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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Eon de Bcaumonr Epakten 0

stcrer Einsamkeit gefangen gehalten. Er starb am 15. Marz 1272. Mit königlicher Prachtbestatteten die Bologneser seine Leiche in der Kirche des heil. Dominicus, wo eine gekrönteBildsäule von Marmor und eine Inschrift seine Grabstätte bezeichnen. E.'s Geschichte legteRaupach seinem TrauerspieleKönig Enzio" zum Grunde. Mit Lucia Vindageli stand E.in einem romantischen Liebesverhältniß, und dieser Verbindung soll die Familie der Bcnti-boglio ihren Ursprung verdanken. Vgl. Münch,König E." (Ludwigsburg 1827).

Eon de Beaumont (Charl. Eenevievc Louis Auguste Andre Timothce d'), be-kanntunter dem Namen Chevalier d'Eon, wie durch die Zweifel, die man in sein Ge-schlecht setzte, war;uTonnerreinBourgogneam5.Oct. 1728geborcn. Er studirte die Rechte,wurde Advocat und machte sich durch einige politische Schriften dem Prinzen von Conti be-kannt, auf dessen Empfehlung er von Ludwig XV. eine schwierige Sendung an den russ.Hoferhielt. Hier gewann er durch sein einschmeichelndes Betragen die Gunst der Kaiserin Eli-sabeth, leitete fünf Jahre den geheimen Briefwechsel derselben mit Ludwig XV., brachte csauch zu einem Bündnisse mit Rußland und Frankreich und wurde dafür von dem Königezum Gesandtschaftssecretair in Petersburg ernannt. Er wirkte mit zum Sturz des russ.Kanzlers Bestuzcw und zur Erhebung des Grafen Woronzow an dessen Stelle. Nach derRückkehr nach Frankreich im I. 1758 betrat er kurze Zeit nicht ohne Auszeichnung die krie-gerische Laufbahn und folgte dann dem Herzoge von Nivernois als Gesandtschaftssecretairnach London. Hier spielte er als geheimer Agent dieselbe Rolle wie in Petersburg und führteeinen geheimen Briefwechsel mit Ludwig XV. Als der Herzog nach Frankreich zurückging,blieb er als Resident in London und wurde später zum bevollmächtigten Minister ernannt.Wahrscheinlich auf des Herzogs Veranlassung, den er sehr beleidigt, wurde er durch eineHofcabale gestürzt, von dem Könige mit scheinbarer Ungnade entlassen, aber fortwährend vondemselben zu der geheimen Correspondenz gebraucht. Nach Ludwig's XV. Tode nahm mandarauf Bedacht, ihn zurückzurufen, weil man fürchtete, er könne die in seinen Händen befind-liche» Geheimnisse an das engl. Cabinet verrathen, das ihm glänzende Anerbietungen machte.Auf Befehl Ludwig's XV. hatte er durch Anlegung weiblicher Kleider sein Geschlecht zweifel-haft machen müssen; den Scandal, den dieser Umstand fortwährend in London erregte, nahmman zum Vorwände, um seine Zurückberufung zu beschönigen. Einer Einladung des Mi-nisters Vergcnnes zufolge, mußte er 1777 zu Versailles erscheinen, wo er sehr günstig aus-genommen wurde, aber von Ludwig XVI. von neuem den Befehl erhielt, sich auch künftigweiblicher Kleider zu bedienen. Die Ungelegenheitcn, die ihm die Erfüllung dieser Weisungzuwege brachte, bewogen ihn auf eine Einladung des Barons von Brcteuil 1783 wiedernach London zu gehen. Nach dem Ausbruche der franz. Revolution eilte er in sein Vater-land zurück und bot demselben seine Dienste an; allein damit abgcwicsen, mußte er wiedernach London wandern und wurde dann als Abwesender auf die Emigrantenliste gesetzt. Seitdieser Zeit war er von Unfällen verfolgt und versank, nachdem er seine Bibliothek und Kost-barkeiten verkauft, in eine so dürftige Lage, daß er sein Brot mit Fcchtstunden zu erwerbensuchte. Durch Alter und Krankheit vollends nicdergebeugt, empfing er Unterstützung vonseinen Freunden. Er starb am 21. Mai 1810. Eine gerichtliche Untersuchung setzte seinmännliches Geschlecht außer Zweifel, wiewol die Gründe nicht bekannt worden sind, warumer sich weiblich kleiden mußte. Seine Werke erschienen unter dem TitelI.nisirs <Iu ckevu-lier U'L." (13 Bdc., Amst. 1775). DieLlämoirss", die unter seinem Namen erschienen,sind gewiß nicht echt.

Eos, bei den Griechen die Göttin der Morgcnröthe, hieß bei den Römern Aurora (s. d.).

Epakten heißen in der Chronologie diejenigen Zahlen, welche für jedes Jahr das Al-ter des Monds am Neujahrstage angcben, d. h. angeben, um wie viel Tage der letzte Neu-mond des vorigen Jahrs dem Anfänge des Jahrs vorausgcht. Man hat aber astrono-mische und kirchliche Epakten zu unterscheiden. Die erstcrn geben genau an, wievielTage im Anfänge eines bestimmten Jahrs seit dem letzten Neumonde wirklich vergangenfind. Wenn z. B. der letzte Neumond eines Jahrs am 26. Dec. um Mitternacht statt hatte,so sind am I. Jan. des folgenden Jahrs fünf volle Tage seit jenem Neumonde verflossen oderdie Epakte des folgenden Jahrs ist 5. Zieht man diese Exakte 5 vondcrsynodischenUmlaufs-zcit dcs Monds, d. h. von 20,53 Tagen ab, so erhält man 21,53, oder der erste Neumond