bischof,Die Wärme-lehre im Innern unsers Erdkörpcrs" (Lp;. l837).

Erebus, ein mythisches Wesen, der Sohn desChaos (s. d.), zeugte mit seiner Schwe-ster, der Nacht, den Äther und den Tag. Bei Homer ist das Erebus eine finstere Ge-gend unter der Erde, zwischen der Erdoberfläche und dem noch liefern Hades, der Durch-gangsort von der Oberwelt in die Unterwelt.

Erechtheus und Erichthonius, ursprünglich der Name einer und derselben Per-son, welche jedenfalls erst durch eine spätere Sage zu zwei verschiedenen Personen gemachtwurde, war ein attischer Heros, dessen Mythus mit dem der Athene und mit der ersten Cuttivirung Attikas in der engsten Verbindung steht. Auch Homer kennt nur Einen Ercch-theus, welcher Sohn der Erde war und von der Athene auferzogen wurde. Stach Apollodorist Erichthonius Sohn des Hephästos und der Atthis, oder nach Andern der Athene, welcheihn, um ihn vor den Göttern zu verbergen, in eine Kiste legte und so der Pandrosos, des Ce-krops Tochter, übergab, mit dem Verbote, jene zu öffnen. Die Schwestern der Pandrosos