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sichten, die man damals Ba; anismus nannte, erbten auf die Jansenisten fort, als derenVorläufer er anzusehen ist, und unter ihren Händen erhielten sie eine dem Jesuitismus undden Misbräuchen der Papstgcwalt furchtbare Bedeutung. (S. Ianse n.) Seine Schriften,meist polemischen Inhalts, wurden von Gerberon (2 Bde., Köln 1696, 4.) herausgegeben.
Bake (John), einer der tüchtigsten Philologen Hollands und trefflicher lat. Stilist,geb. zu Leyden am I. Sept. 1787, wurde 1815 außerordentlicher und 1817 ordentlicherProfessor der griech. und röm. Literatur in seiner Vaterstadt. Mt Geel, Hamaker undPeerlkamp gab er die höchst tüchtige „kibliotbeca critic» novr»"(5 Bde., Leyd. >825—31)heraus. Von bedeutendem Werthe sind seine „8cb»Iica lixpomnemnta" (2 Bde., Leyd.1837—39), eine Reihe meist philologischer Aufsätze, hauptsächlich Bemerkungen zu Cicero,die von ebenso viel Scharfsinn als ausgebreiteter Belesenheit zeugen und die feinsten Beob-achtungen enthalten; ihnen folgte die Ausgabe des Cicero „De legibus" (Leyd. 18-12).Beachtenswerth sind auch noch seine Reden „I>e principum trsgicorum meritis, praeser-tim Liiripidis" und „De custodia veteris doctrinae et elegsutise, praecipuo grammaticivfllcio", beide abgedruckt in den „banales acsd. Imgd. Lat." (1815 und 1818).
Bakewell (Robert), ein berühmter engl. Landwirth und Viehzüchter, geb. 1726 zuDishley in der Grafschaft Leicester, gest. 1795, »»achte sich besonders durch seine Versuchemit Veredelung der Hausthiere verdient. Da er die Beobachtung gemacht, daß bei denThie-ren die Nachkommen den Altern in ihren Eigenschaften fast ganz glichen, so schloß er, daßman, wenn die ausgezeichnetsten und nutzbringendsten Racen und Exemplare miteinandergepaart würden, endlich einen Viehstamm erhalten müsse, der alle wünschenswerlhe Eigen-schaften in sich vereinigte. Aus solche Weise brachte er es in der Veredelung der Hausthiere soweit, daßman ihmI76v für einen Hammel drei Guineen und für einen während der Sprung-zeit vermietheten Widder 25 Guineen zahlte. Mit der Zeit vermehrte sich aber der Ruf sei-ner Heerde so, daß man ihm 1795 für die Sprungzeit eines Widders 400 Guineen und mehrzahlte. Mit dem besten Erfolge wurden B.'s Bemühungen in der Veredlung der Dishley-Schafracc, in der des langhörnigen Rindviehs und in der Veredelung der großen, starken Pferde,die besonders zum Kriegsdienste und für Brauereien geeignet sind, gekrönt. Seine Beschälerwaren so gesucht, daß er für einen Sprung hundert und mehr Guineen erhielt, und seinePferde ernteten die allgemeinste Bewunderung. Hauptgrundsah bei der Veredelung war, einenSchlag hervorzubringen, der von einer gegebenen Menge Futter das meiste und beste Fleischansetzte. Seine Erfahrungen legte er in der „vomestical enc>clopsedia" (Bd. I) nieder.
Baktrien hieß im Alterthume das Land zwischen dem westlichen Theile des indischenKaukasus (Hindu-Kuh), dem Paropamisus und dem Fluß Oxus (Amu oder Gihon), der esvon dem nördlichem Sogdiana schied, das jetzige Balkh (s. d.). Die Baktrier bildeten mitden Persern und Medern einen Zweig des indogerman. Völkerstamms, den arischen oderpersischen, auch nach der gemeinsamen Zendsprache das Zendvolk genannt. B. war in uralterZeit das Hauptland eines mächtigen Reichs, das sich noch weiter über Ostpersien ausbreitete,von dessen Geschichte unS aber außer der sagenhaften Kunde von einem Zuge, den Ninusund Semiramis gegen dasselbe unternahm, fast nichts überliefert ist; mit dem medischenReiche, zu dem es, wie es scheint, später gehörte, ward es unter Cyrus ein Theil des vondiesem gegründeten persischen. Die altpers. Religion war in B., das schon früh als ein Sitz derCultur, und dessen Hauptstadt Baktra, jetzt Balkh, ein wichtiger Platz für den Handeldes inner» Asiens war, zuerst ausgebildet worden; sie ward ebenda von den Entstellungen,die sie durch die Magier erfahren hatte, durch Zoroaster (s. d.) gereinigt, dessen Lehre wiraus den heiligen Schriften der Parsen, der Zendavesta (s. d.), kennen. Mit dem übrigenpers. Reiche ward auch die Satrapie B. von Alexander dem Großen unterworfen, der daselbstStädte gründete und 14000 Griechen zurückließ, durch welche eine neue Civilisation in die-sen Gegenden vermittelt ward. Nach Alexander's Tode erhielt bei der Versammlung vonTriparadisuS im I. 321 v. Chr. Stasanor aus Soli sowol B. als Sogdiana; aber schonbei dem indischen Zuge Seleukus' I. im I. 307 v. Chr. waren beide Länder mit dem syr.Reiche vereinigt. Unabhängig von diesem machte sich in B. unter Antiochus II. Theostf. Antiochus) der Statthalter Theodotus oder Diodotus 1. im I. 2 5 6 und ward so derBegründer eines griech. Reichs in Binnenasien, des neubaktrischen, das sich unter mannich-