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1 (1845) A bis Balbuena
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724
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724 Baer

riens besucht hatte, »ahm er überDimasthk, Haleb und durch ganz Klcinastcn seinen Rückwegnach Europa, von welchen Gegenden, sowie überhauptvonallcn, die ec besuchte, er genaueBeschreibungen und Karten mitbrachte. So traf er am 2l. Oct. 1807 zu Konstantinopelein, wo es ihm abermals unter den Christen zuerst gelang, in das Innere der Moschee Cjabeingelassen zu werden. Da er jedoch von einem treulosen Diener dem Divan als verkappterChrist angczcigt und von einem Freunde, dem damaligen Kaimakam, vor der Gefährlichkeiteines langem Aufenthalts gewarnt wurde, so verließ er eilig Konstantinopel und begab sichüber Wien nach München, wo er sein orientalisches Costum ablegte. Auf dem Heimweg insVaterland erhielt er in Bayonne, wo er sich am 9. Mai 1808 dem Könige Karl IV. ver-stellte, von diesem selbst die Weisung, von nun an seine Dienste dem Kaiser Napoleon unddessen Familie zu weihen; der Kaiser nahm B. sehr wohlwollend auf und ertheilte ihmspäter den Befehl, dem Könige Joseph nach Madrid zu folgen. Obgleich er schon 1804 vondem Fricdcnsfürstcn zum Brigadier in der Armee und von Karl IV. zum Intendanten er-nannt worden war, ließ ihn die Centcaljunta von Aranjuez doch längere Zeit ohne An-stellung, wodurch er sich vieler Noth ausgeseht sah. Nachher ward er Intendant von Scgovia,darauf Präfect von Cordova und zuletzt von Valencia. Bei der Restauration mußte erals Afrancesado nach Frankreich auswandern, wo er nun dieVorige.? <I' 4Ii-1!s! enet en ^816 Pendant les snnee8 1803 ä 1807" (3 Bde., Par. 1814) mit Atlas und Kartenerscheinen ließ, die nicht nur in Frankreich und in dergelchrten Welt überhaupt großes Aufsehenerregten, sondern auch bald in die meisten Sprachen des gebildeten Europa übersetzt wurdenVier Jahre darnach unternahm er unter dem Namen HaliOsman eine zweite Reise nachdem Orient und befand sich im Aug. 1818 zuDimaschk; als er aber trotz seiner geschwächtenGesundheit von hier mit der großen Karavane aufbrach, um zum zweiten Male die Pilger-fahrt nach Mekka mitzumachen, starb er zu Anfang des Sept., zwei Tagereisen vor Meserib.

Baer (Karl Ernst von), einer der vielseitigsten und geistreichsten Naturforscher derneuesten Zeit, wurde am 17. Febr. 1792 in Esthland auf dem Landgute seines Vaters ge-boren. Durch einen Zufall auf daS Studium der Botanik geführt, ergriff er mit jugend-lichem Eifer diese Wissenschaft und widmete ihr jede freie Stunde während seines Aufent-halts in der Domschule zu Reval, in welche er 1808 ausgenommen worden war. Von181014 studirte er in Dorpat Medicin und fand Gelegenheit im Winter 181213sich in einem großen Militairlazareth zu Riga praktisch zu üben. Der Unterricht Ledebour's,Parrot's und besonders Burdach's, der, 1 8 12 als Lehrer der Anatomie und Physiologie auf-tretend, einen neuen und erfolgreichen Weg einschlug, war für B. von wesentlichem Nutzenund entwickelte in ihm jenen Geist der Forschung, der später zu glänzenden Resultatenführte. Überzeugt, daß Rußland, wie es damals war, einem emporstrebenden Natur-forscher nur geringe Aussichten eröffne, wendete sich B. nach Deutschland und lernte beiDöllinger in Würzburg zum ersten Male vergleichende Anatomie kennen, im Gewändeeiner philosophischen, auf einen Reichthum unerwarteter Aufschlüsse und Anschauungen füh-renden Wissenschaft. Von großer Wirksamkeit aus seine geistige Richtung war die Bekannt-schaft mit Nees von Esenbeck, welcher einen Glanzpunkt in der damals mit Jugendkraft em-porstrebenden naturphilosophischen Schule bildete. Burdach, der inzwischen in KönigsbergProfessor geworden, zog B. 1817 als Prosector dorthin und erfüllte hierdurch einen lang ge-hegten Wunsch des eifrigen Naturforschers, der, nur der Nothwendigkeit nachgebend, bisherdem Studium der praktischen Heilkunde treu geblieben war. Schon 1319 zum außerordent-lichen, bald nachher zumordcntlichen Professor der Zoologie ernannt, erhielt B. den Auftrag,ein zoologisches Museum zu begründen, und übernahm 1826 an Burdach's Stelle die Leitungder anatomischen Anstalt. Im I. 1819 ging er auf einen erhaltenen Ruf nach Petersburg,gab aber, durch Familienverhältnisse bewogen, schon 1830 seine Stellung als Akademiker aufund kehrte nach Königsberg zurück. Von neuem berufen ging er einige Jahre später wiedernach Petersburg und ist seitdem eines der thätigsten Mitglieder der Akademie, deren Schriftener mit einer Menge wichtiger Abhandlungen und Notizen aus dem Ecsammtgebiete derNaturwissenschaften vermehrt hat. Daß man seine Leistungen zu schätzen verstanden, ergibtsich aus vielen ehrenden und wichtigen Aufträgen, die ihm von der Negierung ertheiltwurden