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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Epiphoncma Epische Poesie 23

überhandnehmenden Bildergebrauch; erzürnt riß er, wie Hieronymus erzählt, im Vorhofeeiner palästin. Kirche ein Bild ab, da Bilder dem göttlichen Gesetze zuwider seien. Unter sei-nen Schriften, die Petavius (2 Bde., Par. 1622) gesammelt hat, ist die wichtigste seinPanarion" oder Verzeichniß aller (86) Ketzereien, welches freilich seinen nnhistorischenSinn stark bekundet und an,Verworrenheit der Darstellung leidet. Außerdem erwähnenwir von ihm eine SchriftÜber die Maße und Gewichte" und den8ermo <>«-, Kcke".Ein anderer Epiphanius, mit dem Beinamen Scholasticus, lebte im 6. Jahrh. unircompilirte in Verbindung mit Cassiodorus (s. d.) aus Sokrates, Sozomenus und Theo-doret dieölistoiiu tripsrtitu", das kirchcpigcschichtllche Handbuch des Mittelalters.

Eplphonema (griech.) nennt man theils die einer Schilderung oder Darstellung an-gchängte Sentenz oder Nutzanwendung, theils eine sententiöse, von den Alten häufig ange-wcndcte Art zu argumentiren, indem man die Gründe zu den einzelnen Behauptungen hin-zufügt, theils endlich auch den Schlußsatz in einer Rede, besonders insofern er sich aus demVorhergehenden natürlich ergibt und einen Nachdruck in sich enthält.

Epiphöra oder Epistrophc, s. Anaphora.

Epipole, die Tochter des Trachion, zog in männlicher Kleidung gegen Troja mit,wurde aber von Palamcdes erkannt und dann von den Griechen gesteinigt.

Epirus, eine sehr gebirgige, an der Küste aber fruchtbare, von Jllyrien, Makedonien,Thessalien, Atollen, Akarnanicn und dem Jonischen Meere cingeschlossenc Landschaft desalten Hellas, mit den Flüssen Acheron und Kocytus, bildete den südlichsten Thcil des neuernAlbaniens (s. d.) oder des Pafchalik Janina. Die Hauptstadt derselben war D odon a(s. d.). Früh durch eingewanderte Colonien bevölkert, behauptete E. lange Zeit seine Selb-ständigkeit. Unter seinen Herrschern zeichnete sich besonders Pvrrhus (s. d.) aus, der selbstdie Römer eine Zeit lang siegreich bekämpfte. Nachdem jedoch die Epirotcn > 62 v. Chr. einerepublikanische Verfassung angenommen, entstanden Parteiungen unter ihnen, sodaß nundie Macedonier mit Erfolg gegen sie auftrcten konnten. Erst nach der Besiegung Philipp's I I.von Makedonien durch die Römer im I. I 61 v. Chr. wurden auch die Epiroten von derenBedrückungen wieder befreit. Die llnterstutzuncscheff'Astkiochus und Perseus von Makedo-nien im Kampfe gegen die Römer brachte ihnen den Untergang; Paulus Ämilius besiegtesie 168 v. Ehr., ließ ihre Städte plündern, 76 derselben zerstören und 176666 E. als Skla-ven wegführen. Seit dieser Zeit war E. röm. Provinz und theiltc die Schicksale des röm.Reichs, bis es von den Türken unter Amurat II. 1-162 erobert wurde. Zwar warf GeorgCastriota, genannt Skanderbcg (s. d.), der letzte Sprössling vom königlichen Stamme inE., 1-1^7 das türk. Joch ab; allein bald nach seinem Tode ward E. unter Mohammed ll.I486 wieder erobert und zur türk. Provinz.

Episcenmm hieß bei den Griechen ein Theil des Theatcrgebäudcs, wahrscheinlich diedrei sich übereinander erhebenden Geschosse oder Stockwerke mit den Sitzreihen.

Epische Poesie heißt die erzählende Dichtungsart, welche das poetische Ercigniß alsetwas Vergangenes der Einbildungskraft ruhig darstcllt. Unter den verschiedenen Unterartenbehauptet die, welche man gegenwärtig vorzugsweise das Heldengedicht und das Epos (s. d.)nennt, die erste Stelle. Von geringcrm Umfange und beschränkterer Bedeutung ist dasjenigeepische Gedicht, dessen Inhalt sich mehr auf das Leben einzelner Menschen bezieht, wodurchauch der Ton des Ganzen beschränkter und lyrischer wird. Hicrhcrgehörendiemeistcnroman-tischen Epopöen, und selbst Homer'sOdyssee" im Verhältnis zurJliade"; auch die mei-sten neuern Epopöen, welche einen religiösen oder mythischen und historischen Stoff behan-delt haben, besonders die letzter«, welche sich mehr an die Geschichte anschlicßen, und die soge-nannten idyllischen Epopöen. Ferner werden zu der epischen Poesie gerechnet der Roman(s. d.), aus den romantischen Epopöen entsprungen, und die poetischen Erzählungen, No-vellen (s. d.) und Balladen (s. d.), welche Begebenheiten schildern, und durch ihren Ton,wie dies namentlich bei der Ballade der Fall ist, mehr oder weniger in die lyrische Poesie(s. Lyrik) übergehen. Viele Verwirrungen der ästhetischen Theorien beruhen darauf, daßman die Gattmrg, nämlich episches Gedicht und epische Poesie, und ihre Eigenthümlichkeitenmit der Art besonders dem Epos im höchsten Sinne, und hier wieder die verschiedenen Artendesselben, z. B. das antike und romantische, verwechselt hat.