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1 (1845) A bis Balbuena
Entstehung
Seite
753
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Balancirstange Balbi 753

fachen Schicksalen anderthalbhundert Jahre erhielt. Euthydemus, der auf Theodotus H.folgte, um 220190, ward von Antiochus dem Großen bei dessen Auge gegen Indien be-siegt, aber zur Hut gegen die nördlichen Nomaden, die über Sogdiana sich ausgebreitet hat»ten, im Befiß des Königthums gelassen. Sein Sohn Demetrius und dessen NachfolgerEukratides, gest. 147, dehnten das Reich gegen Süden über den Paropamisüs aus, undhier am Kabulfluß und Indus erhielt sich, obwol von Westen her durch dieParther bedrängt,die griech. Herrschaft, nachdem sie im eigentlichen B. von scythischen Stämmen, namentlichden Sakern, bei deren Zusammentreffen mit den Parthern im I. 127 v. Chr. zerstört wor-den war. Vornehmlich Menander scheint sie daselbst, nach 126, wieder befestigt und aus-gebreitet zu haben; nach seinem Tode erlag sie, wol unter dem König Hermäus um daSI. 90, jenen Sakern, die nun längs des Indus bis zu seiner Mündung ein indo-scythischesReich gründeten. Für die Geschichte des neubaktrischen Reichs waren lange Zeit spärlicheNotizen bei den alten Schriftstellern die fast alleinige, höchst ungenügende Quelle; erst inden beiden letzten Jahrzehnden ist eine zusammenhängendere und genauere Kenntniß dersel-ben möglich gemacht worden durch eine große Anzahl griech.-baktrischer Münzen, die zu-gleich mit indo-scytHischen^ Saffaniden-, indischen und indo-mohammedanischen Münzenin Afghanistan' in sogenannten Lopes, d.ch. GrabbtzgA^ gufgessmden worden sind.Sie liefern eine Reihe Königsnamen und geben durch ihre Zeichen und Inschriften auchmannichfache andere Ausschlüsse über die politische und die Culturgeschichte jenes griech.Reichs. Auf denen des Eukratides erscheint zuerst neben der griech. eine fremde Sprache,die sich als ein Dialekt des Sanskrit erweist, deren Schrift aber Alphabeten phönizischen Ur-sprungs angehört; aber das Griechische erhält sich noch lange auch auf den Münzen dcr scy-thische» Herrscher, durch welche demnach die griech. Cultur nicht sofort untergegangcn zu seinscheint. Über diese Münzen, die auch franz. und deutsche Gelehrte, wie Raoul Rochette,Lassen, Grotefend, Otfr. Müller mehrfach beschäftigt haben, sowie über die sich aus ihnen er-gebenden Resultate vgl. H. Wilson,Xnana emtigua" (Land. 1841).

Balancirstange nennt man die an den Enden mit Blei ausgegossene hölzerneStange, deren sich die Seiltänzer bedienen, um im Gleichgewicht sich zu erhalten.

Balanen, Meereicheln oder Entenmuscheln, sonst ihrer äußern Bekleidungwegen zu den vielschaligen Weichthieren gerechnet, sind Gliederthiere, welche große Verwandt-schaft mit den niedrigem Formen der Krustenthiere (Krebse) haben, zwölf Paar gewimpertefußähnliche Organe besitzen (daher der Name Cirrhopoden, Rankenfüßler für ihren Stamm)in einem vielschaligen Kalkgehäuse angewachsen und stets an andere Gegenstände befestigtsind, entweder mit Stiel (Entenmuscheln), oder ohne solchen (Meereicheln). Sie kommennur im Meere vor, an Felsen, Schiffskielen, auf andern Muscheln, auf großen Fischenu. s. w. Von einer nordischen Art fabelte man ehedem, daß sie sich in die Barnakelentever-wandele. In Chile gibt es sehr große eßbare Arten.

ist zu Familie. In Ita-

lien gewann er 1808 gleich durch seine erste geographische Arbeit so viel Gunst, daß er Lehrerder Geographie am Collegium S.-Michele zu Murano, dann 1811 Lehrer der Physik amLyceum zu Fermo wurde und 1813 einen Ruf nach Padua erhielt, wo eigenes für ihn einLehrstuhl der Statistik gegründet ward. Die politischen Ereignisse verhinderten ihn jedoch,dieses Amt anzutreten und auch seines Amtes in Fermo wurde er von der päpstlichen Regie-rung als Ausländer 1815 entsetzt, worauf er bei der Zolldirection in Venedig Anstellungfand. Familienangelegenheiten führten ihn, da seine Gattin früher in Lissabon gelebt, 1820nach Portugal. Im folgenden Jahre ging er nach Parks, um hier den Druck seines mit Be-nutzung der Archive ausgearbeitetenLssai statistigue sur ls roxamne cke I?ortiixsl et6'^Igarve" (2 Bde., Par. 1822) zu besorgen, der besonders wegen der Rückblicke auf dieZeit der Römer wie auf den geistigen Culturzustand des Landes wcrthvoll ist. In Parislebte er bis 1832 und stand mit Maltebrun in Verbindung, aus dessen Papieren er in Ge-meinschaft mit Larenaudiere und Huot denIraite elomcutaire Oe ßeograpkis" (2 Bde.,Par. 183031) herausgab. Sein^tlas etd>»»gr»pliiyiie 6» gloke." (Par. 1826) zcich-Conv.-Lex. Neunte Aufl. I. 48