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1 (1845) A bis Balbuena
Entstehung
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705
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Bacon 705

durch eine Abhandlung über die Mittel, die Krankheiten des Alters zu verhüten (lat., Oxf.1590 ; engl, von Brown 1683), von der Unschuld und Nützlichkeit seiner Arbeiten zu über-zeugen. Erst nach dem Tode Nikolaus' IV. erlangte er auf Verwendung einiger vornehmenEngländer seine Freiheit wieder. Er kehrte nach Oxford zurück, schrieb einen Abriß derTheologie und starb bald darauf, nach Einigen 1292, nach Andern 1294. Obgleich einaußerordentlicher Geist, konnte sich B. doch nicht von allen Vorurthcilcn seiner Zeit frei ma-chen. Er glaubte an den Stein der Weisen und an die Astrologie. Seine Haupterstndungsind die Vergrößerungsgläser. Außerdem finden sich in seinen Schriften neue und sinnreicheAnsichten von der Optik, z. B. über die Strahlenbrechung, über die scheinbare Größe derGegenstände, über den um Vieles vergrößerten Umfang der Sonne und des Mondes amHorizont; dagegen ist er über andere Gegenständein den größten Jrrthümern befangen.Aus seinen irrigen Angaben geht hervor, daß er den Gebrauch des Teleskops nicht kannte.Er machte mehre chemische Erfindungen, welche Geheimnisse für die damalige Zeit waren.So wußte er z. B. schon, daß man mit Schwefel, Salpeter und Kohle den Blitz nachmachenund Explosionen erzeugen könne. Die Mathematik, angewandt auf Beobachtung, betrachteteer als den einzigen Weg zur Erkenntniß der Natur. Er studirte mehre Sprachen und schrieblateinisch mit großer Zierlichkeit und Klarheit. Ehrenvolle Erwähnung verdienen seine Ent-deckungen der im Kalender obwaltenden Jrrthümer, ihrer Ursachen, und seine Vorschläge undAngaben, denselben abzuhelfen, wobei er der Wahrheit sehr nahe kam. Er verfertigte selbsteinen berichtigten Kalender, von dem noch eine Abschrift aus der oxforder Bibliothek aufbe-wahrt wird. Wegen seiner ar»sgebreiteten Kenntnisse erhielt er den Beinamen voctor mi-rsbilis. Mehre seiner Schriften sind noch ungedruckt und werden im Britischen Museumunter den Cottonischcn Handschriften aufbewahrt.

Bacon (Francis), Sir von Verulam, einer der außerordentlichsten Geister, derenirgend ein Zeitalter sich zu rühmen hat, und als Reformator der Philosophie durch Richtungauf Erfahrung und Natur gewissermaßen Roger Bacon's (s. d.) Nachfolger, war zuLondon am 22.Jan. 1561 geboren, der Sohn des großen Rechtsgelehrten, Sir Nicho lasB., der unter der Königin Elisabeth Großsiegelbewahrcr war und 1579 starb. Von früherKindheit an gab er Proben überlegener Geisteskraft und war wegen seiner Lebendigkeit einLiebling der Königin Elisabeth. Schon im 14. Jahre bezog er die Universität zu Cambridge;zwei Jahre darauf schrieb er gegen die scholastisch-aristotelische Philosophie; dann ging er imGefolge des Sir Annas Paulet nach Paris. Der Tod seines Vaters rief ihn nach Englandzurück, wo er 1588 zum außerordentlichen Rath der Königin ernannt wurde. Mitten un-ter seinen Berufsarbeiten hielt er die früh gefaßte Idee fest, den Plan der scholastischen Stu-dien zu verbessern und für eine gesunde Philosophie zweckmäßiger einzurichten. Seine Ver-bindung mit dem Grafen Essex, welcher sein Freund und Beschützer war, hinderte seine Be-förderung, da besonders sein Verwandter, der vielgeltende Sir Robert Cecil, ihm entgegenwar; doch entschuldigt dies nicht den Undank, mit welchem er sich gegen Essex benahm, alsdieser in Ungnade gefallen. Von Middlesex ins Unterhaus gewählt, stimmte er anfangs fürdie Volkspartci gegen die Maßregeln der Minister, aber von Geldverlegenheiten gedrückt,näherte er sich in der letzten Zeit der Negierung der Königin Elisabeth wieder den Machtha-bern und widersetzte sich allen Maßregeln, die das Parlament gegen Monopole nahm. UnterJakob I. stieg B. sehr schnell; nachdem er 1603 die Nitterwürde erhalten, ward er dann zumköniglichen Rath ernannt, 1617 Siegelbewahrer, 1619 Lordkanzler und zugleich zum Ba-ron von Verulam, und im folgenden Jahre zum Viscount von St.-Albans erhoben. Alleinschon 1621 ward er vor dem Odcrhause angeklagt, Ämter und Privilegien für Geld unterdem Staatssiegel ertheilt zu haben, und nachdem er Alles eingestanden, zu einer Geldstrafe von40000 Pf. und zur Einkerkerung in den Tower auf königliche Gnade verurtheilt, auch fürunfähig erklärt, je wieder ein öffentliches Amt zu bekleiden, im Parlamente zu sitzen und sichdem Orte zu nähern, wo der König Hof hielte. Wohl mag dieses harte Urtheil ein vollkom-men gerechtes gewesen sein; doch muß zur Entschuldigung B.'s hinzugefügt werden, daß diegroßen Verbrechen, deren er beschuldigt ward, nicht in Geiz, Habsucht und Verderbtheitseines Herzens wurzelten, sondern in Charakterschwäche, die namentlich seine Dienerschaftauf das schmählichste misbrauchte. Seine Gefängnisstrafe dauerte nicht lange; auch die

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