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1 (1845) A bis Balbuena
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728
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728 Bagger Vaggesen

und freundlicher, als dies in andern mohammedanischen Städten der Fall zu sein pflegt; die ,niedcrn Classen dagegen von allen vorherrschenden Lastern des Orients angestcckt. Nächstden Handeltreibenden strömen auch viele Fremde in B. zusammen, um die Gräber der Heiligen,darunter das des Phrophcten Ezechiel, zu besuchen. B. ist eine Hauptniederlage für arab.,indische und pers. Erzeugnisse, sowie für europ. Manufacturwaaren, und versieht Kleinasien,Syrien und einen Theil Europas mit indischen Maaren, die zu Bassora eingeführt, den >Tigris in Booten stromaufwärts geführt und durchKaravanen nach Tokat, Konstantinopel,Aleppo, Damaskus und in die westlichen TheilePcrsicnsgebrachtwerden. AuchmitJuwelenwird einiger Handel getrieben. Einen glänzenden Anblick gewähren die Bazars mit ihren1200 Läden, gefüllt mit allen Gattungen orientalischer Maaren. Die Hauptfabrikate bestehenin rothem und gelbem Leder, das in großem Rufe steht, auch in seidenen, baumwollenen und 'wollenen Zeugen. Ein engl. Postschiff geht zwischen B. und Bassora. Die Stadt ward766 vom Khalifen Almanzur gegründet und in vier Jahren vollendet, im 9. Jahrh. vonHarun al Raschid zu hohem Glanze erhoben, hundert Jahre später aber von den Türkenzerstört. Im 13. Jahrh. eroberte sie Dschingis-Khan's Enkel, Holaku, der den regierendenKhalifen ums Leben bringen ließ und das Khalifat vernichtete. Die Nachkommen des Er-oberers vertrieb Tamerlan aus dem Besitze der Stadt, berste 1393 eroberte. Zu Anfängedes 16 -Jahrh. bemeisterte sich ihrer Schah Jsmael, der erste Regent Persiens aus demHause Sofi, und fortan blieb sie ein Zankapfel zwischen den Türken und Persern. Nacheiner denkwürdigen Belagerung ward sie 1638 vom Sultan Murad IV. erobert, und ver-gebens versuchte im 18. Jahrh. Schah Nadir sie den Türken zu entreißen. Als der Schau-platz eines großen Theils der Märchen inTausend und eine Nacht" erlangte es vorzüglichromantische Berühmtheit.

Bagger oder Baggert ist eine Maschine zum Reinigen oder Baggern der Häfen,Kanäle und Flüsse von Schlamm, Sand und Steinen. Die von Belidor construirten Bag-ger wurden neuerdings durch die von Cochaux erfundenen Dampsbagger verdrängt.

Baggösen (Jens), ein dän. Dichter, der zugleich der deutschen Literatur angehört,geb. am 15. Febr. 1764 zu Korsör auf Seeland, gest. zu Hamburg am 3. Oct. 1826,machte sich zuerst einen Namen durch dieComiske Fortällinger" (1785, deutsch 1792), dieOperHolger Danske" (1790), sowie durch mehre Oden und Lieder. Mit Unterstützungdes Prinzen von Augustenburg machteer 1789 eine Reise durch Deutschland, die Schweiz undFrankreich. Seit der Zeit betrachtete und liebte er die deutsche Sprache als seine zweiteMuttersprache und sang in ihr, was ihm das Liebste war. Der Aufenthalt zu Paris in denersten Zeiten der Revolution gab seinem stürmischen Freiheitssinne vielfache Nahrung. InBern vermählte er sich dann mit einer Enkelin des großen Haller. Schon 1793 machte erwieder mit öffentlicher Unterstützung eine Reise nach der Schweiz und hierauf über Wiennach Italien. Nach seiner Rückkehr erhielt er 1796 eine Anstellung in Kopenhagen, ver-zichtete-aber sehr bald auf dieselbe, um 1797 eine neue Reise ins Ausland zu unternehmen,auf der er seine Gattin durch den Tod verlor, worauf er sich in Paris mit einer Genferinverheirathete, mit der er 1798 nach Kopenhagen zurückkehrte. In der Absicht, sich mit seinerFamilie für immer in Frankreich niederzulassen, ging er schon im 1 . 1800 wieder nach Paris,wo ihm 1803 von Dänemark eine Pension zu Theil wurde. Im I. 1811 mit dem Titel Heines Justizraths zum Professor der dän. Sprache und Literatur zu Kiel ernannt, nahm erauch hier, ohne die Stelle angetreten zu haben, 1814 seine Entlassung und ging nach Kopen-hagen, wo er eine jährliche Pension von 1500 Nthlrn. bezog. Hier begann er den mehreJahre fortgesetzten sehr unwürdigen Streit mit Ohlenschläger und dessen Partei, den Letz-terer, nachdem er lange nichts erwidert hatte, dadurch beseitigte, daß, er eine Erklärung andas Publicum über seine frühem persönlichen Verhältnisse zu B. ausgehm ließ. Im I.

1820 wendete sich B. ganz aus dem Vaterlande; doch ergriff ihn zuletzt wieder die Sehn-sucht nach der Heimat, das er aber nicht mehr erreichte, indem er auf der Reise dahinstarb. Wie in B.'s ganzem Wesen Stolz und Demuth, Empfindung und Reflexion,

Liebe und Haß, Freidenkerei und Glaube in stetem Kampfe lagen, zeigt sich auch in seinen ^Gedichten, die oft ein großes Talent, ein inniges Gefühl und eine rege, nicht selten bis insRiesenhafte bildende Phantasie, nie aber etwas durchaus Ganzes und Vollendetes erblicken