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zig und hielt, nach seiiar Rückkehr ins Vaterland 1760, zuerst kurze Zeit Vorlestmgenin Kopenhagen. Nachher ward er Rector am Pädagogium zu Altona, 1766 an derGelchrtenschule zu Helsingör und 177» Professor der Eloquenz und der lat. Sprachezu Kopenhagen. Er gründete das sogenannte „Kritiske Journal" (1768 — 79), dasdurch eine ungewöhnliche Schärfe und Tüchtigkeit der Urtheile ausgezeichnet, zur Bildungdes Geschmacks sehrviel beitrug. So war er auch der Erste, der über dänische Sprache Vor-lesungen hielt, und seine Grammatik derselben galt lange für ein Musterbuch. Bahnbrechendwar ferner sein lat.-däu. und dän.-lat. Wörterbuch; auch besorgte er Schulausgaben vonHora;, Virgil, Phädrus, denen sich mehre Übersetzungen anschlossen, unter welchen die des Horazzugleich einen nach Handschriften verbesserten Text enthält. Was er als Latinist leistete, zeigenseine „Opnsoulit" (1793). Das von ihm herausgegebene „Universitätsjournal" (17S3 —1801 ) enthält werthvolle Beiträge zur Geschichte der Verwaltung der Universität zu Kopen-Hagen. — Sein ältester Sohn, Gustav Ludwig B., geb. 1764, hat sich als Geschichts-forscher und Rechtsgelehrter einen Namen erworben; mehre seiner historischen Monographien,z. B. über Handel und Gewerbe im Norden, über die Geschichte der dän.-norweg. Gesctzkunde,vom Erbadel im Norden, bieten einen ziemlich reichen Stoffdar. Als Geschichtschreiberhingegengeht ihm in dem Grade alle Objectivität ab, daß er Zeiten, Personen und Zustände nach demallerbcschränktesten Maßstabe beurtheiit und sie nie aus ihnen selbst heraus aufzufassen strebt;hierzu kommt noch ein gänzlicher Mangel an historischer Diction. An allen diesen Gebrechenleidet namentlich sein neuestes und umfangreichstes Werk „Danmarks Riges Historie"(5Bde., Kopenh. 1829—32). — Der Bruder des Letzter», Torke l B., alsgeschmackvollerArchäolog ausgezeichnet, geb. 1765, brachte nach vollendeten Universitätsstudien mehreJahre aus Reisenin Deutschland und Italien zu. Er ward 1794 Professor der Beredlsam-keit und Philosophie zu Kiel und 1804 Secretair an der Kunstakademie zu Kopenhagen,welches Amt er 1823 abgab. Seine Schriften über die alte Kunst: „De arte sc juclicioL7. ktuiostrati in «loscribsnetis imagsinibuz" (1792); „Om Solens Billede paa en antikMarmortavle" (1794); „Om Tilhyllens-Maleriet" (1797); „Kort Begreb afdet gräskeMaleries Historie" (l 825), brachten ihn in Verbindung mit den geachtetstcn Archäologen undKunstfreunden des Auslandes. Als eine Frucht davon ist zu betrachten die von ihm ver-anstaltete Sammlung der „Briefe über die Kunst von und an C. L. von Hagedorn" (Lpz.1797). In seinem Streite mit Finn Magnusen über die Brauchbarkeit der nordischen My-thologie für die schönen Künste (1820) hatte er gewiß insofern Recht, diese in Abrede zustellen, als gerade die nordische Mythologie eine Idealität entwickelt hat, die am wenigstender bildnerischen Auffassung zusagt, und da selbst die größten Gestalten derselben, wieBalder, ebendeshalb mehr dramatisch als plastisch sich vollenden, während er wol auf derandern Seite diese cigenthümliche Herrlichkeit der nordischen Sagendichtung aus einem mis-verstandcnen klassischen Interesse herabzusetzen bemüht war. Seine Ausgabe der TragödienScneca's(2 Bde., Lpz. 1821) ist das Werk einer tüchtigen philologischen Bildung und viel-jähriger kritischer Collation.
Badeschwamm oder der Waschschwamm entsteht durch Bereitung gewisser, imMeere fast ausschließlich vorkommcnder Körper, welche die hinsichtlich ihrer naturhistorischenStellung sehr problematische, zahlreiche Gruppe der Schwämme (Spongien) bilden. DieSchwämme, wie sie im Handel und in Sammlungen Vorkommen, sind eigentlich nur Skelette,welche aus sehr feinen, hornigen und elastischen Fasern zusammengewebt, überaus poröser-scheinen, in den meisten Arten aber noch feine und nadelförmige Körper enthalten, die ausKiesel- oder Kalkcrde bestehen, in jeder Art eine cigenthümliche und sich gleichblcibende Bildungzeigen und bei mäßiger Vergrößerung sichtbar werden. Im frischen Zustande sind dieseüberaus mannichfach gestalteten Körper mit einem sehr vergänglichen, schleimigen Überzügeversehen, der den eigentlich lebenden, mit einem sehr geringen Grade von Beweglichkeit ver-sehenen, wahrscheinlich thierischen Theil darstellt. Neuere Forscher wollen einigemal unterungewöhnlich günstigen Umständen auf dieser Rinde kleine Po lypen (s. d.) bemerkt haben;bestätigt sich das Vorhandensein der Letzter», sowürde dienahc Verwandtschaft der Schwämmeund K or allen (>. d.) erwiesen sein. Alle Schwämme sind festgcwachsen an andere Körper;ihre Lebensäußerungen sind sehr gering und dunkel und beschränken sich aufdie Hcrvorbringung