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und die Unzufriedenheit, die es aufregte, gaben Espartero zu seiner Opposition gegen dasMinisterium, wrlche 1840 zu dem Exile der Königin-Regentin Christine führte, denäußern Anlaß.
Azära (Jose Nicvlo d'), geb. 1731 zu Barbenales in Aragon, zeigte schon währendder Zeit, die er auf den Universitäten zu Huesca und Salamanca zubrachte, eine lebhafteNeigung für Wissenschaft und Kunst, die sich noch mehr entwickelte, als er 1765 zum Ge-schäststrägcr des Königs von Spanien in Rom ernannt, dort mit den ausgezeichnetstenGelehrten und Künstlern, besonders aber mit Meugs, der in die Dienste des Königs vonSpanien getreten war, in eine vertraute Verbindung kam. In den Verhandlungen mitClemens XIII. bewies er viele diplomatische Gewandtheit und fortwährend behauptete ereinen großen Einfluß auf die wichtigsten Verhältnisse seines Hofes zu dem päpstlichenStuhle, namentlich unter Clemens XIV. Er trug zu den Beschlüssen wegen Parma undwegen der Jesuiten am meisten bei; auch hatte er den größten Einfluß auf die WahlPius' VI. Um für Nom Gnade zu erflehen, ward er I7S6 dem Eroberer Italiens cntge-gengesandt. Bonaparte erkannte in ihm sogleich den Mann von Geist, machte aber auchauf ihn bei dieser ersten Zusammenkunft den mächtigsten Eindruck. In diplomatischen Auf-trägen ward er 1798 nach Paris gesandt, I8N1 zurückbcrufen und nach Barcelona ver-wiesen, im folgenden Jahre wieder als Botschafter nach Paris geschickt, jedoch 1803 vonneuem dieses Postens verlustig. Seine ohnedies sehr erschütterte Gesundheit erlag diesenmehrmaligen Stürmen; er starb zu Paris am 26. Jan. 1804. A. war im Besitz einer rei-chen Bibliothek, Gemälde- und Antikensammlung; er gab die Werke seines Freunde«Mengst? d.) heraus, dessen Leben er auch beschrieb.
Azilnth bedeutet in der kabbalistischen Sprache des spätem Judenthums, aus welcheres in die thcosophische der folgenden Zeiten überging, die geistigst? Art des göttlichen Her-vorbringens, nämlich durch Emanation; daher auch der Ausdruck aziluthischeWelt,d. h. die geistig vorbildende, im Gegensätze der drei andern mevern Welken.
Azrmuth eines Gestirns nennt man den zwischen dem Höhenkreise diesesGestirns und dem Meridian enthaltenen Bogen des Horizonts. Es ist östlich oder west-lich, jenachdem ein Stern östlich oder westlich vom Meridiane steht, aber —0, wenn erim (südlichen) Meridiane selbst steht oder im Augenblicke der (obern) Culmination beob-achtet wird. Das Wort kommt aus dem Arabischen und soll von einem Worte, welchesHimmelsgegend bedeutet, abstammen. Man pflegt mit dem beweglichen Quadranten eineneingetheiltcn horizontalen Kreis, den Azimuthalkreis, zu verbinden. Wird dann derzum Nullpunkt des letztem gehende Thcilstrich in die Lage der Mittagslinie gerückt, so hatman das Azimuth des Gestirns, dessen Höhe über dem Horizonte das Fernrohr angibt.
Azincourt oder Aginco urt, ein franz. Dorf im Bezirk St.-Pol im DepartementPas-de-Calais, berühmt durch die Schlacht zwischen den Engländern und Franzosen am 25.Oct. >415. Die innere Zerrüttung Frankreichs unter dem geisteskranken König Karl VI.hatte England crmuthigt, seinen alten Ansprüchen auf Frankreich Geltung zu verschaffen.König Heinrich V. war bei Honfleur gelandet, hatte diese Festung erstürmt und wollte durchdie Picardie nach Calais marschiren, um dort Winterquartiere zu beziehen. Mit einer großenMacht rückte ihm der Dauphin entgegen. Viele Edle begleiteten ihn, und ihr Stolz war sogroß, daß die angebotene Hülfe des Herzogs von Burgund und der Stadt Paris ausgeschlao enward. Heinrich V. eilte der Somme zu; doch die Franzosen folgten ihm und hinderten ihnamÜbergange, den er erst bei St.-Quentin zu bewerkstelligen vermochte. Sehr an Truppengeschwächt und aus Mangel am Nöthigsten erbot sich Heinrich, den Frieden durch Schaden-ersatz zu erkaufen. Doch die Franzosen wollten von einer Unterhandlung nichts wissen, da siedie Hoffnung hegten, das engl. Heer gänzlich zu vernichten. Wirklich gewannen sie bei denDörfern A. und Framecourt hinter dem Flüßchen Ternoise die Straße nach Calais eher alsdie Engländer, die sich, noch 14000 M. stark, darunter 2000 Ritter, in einem Treffen, dieBogenschützen an den Flügeln zwischen zwei Gehölzen, aufgestellt hatten. Die Franzosen,von dem Connetable d'Albret befehligt, 50000 M. stark, stellten sich in zwei Treffen auf, dieRitter, von denen nur 2000 zu Pferde waren, im ersten. Die Engländer setzten sich zuerstin Bewegung. Die franz. Ritter eilten ihnen sogleich entgegen, wurden aber von den Bogen-