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5 (1845) Entführung bis Gebläse
Entstehung
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Entwöhnen Entzündung 7

ist das «ist Alter, wo alle Theile des Körpers in inniger Harmonie stehen; jedoch nur seltendauert diese Harmonie so lange als dieses Alter, gewöhnlich kommt in der zweiten Hälftedesselben eine Neigung zu Beschwerden der Unterleibsorgane zum Vorschein, namentlich istsehr häufig das Erlöschen der Zeugungsfähigkeit beim weiblichen Geschlecht zwischen dem4V. und 5V. Lebensjahre von bedeutenden Störungen begleitet. Das Ereisenalter endlichbegünstigt vorzüglich die Krankheiten, die von Stockungen in den Functionen der verschie-denen Organe hcrrühren, z. B. Wassersucht, Gicht u. s. w., sowie auch nun bei weniger leb-haftem Widerstande der Lebenskraft die Folgen früherer Krankheiten stärker hervortreten.Vgl. Jörg,Der Mensch auf seinen körperlichen, gemüthlichen und geistigen Entwickelungs-stufen" (Lpz. 1829) und Henke,Über die Entwickelungen und Entwickelungskrankheitendes menschlichen Organismus" (Nürnb. 1814).

Entwöhnen, s. Säugen.

Entzündung (inllammstio, zchlegmssi» oder pi>Iogo5is) heißt der krankhafte Zu-stand eines Theils oder Organs, durch welchen die Bildungsthätigkeit in diesem erhöht wird,und der sich durch Schmerz, Geschwulst, vermehrte Nöthe und Wärme in demselben kund-gibt. Zu diesen Erscheinungen gesellen sich oft noch Störung der Function des ergriffenenOrgans, Fieber, eine allgemeine Zurückhaltung der Absonderungen oder der Stricturzustandund die gewöhnlichen Krankheitssymptome. Eine eigenthümliche Erscheinung, die bei denmeisten Entzündungen vorkommt, ist die Speckhaut (crusta mllsmmstoris), eine auf derOberfläche des aus der Ader gelassenen Bluts sich mehr oder weniger schnell bildende, feste,zähe Haut von grüner, grauer oder gelblicher Farbe. Jedes Lebensalter, jedes Geschlecht,jedes Temperament und jedes Klima ist den Entzündungen ausgesetzt; besonders begünstigtwerden sie aber von dem Kindes-, Jugend-und Mannesalter, dem sanguinischen und cho-lerischen Temperament, der heißen und kalten Zone. Ebenso ist jedes Organ der Entzün-dung zugänglich, ausgenommen die hornartige, dünne Oberhaut, die Haare und die Nägel,welche sämmtlich weder Blutgefäße noch Nerven haben, besonders aber die Organe, welcheder Einwirkung schädlicher Einflüsse am meisten bloßgestellt sind, z. B. Augen und Lungen.Als Gelegcnhcitsursachen wirken mechanische und chemische Verletzungen der Organe, fremdeKörper in oder an denselben, allzu heftige Anstrengung derselben, schneller Wechsel der Tem-peratur, unterdrückte Ausleerungen von Blut und andern Säften (Fußschweißen), heftigeGemüthsbcwcgungen u. s. w. Die Tendenz der Entzündung ist immer die Aussonderungeines KrankhcitSproducts, welches in den meisten Fällen plastische Lymphe ist. Sowie diesesBestreben bei Entzündung, die durch Verwundungen hcrbeigeführt wurde, die getrenntenTheile wieder vereinigt (inllsmmstia sckbaesiva), so ist cs auch bei Entzündungen innererOrgane die Ursache von Verwachsungen, Verschließungen von Kanälen, Verhärtungenu. s. w.; demnach ist cs dort heilsam, hier schädlich. Bei höher» Graden der Entzündungund in sehr gefäßreichen Organen tritt leicht Eiterung und bei völliger Besiegung der Lebens-kraft des befallenen Organs Bra n d (s. d.) ein. Der günstigste Ausgang ist die Zcrthcilung(i-esolutio), wobei sich unter allmäligem Nachlassen aller Symptome nach und nach dervorige Zustand des Organismus wiederherstellt. Die wichtigsten Unterscheidungen der Ent-zündungen sind folgende. Acute Entzündungen nennt man die schnell und mit deutlichemFieber verlaufenden und daher in Zeit von einigen Wochen beendeten, chronischc dagegensolche, die sich länger hinausziehen, ohne daß der ganze Organismus bedeutenden Antheildaran nimmt, die jedoch durch ihre Dauer oft genug verderblich werden; active oder sthe-nische sind solche, bei denen der Eesammtorganismus seine Theilnahme durch eine allge-meine Aufregung kundgibt, passive oder asthenische gesellen sich zu nervösen oder fauli-gen Fiebern oder gehen in solche über, machcnweniger Aufregung, gehen aber leicht in Braud»der Verschwärung über. Nach andern Gesichtspunkten, den Theilen, die eine Entzündungbefällt, den Ursachen, durch die sie herbeigeführt werden, den Krankheiten, mit denen sie ge-meinschaftlich austrcten u. s. w. sind auch andere Classificationen ausgestellt worden. Beider Behandlung ist fast immer zuerst darauf hinzuarbeiten, den Reiz, der die Entzündungveranlaßte, zu entfernen oder wenigstens so viel möglich abzustumpscn, ein Ziel, zu welchemdie verschiedenste» Mittel führen. Ein Hauptmittcl ist die Blutentziehung, sowol die allge-meine durch den Aderlaß als die örtliche durch Blutegel, Schröpfen u. sw-, und oft sind diese