12 Epenthesis Epernon
Atriden, und als solcher war er auch im Apollo-Tempel zu Carthea auf derZnsel Ceos gemalt.— Epcios hieß auch der Sohn des Endymion, der seine Brüder, Päon und Ätolus, imWagcnrcnnen besiegte und daher auf seines Vaters Anordnung in der Regierung folgte.
Epenthksis ist eine grammatische Figur, die in der Einschiebung eines Buchstabenoder einer Sylbe besteht, z. B. im Lat. Xleumene statt XIcmene, Nsvors statt blars, undim Deutschen „gcwöhniglich" statt „gewöhnlich", „Kindelein" statt „Kindlein".
Eperies, eine königliche Freistadt in Oberungarn, im saroser Comitat, dcrVcrsammlungsort des Adels der Gespanschaft, liegt in einer höchst anmuthigcn Gegend und ist nächstKaschau die schönste Stadt Oberungarns. Sic zählt gegen 7700 deutsche und slowakischeBewohner, darunter über 630V röm. und gricch. Katholiken, gegen 1300 Reformirte undetwa 80 Juden, und hat vier katholische Kirchen, ein protestantisches Bethaus, eine Syna-goge, ein katholisches Gymnasium, ein evangelisches Districtualcollegium, eine Nvrmalhaupt-schule und ein Franciscanerkloster. Die schönsten öffentlichen Gebäude sind die St.-Nikolas-kirche, das Comitatshaus und das Capitelshaus. Die Einwohner verfertigen Leinwand undTücher und treiben Handel sowol mit diesen Productcn wie mit Wein, Vieh und Getreide.E. soll seinen Ursprung einer von König Geysa II. um die Mitte des 12. Jahrh. hierher ge-führten deutschen Kolonie verdanken und war schon hundert Jahre später ein blühender Ort.Im I. 1374 wurde es zur königlichen Freistadt erhoben, später befestigt und mit einer MengeFreiheiten begabt; doch hatte sie auch im Laufe der Zeit durch Krieg, Pest und andere Un-glücksfälle, und namentlich hatten die Protestanten wiederholte Verfolgungen zu erleiden.
Eperncly (lat. Spsrnscum), eine Stadt in der Champagne, im Departement derMarne, am linken Ufer dieses Flusses, mit etwa 5000 E., ist berühmt als der Haupthan-delsplatz der rothen, weißen, moussirenden und nicht moussirenden Champagnerweine. Merk-würdig sind insbesondere die in den weichen Kreidcbodcn getriebenen Keller, welche hinsicht-lich ihres Umfangs und ihrer Verschlingungen den Labyrinthen der Alten sich vergleichenlassen. Auch liefert die Stadt schöne Töpferwaarcn, die unter dem Namen 'I'«rre «le ^lmm-p-ixno in den Handel kommen. An der Stelle E.s stand bereits im 6. Jahrh. ein Schloß,das dann an die Kirche zu Rheims kam. Der öftere Aufenthalt der Bischöfe von NheimSdaselbst veranlaßt« die Erbauung der Stadt, die im S. Jahrh. zum Schuhe gegen die Nor-manner mit einer Citadclle versehen wurde. Nachher bemächtigten sich der Stadt die Gra-fen von Champagne; um die Mitte des 16. Jahrh. kam sie an das Herzogthum Chatcau-Thicrry und wurde eine Castellanei.
Epernon, eine kleine Stadt im franz. Departement Eure und Loir, war früher eineHerrschaft des Hauses Bourbon-Vendöme und wurde von Heinrich von Navarra an JeanLouis Nogaret de la Valette, einen Edelmann aus der Gegend von Toulouse, verkauft, der,nachdem er sich viel Ruhm in den Kriegen gegen die Hugenotten erworben, 157 5 starb. —Seine Söhne wurden von ihrem Oheim, dem Marschall von Bellcgarde, bei Hofe eingcführtund unter die sogenannten mignons Heinrich's III. ausgenommen. Der ältere, Bernard,mußte jedoch dem jüngern in der Gunst weichen, worauf er das Amt eines Gouverneurs derDauphine und 1583 die Verwaltung der Provence erhielt. Als Anführer des königlichenHeers siel er 1592 vor Binon, indem er die Liguisten und den Herzog von Savoyen zu schla-gen im Begriff stand.— Sein Bruder, Jean Louis von Nogaret de Caumont,bekannt durch lasterhaften Umgang mit Heinrich III., wurde von demselben 1581 zum Her-zoge von Epernon, Kammcrherrn, Admiral von Frankreich und Generaloberst derInfanterie erhoben. Maria von Medici, deren Absichten auf die Regentschaft er unter-stützte, gab ihm das Gouvernement von Guienne. Wegen seiner Händel mit dem dortigenParlament, seiner Zwietracht mit dem Erzbischof, Cardinal von Sourdis, den er mit demStocke mishandelte, seiner zahllosen Verbrechen und Unthatcn, rief ihn 1638 Ludwig XIll.von seinem Posten ab. Er soll am Morde Heinrich's IV. Theil genommen haben. Tapferund von großer Energie des Charakters, besonders ein tüchtiger Krieger, verdunkelte er dieseEigenschaften durch Grausamkeit, Geiz und Verschwendung. Er starb am >3. Jan. 1643.— Sein Sohn, Bernard deFoix und delaValctte, folgte seinem Vater nicht nurin der Hcrzogswürdc sondern auch im Gouvernement von Guienne, wo er sich gleich abscheu-lich benahm. Besonders ist er bekannt durch seine Unterstützung des Cardinals Mazarin