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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Epaphos Epeios II

zöge, riß er es auf die erhaltene Sicgesnachricht selbst heraus mit den Worten:Ich habegenug gelebt." Seine Sittenreinheit, Rechtlichkeit und Milde wird von den Alten ebensosehr gepriesen wie sein Feldherrntalent, und namentlich rühmen sie von ihm, daß er sich nickteinmal im Scherze eine Unwahrheit erlaubt habe. Vgl. Bauch,E. und Thebens Kampfumdie Hegemonie" (Bresl. 1834).

Epäphos war der Sohn des Zeus von der I o (s. d.), den diese in Ägypten gebar,nachdem sie wieder menschliche Gestalt erhalten hatte. Gleich nach der Geburt raubten ihnauf Antrieb der Here (Juno) die Kureten, aber Jo fand ihn, nachdem letztere von dem Zeusmit dem Blitze getödtet worden waren, an der Grenze Äthiopiens bei der Königin von By-blos wieder und führte ihn nach Ägypten zurück. Hier wurde er König, vermählte sich mitdes Nilos Tochter, Memphis, und baute die gleichnamige Stadt. Mit der Memphis zeugteer die Libya, von der Libyen den Namen bekam, und die Lysianassa, die Mutter des Busiris.

Epee (Charl. Michel, Abbe de l'), einer der Begründer des Taubstummenunter-richts (s. d.), wurde am 25. Nov. 1712 zu Versailles geboren, wo sein Vater als könig-licher Architekt angcsiellt war, und widmete sich dem geistlichen Stande. Da er aber nachVollendung seiner Studien, l 7 Jahre alt, bei Erlangung der Priesterweihe das bei Gelegen-heit der jansenistischen Rcligionsstreitigkeiten cingcführte Formular zu unterzeichnen sichweigerte, wurde er von der Bewerbung um ein geistliches Amt ausgeschlossen, studirte nundie Rechtswissenschaft und wurde Parlamentsadvocat. Dieser Beruf sagte ihm aber nichtzu, und durch Bossuet's Einfluß wurde er Prediger und Kanonicus zu Troyes, wegen seinerjansenistischen Grundsätze aber durch den Erzbischof von Paris von dieser Stelle wieder ent-setzt und ihm sogar der Religionsunterricht untersagt. Er lebte nun von seinem nicht bedeu-tenden Vermögen in der Zurückgezogenheit in Paris. Im I. 1755 erhielt er zuerst Veran-lassung, sich mit dem Unterrichte zweier taubstumm geborenen Schwestern zu beschäftigen,und erfand, ohne, wie er versichert, von Pereira's auch in Frankreich bekannten Bemühun-gen um den Unterricht der Taubstummen etwas zu wissen, eine Zeichensprache, um Taub-stumme der menschlichen Gesellschaft zuzuführcn. Da er seine ersten Versuche mit glücklichemErfolge gekrönt sah, entschloß er sich, sein ganzes Leben diesem Geschäfte zu widmen. Äufseine Kosten gründete er eine Anstalt für Taubstumme, deren Ausbildung er sich mit rast-losem Eifer unterzog. Sein ganzes Einkommen und Älles, was ihm menschenfreundlicheGönner, z. B. der Herzog von Pcnthievre, zukommen ließen, verwendete er auf Erziehungund Pflege seiner Zöglinge, für deren Bedürfnisse er mit solcher Aufopferung sorgte, daß esihm selbst oft am Allernothwendigstcn fehlte. Sein Mitleiden mit einem taubstummen Jüng-linge, den er 1773 auf der Straße von Peronne mit Lumpen bedeckt fand, brachte ihn inviele Verdrießlichkeiten. E. glaubte nämlich in diesem Verlassenen den ausgestoßcnen Erbender reichen gräflichen Familie Solar zu entdecken und foderte dessen Rechte zurück. In Folgeeines Processes wurde derselbe allerdings >781 als GrafSolar anerkannt und inscincNechtceingesetzt; nach dem Tode E.'s jedoch und des Herzogs von Pcnthievre ward 1792 das Ur-theil umgestoßcn, wodurch der junge Mann, seiner Ansprüche verlustig erklärt, ins tiefsteElend gcrieth. Bouilly benutzte diesen Stoff zu einem Schauspiele unter dem TitelIVrckl-e<Ie I'Lpse" (unter dein TitelDer Taubstumme" deutsch von Kotzebue bearbeitet). Ungeach-tet der vielfältigen Bemühungen E.'s bewilligte ihm erst Ludwig XVI. im I. 1785 eineSumme zur Unterhaltung einer gewissen Anzahl Taubstummer, sein Lieblingswunsch aber,die Gründung einer Taubstummenanstalt auföffentliche Kosten, wurde erst nach seinem Tode,der am 23. Dec. 1789 erfolgte, unter dem Abbe Sicard (s. d.) in Ausführung gebracht.Er schrieb eineInstitution «los sourels et muets" (2 Vde., Par. 1774,12.), die später vonihm verbessert unter dem Titel ,,1>» veritsble nianiere cl'iustruire ies sourels et muets" (Par.1784,12.) erschien.

Eperos oder Epeus, der Sohn des Panopeus, war nach Diktys mit 39 Schiffenvon den Cykladischen Inseln nach Troja gezogen. Er erbaute unter Athene's Beistand dashölzerne Roß, in dessen Bauch er nach Virgil selbst mit stieg. Zu Metapont im Tempel derAthene zeigte man noch spät die Instrumente, welche er dazu gebraucht hatte. Bei Homererscheint er als gewaltiger Faustkämpfcr und tragt bei den Leichenspiclen des Patroklus denPreis davon. Nach Stcsichorus hingegen war er ein bloßer Diener und Waffenträger der