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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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26 Epitheton Epoche

PbMi>Ios"besEatutius (s.d.) vorzüglich Erwähnung, ein größeres, aus der epischen undlyrischen Gattung gemischtes Gedicht. Eine Sammlung der griech. und röm. Epithalamicnfindet sich in Wernsdorf's?ootae lat. minnres" (Bd. -t, Th. 2).

Epitheton oder Beiwort. Das Epitheton heißt, wenn cs einen im Umfange desHauptworts wesentlich liegenden oder durch den Zusammenhang bedingten Begriff ausdrückt,ein noth wendiges (epitketon nccessorinm) und fällt alsdann in seiner rein logischenBedeutung gänzlich dem Gebiete des Verstands anheim, z.B. die willkommene Gelegenheit;dagegen ein verschönerndes oder schmückendes (epitketon ornans), wenn es dazu dient,durch Veranschaulichung den Haüprbegriff nach einem oder mehren seiner Merkmale derPhantasie näher zu bringen, z. B. die funkelnden Sterne. Besonders werden hierzu zusam-mengesetzte Wörter genommen, und vorzüglich wirksam sind, wegen des in ihnen enthaltenenNebcnbegriffS von Thätigkcit und Leben, die Participicn. Auch gibt es in der Poesie stehendeBeiwörter, insofern sie dem nämlichen Gegenstände oft beigelegt werden, z. B. das kühleGrab, die flüchtige Zeit. Die meiste veranschaulichende Kraft aber haben im Allgemeinendie einen Tropus, Metonymie oder Metapher in sich schließenden Beiwörter. Daß dieselbenübrigens mit Bedeutung gewählt und nicht zwecklos angcwendct werden muffen, wie diesbei den überflüssigen und müßigen Beiwörtern der Fall ist, ergibt sich von selbst; denn sosehr sie, mit Sorgfalt gebraucht, zur Verschönerung und Verstärkung des Sinnes bcizutra-gen im Stande sind, ebenso sehr können sic auch, zur Unzeit und zu häufig angewandt, Schwä-chung oder gänzliche Störung des Ausdrucks verursachen.

Epitöme (griech.), d. h. Abschncidung oder Abkürzung, nennt man in der Literaturden Auszug eines größern Werks oder überhaupt einen kurzen Inbegriff irgend einer Wis-senschaft. Schon von den Griechen und Römern wurden in späterer Zeit dergleichen Aus-züge aus früher» Werken veranstaltet, und namentlich finden wir bei letzter» unter dem Ti-telkpitome" einen Auszug der röm. Geschichte von Florus (s.d.), aus dem gallischenKriege vonEutropius (s. d.), derNovcllcn vonJulian, ebenso eineIrpitoilio lliallo-! Uo-mori"; auch werden die Jnhaltsanzeigen der verloren gegangenen Bücher des Livius mitdiesem Namen bezeichnet. (S. Chrestomathie uukAuthologie.) Der Verfertigereines solchen Auszug^hxM Epit» n, ato r?^

Epizenxis (griech.) bezeichnet als rhetorische Figur die unmittelbar oder doch wenig-stens bald hintereinander folgende Wiederholung desselben Worts, uni den Nachdruck da-durch zu heben, z. B.Reize, reize ihn nicht", und bei Klopstock:Auscrstehen, ja aufcr-stehen wirst du, mein Geist".

Epizöen sind IM Gegensätze zu den En tozoen (s. d.) oder Eingeweidewürmern solcheThiere, die auf andern Thstren sich aufhalten und auf Kosten derselben sich ernähren, unterveränderten Bedingungen aber nicht leben könnten. Flöhe gehören sonach nicht unter dieeigentlichen Epizocn, wol aber die vielen Arten Laust, die an Säugthieren und Vögeln vor-'kommen, die Milben, die meist mikroskopisch, aber sehr artenreich sind, auch am Menschen inden Krätzpusteln, den sogenannten Mitessern u. s. w. gefunden werden; ferner gewisse In-sekten, die nur im Larvcnzustande Epizoen sind, wie die Bremsen, und endlich ein ganzesHeer der den Krebsen entfernt verwandten kleinen Geschöpfe, die auf Wafferthieren leben.

Epizvotie oder Viehseuche, nennt man eine Krankheit, welche eine Zeit lang hef-tiger als gewöhnlich unter den Hausthiercn herrscht. Sie hat dieselben Ursachen wie die Epi-demie (s. d.) unter den Menschen, die den Epidemien oft so günstige Gemüthsstimmungausgenommen. Es unterliegt jedoch das Thier seiner untergeordneten Organisation wegenmiasmatischen und contagiöscn Einflüssen leichter als der Mensch. Vgl.Mandt,PraktischeDarstellung der wichtigsten ansteckrill n Epidemie» und Epizootien" (Bcrl. 1828).

Epoche (griech.), d. i. das Anh» ten oder die Hemmung, nennt man im Allgemeineneinen wichtigen Zeitpunkt, von welchem ,:?an z. B. in der Geschichte eine neue Periode oderauch eine neue Zeitrechnung beginnt. In der Astronomie versteht man unter Epoche de«Planeten die mittlere heliocentrische Länge der Planeten in ihren Bahnen zu irgend einergegebenen Zeit, z. B- für den Anfang des Jahrhunderts, oder in Bezug auf ein bestimmtesJahr die mittlere Länge im Mittlern Mittag des 1. J-n., wenn das Jahr ein Schaltjahr ist,und im Mittlern Mittag des HI. Dec. des vorhergehend u Jahrs, wenn das Jahr ein ge-