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5 (1845) Entführung bis Gebläse
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Ephelien Epheleu 13

gegen das Parlament von Bordeaux, weshalb er sein Amt auch beim Sturze des Ministerslücdcrlegen mußte. Er starb >660 und mit einer Nichte erlosch das Haus Epernon.

Ephkben hießen bei den Griechen vorzugsweise die Jünglinge vom 16. 18. Le-bensjahre, welche während dieser Zeit außer den gymnastischen Übungen besonders die Schu-len der Grammatiker, Rhetoren und Philosophen besuchten und gewöhnlich, wie dies inAttika und Böotien der Fall war, unter der spcciellen Aufsicht eines Gymnasiarchen stan-den. Unter Ephebie verstanden die Athener den Eintritt in die bürgerliche Mannbarkeitoder Mündigkeit, der nach Ablauf des 18. Lebensjahrs stattfand und unter besonder» Feier-lichkeiten öffentlich vorgenommen wurde.

Ephemeren oder Eintagsfliegen sind Insekten aus der Ordnung der Netzflüg-ler von geringer Größe, zartem Baue und mit vier durchsichtigen Flügeln versehen. IhreLarve lebt im Wasser und braucht einige Jahre zur Verwandlung. Dic ausgcbildcten Thiereerscheinen stets in großen Mengen zugleich, keine aber in solchen, einem Schneefalle gleichen-den Zahlen alsdie gemeine Eintagsfliege (k. ulb!pei»«8), die in Deutschland gegenAnfang des Monats August an Flüssen vorkommt, und ehedem manchen abergläubischenSchrecken veranlaßte. Das vollkommene Thier scheint nur wenige Stunden zu leben, nimmtkeine Nahrung zu sich, sondern begattet sich nur und fällt dann todt zur Erde.

Ephemeriden nennt man eigentlich Schriften, in welchen Tagcsvorfälle nach derOrdnung der Tage ausgezeichnet werden; dann Zeitungen und andere periodische Blätter,und endlich Schriften, worin die tägliche Witterung ausgezeichnet ist. Insbesondere verstehtman unter Ephemeriden astronomische Tafeln, worin die täglichen Stellungendcr Sonne,des Monds, der Planeten und die übrigen Erscheinungen am Himmel verzeichnet sind. Dieseletztem wurden namentlich seit Keplcr's Zeiten allgemein. Die ersten gab Purbach für dieI. 145061 heraus; weit genauer sind die von Rcgiomontan für 1474, dessen Ephcmc-riden mit dem allgemeinsten Beifalle ausgenommen wurden; und die spätem von Stöfler,Leovitius, Origanus, Kepler, Manfredi, Zanotti u. A. Gegenwärtig sind die vorzüglichstendie pariserOonnaissauce cke81emj>8", der londonerk^antical »Imanuc", dieblllomerick!lli Nilano", die früher unter Bodc's, jetzt unter Enckc's Redaction zu Berlin erscheinendenAstronomischen Jahrbücher oder Ephemeriden" und Schuhmacher'sJahrbuch".

Ephösus, eine von den zwölf ionischen Städten in Kleinasien, der Mittelpunkt allesHandels von Vordcrasien, wozu der geräumige Hafen Vieles beitrug, in dem mythischenZeitalter auch Ortygia und Ptelea genannt, wurde nach Strabo von Androklus, demSohne des Kodrus, nach Justin von den Amazonen erbaut. Durch Lysimachus befestigt,galt sie namentlich zur Zeit der Römer für die bedeutendste Metropolis in der ProvinzKlcinasien. Nachmals öfter erobert und dabei theilwcise zerstört, wurde sic vollends verheertdurch Tamcrlan. An ihrer Stelle steht jetzt das ärmliche Dorf Asaluk oder Aja-Soluk. Be-sonders berühmt war sie im Altcrthume durch den zwischen der Stadt und dem Hafen gele-genen und zu den Wunderwerken der Welt gezählten Dianentempcl, das Artcmision, alsdessen erster Baumeister Chcrsiphron oder Ktesiphon von Kreta genannt wird. Er war vonionijcher Bauart, 425 F. lang, 200 F. breit und mit 127 Säulen, jede 60 F. hoch, geziert;an ihm sollen die gesummten Völker Klcinasicns 220 Jahre gearbeitet haben. Noch merk-würdiger als der Tempel selbst waren die darin ausgestellten zahllosen Bildsäulen und Ge-mälde der berühmtesten Meister Griechenlands. Als er durch Herostratus im 1.656 v. Ehr.in der Nacht der Geburt Alexander des Großen niedcrgebrannt worden war, ward er vonden Ephesicrn noch prächtiger als früher wieder aufgebaut, wozu selbst die Frauen durchAushändigung ihres Geschmeides beisteuerten. Von neuem wurde er seiner Schätze durchNero beraubt und dann durch die Gothen 262 n. Ehr. ausgeplündert und niedcrgebrannt.Besondere Forschungen über denselben haben Hirt, Choiseul, Prokcsch und Fellows angc-stcllt. In der Kirchengcschichtc ist E. berühmt durch den Aufenthalt des Apostels Paulusund durch die 4SI und 449 daselbst gehaltenen ökumenischen Kirchenvcrsammlungcn, derenletztercwcgen der Tätlichkeiten, die dabei stattfandcn, die Näubcrsynode genannt wird.

Epheten hießen in Athen die bereits von Drakon eingesetzten 51 Criminalrichtcr,welche in den vier Gerichtshöfen, dem Palladium, Delphinium, Prytancum und Phreatto,zu Gericht saßen und über die verschiedenen Fälle des Mords und Todschlags zu entscheiden