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1 (1845) A bis Balbuena
Entstehung
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754
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754 Balboa Balbnena

net sich durch die reichen Zusammenstellungen und Übersichten aus, bei denen auch auf diedeutschen Forschungen Rücksicht genommen und unter Andern, auf vergleichende Sprach-künde eingegangen ist. B.'s bekanntestes Werk ist indeß der^Krege <1e geogrspkie" (3.Aust.,Par. 1838), deutsch bearbeitet von Andrer (2 Bde., Braunschw. 1833-3-1) und vonCannabich (2 Bde., Güns 1834). Außerdem lieferte er in pariser Zourualen eine MengeAussätze, die reich an Materialien sind, sowie eine Reihe statistischer Tabellen über einzelneLänder, z.B. Persien (1827). Im Z. 1832 kehrte er nach Padua zurück, wo er denLssaisur les bibliotköyues cke Vienne" (Wien 1835) erscheinen ließ und neuerdings eine Samm-lung seiner8critti geograkei", die bis zum fünften Band (Turin 1842) gediehen ist.

Balböa (Vasco Nunez de), nach dem Urthcile der besten span. Historiker einer dermerkwürdigsten und achtbarsten Konquistadoren (Entdecker), geb. 1475 zuLerez-de-Badajoz,führte in seiner Jugend ein ziemlich lockeres Leben, ging nach S.-Domingo und schloß sichdort, wie die Sage geht, um seinen Gläubigern zu entgehen, in einem Fasse in das Schiff ein-geschmuggelt, der Expedition an, welche Francisco de Enrico 151v gegen Dänen führte.Einer der Ausstände, welche di« Eroberung Amerikas so häufig bezeichnen, verschaffte B.den Oberbefehl über die neue Colonie. Dunkle Nachrichten von einem großen westlichenOcean bewogen ihn l 513 auf Entdeckung ausznziehfn. AmTT.^ept. dieses Jahres erblickteer wirklich das Meer von einer Bergspitze des Isthmus von Panama; sein gerechter En-thusiasmus über diese große Entdeckung theilte sich allen gebildeten Zeitgenossen mit, und diebei den Qucllenschriftstellern verkommenden Schilderungen desselben liest man selbst nochgegenwärtig mit Interesse. Jntriguen am span. Hofe verschafften dem Pedrarias Davila denBefehl über die von B. eroberten Landstriche. B. unterwarf sich 1514 dem neuen Gouver-neur, einem engherzige» und grausamen Manne, und unternahm in untergeordneter Stel-lung noch mehre glückliche Eroberungen; allein diese und andere Verdienste vermehrten nurden geheimen Haß des Pedrarias Davila gegen ihn. Die Regierung des Mutterlandessuchte zwar zu vermitteln, B. heirathete sogar die Tochter des Pedrarias, allein von diesembei erster Gelegenheit verlockt, sich selbst zu überliefern, wurde er der Absicht der Rebellionangeklagt und unter lautem Jammer des Volks und mit Verletzung aller rechtlichen For-men, in S.-Maria-del-Darien 1517 enthauptet.

Balbuena (Don Bernardo de), einer der ausgezeichnetsten epischen Dichter derSpanier, wurde 1 568 zu Valdepcnas in der Provinz Manch« geboren. Noch sehr jung kamer nach Neuspanien, wo er in einem Collegium Mexicos seine theologischen Studien voll-endete. Schon damals zeichnete er sich nicht nur durch seine Kenntnisse, sondern auch durchseine Anlage zur Dichtkunst vortheilhaft aus, indem er in den dort häufig abgchaltenen poe-tischen Wettkämpfen meist den Preis errang. Im 1.1668 kehrte er nach Spanien zurück;kurze Zeit nachher wurde er zum Propst auf Jamaica und 1626 zum Bischof von Puorto-rico ernannt. Er starb daselbst 1627. Von seinen Werken haben sich nur drei erhalten:Ls Frsnckers mejicsns" (Mcx. I66S), eine poetische Beschreibung dieser Hauptstadt;LIsißla ckeoro" (Madr. 1668), eine Schäfernovelle in Prosa und Versen, undLI Lernarcko,6 «ca la victoria <Is RoneesvsIIes", ein episches Gedicht in 24 Büchern (Madr. 1624;beste Ausg., Madr. 1868). Die beiden ersten Werke wurden auch von der königlichen Aka-demie in Madrid 1821 und letzteres auszugsweise in Quintana'sblusa epics" (Bd. 2,Madr. 1833) herausgegeben. Erst in neuerer Zeit sind B.'s poetische Verdienste wiederanerkannt worden; schon um seinesLernsrcko" willen verdient er in der Geschichte der span.Poesie und der epischen überhaupt genannt zu werden. Zwar gebricht es diesem Epos anOriginalität des Plans und der Auffassung; doch hat sich B. in demselben durch Schwungund Phantasie und stellenweise durch großartige Einfachheit als echten Dichter bewährt;Diktion undVersification sind meist vortrefflich, und vorzüglich in den Beschreibungen hat erso eminentes Talent bewiesen, daß er darin dem Ariost an die Seite und über alle seineLandsleute gestellt werden kann. Diese Meisterschaft in der beschreibenden Poesie hat er auchin seinen beiden andern Werken bewährt.