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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Erden und Erdarte« Grdmannsdorf 81

-NI klein sind und einige hundert Fuß nicht übersteigen, so kann die erwähnte Abweichung immer

Z., nur sehr gering sein (auf 5060 F. kommt etwa eine Linie), und ihre Beobachtung er-

heischt daher die größte Genauigkeit. Bei einer Fallhöhe von 10000 F., welche ungefährdie der Höhe des Ätna gleich wäre, würde die Abweichung nicht weniger als 7 F. betragen,a? Schließlich kann die Analogie unserer Erde mit den andern Planeten angeführt werden, dir

ur uns alle, nur mit Ausnahme der vier kleinsten und des entferntesten, eine Achscndrchung

>S< deutlich wahrnehmen lassen. Der Einwand, daß wir ja von der Bewegung der Erde gar

)ri nichts fühlen, verdient im Grunde gar keine ernstliche Widerlegung; an Stößen und Er-

!». schütterungcn werden wir sie, wenn sie so gleichmäßig und regelmäßig vor sich geht, als wir

nd annehmcn müssen, ebenso wenig oder vielmehr noch weit weniger wahrnehmcn können, als

ei! die Bewegungen eines Fahrzeugs in einem völlig ruhigen Wasser, und das Durchschneiden

M der Luft kann uns darum nicht merklich werden, weil die Atmosphäre an der Umdrehung der

ff, Erde Theil nimmt.

ai< Ist nach dem Vorigen die Achsendrehung der Erde als Ursache der scheinbaren täglichen

er- Umdrehung des Himmels für bewiesen zu halten, so liegt es sehr nahe, auch die jährliche Be-sen wegung der Sonne durch die Sternbilder des Thierkreises für scheinbar zu halten und aus

m- einer in derselben Richtung von Westen nach Osten stattsindendcn Bewegung der Erde um

eii die Sonne zu erklären. Zieht man vollends in Erwägung, daß die Sonne an Masse die viel

ch- kleinere Erde etwa 355000 mal übcrtrifft, und nach den Gesetzen der Mechanik zwei Kör-

ir, per, die sich umeinander bewegen, sich um ihren gemeinschaftlichen Schwerpunkt bewegen

c», müssen, so erscheint die Bewegung der Sonne um die Erde als geradezu unmöglich ; bestimmt

n§ man die Lage des gemeinschaftlichen Schwerpunkts, welcher dem Mittelpunkt der Sonne

af 355000 mal näher als dem der Erde sein und also von dem erster» ungefähr um den 355000.

re- Theil der Entfernung beider Mittelpunkte abstehen muß, so findet man, daß er noch nicht

60 M. von dem erstem, mithin im Innern des Sonnenkörpers liegt, da dieser einen Durch-in Messer von 192000 M. hat. Mit Hülfe einer Figur ist aber leicht zu zeigen, daß die Bewe-in gung der Sonne in der Ekliptik sich aus einer Bewegung der Erde um dieselbe mit größter

Leichtigkeit erklären läßt. Auch die so ungemein verwickelten und scheinbar ganz regellosenchi Planetenbewegungen, wie sie uns erscheinen, lassen sich nur dann befriedigend erklären, wenn

au wir annehmen, daß die Planeten sich gleich der Erde und in derselben Richtung um die

ou Sonne bewegen. Wie in mathematischer, so läßt sich die Erde auch in physikalischer und po-

cil litischer Beziehung betrachten. (S. Geographie.)

>« Erden und Erdarten. Unter Erden im cng«n Sinne oder eigentlichen Er-

!,i- den begreift man in der Chemie folgende Oxyde: Kieselerde, welche den häufigsten Bestand-

m theil des Erdkörpcrs, so weit wir ihn kennen, ausmacht, Thonerde oder Alaunerde, ebenfalls

>hk häufig vorkommend; ferner Thorerde, Zirkoncrde, Attererde und Glycynerde oder Bcryll-

cr- erde, letztere vier nur in wenigen Mineralien verkommend. ZudenalkalischenErden,

ch< welche sich von den vorigen durch ihre alkalische Neaction unterscheiden, gehören die im Was-

>er ser schwer löslichen, Kalk, Baryt, Strontian und Magnesia, auch Bitter- oder Talkerde

M genannt. In der Mineralogie, sowie im gewöhnlichen Leben, werden unter Erden und

el- Erd arten verschiedene Gemenge der reinen Erden unter sich oder auch mit andern Sub-

n- stanzen verstanden, wie denn z. B. die Ackererde ein Gemenge aus Kiesel -, Thon - und Talk-

en erde, Eisen - und Manganoxyd, organischen Resten u. s. w. in veränderlichen Verhältnissen

w- ist. (S. Bodenkunde.) In der Blumistik versteht man unter Erd arten ein Gemenge

n, von zersetzten Vegetabilien und verschiedenen Erden zur Blumencultur, weil Leben, Gesund-ei' heit, Schönheit und Vervollkommnung sehr vieler Zierpflanzen von einer angemessenen Erd

ec, Mischung abhängen. Als solche Erdarten kommen besonders vor Garten -, Haide -, Moora- oder Torf-, Laub-, Damm- und Mistbeeterde,hl Erdferne, s. Apogäum,

u- Erdharz oder Erdpech, s. Asphalt.

rt Erdmannödorf (Friede. Wilh., Freiherr von), ein durch seinen Kunstsinn ausge-

zeichneter Mann, geb. 1736 zu Dresden, studirtc in Wittenberg und begleitete dann den:n Fürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau auf dessen Reisen in England, Frank»tk 4*