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schützen mit einem solchen Pfcilhagel empfangt, daß sie die Flucht ergriffen, sich auf daserste Treffen warfen und dieses in Unordnung brachten. Hierauf griffen die leicht bewaffnetenBogenschützen zu ihren Keulen und Streitäxten und brachen in die Reihen der Ritter zu Fußein, wo sie, da diese wegen der schweren Panzer und der Gedrängtheit ihrer Schlachtordnungsich nicht bewegen konnten, die größte Verwüstung anrichteten. Als vollends die engl. Ritternacheilteu, floh nicht nur das franz. erste Treffen, auch das zweite konnte die ungestümenSieger nicht aufhalten, und bald löste sich die ganze franz. Armee völlig auf. Der Sieg warentschieden. Einen Augenblick glaubte Heinrich, daß die sich sammelnden Haufen die Schlachterneuern würden, ja durch die Nachricht, daß eine Schar bewaffneter Bauern sein Gepäckplündere, noch mehr gereizt, befahl er, alle Gefangene niederzumetzeln. Schon ward der Be-fehl vollführt, als er die Grundlosigkeit seiner Befürchtung einsah. Gegen 10000 getödtcteFranzosen deckten das Schlachtfeld, darunter der Connetable nebst sechs Herzogen und Prinzen,dem Herzog von Brabant, dem Grafen von NeverS, dem Herzoge vonAlenxon, dem Herzogevon Bar und seinen beiden Brüdern. FünfPrinzen, unter ihnen die Herzoge von Orleans undBourbon, waren gefangen. Die Engländer verloren 1600 Todte, unter ihnen den Herzogvon Jork, des Königs Großoheim, welchen der Herzog von Alencon, der, um den Tod zusuchen, auf den König Heinrich eindrang, an dessen Seite tödtete. Schon hatte er auch demKönig die Krone vom Haupt geschlagen und die Hand zum zweiten Male zum tödtlichenStreich erhoben, als alle Anwesende ihn umringten und mit vielen Streichen tödteten.Heinrich war zwar Sieger, aber zu schwach, um etwas ftrnerweit zu unternehmen; dahersetzte er seinen Marsch nach Calais fort, wo er sich nach England einschiffte.
Azören oder Habichtsinseln, eine zu Portugal (s. d.) gehörige Inselgruppeim Atlantischen Meere zwischen Afrika und Amerika von 52 OM. mit 200000 E.» dievon Portugiesen abstammcn und nach portug. Gesetzen regiert werden. Die einzelnen Inselnheißen: S.-Miguel mit 85000, Terceira (s. d.), Pico mit 25000, Fayal mit 21000,Sta.-Maria mit 5000, S.-Jorge mit 12000, Graciosa mit 7500, Flores mit 13000 undCorvo mit 800 E. Der Boden ist vulkanisch und gebirgig, aber gut bewässert undungemeinfruchtbar; der höchste Berg ist der Pic aufPico, 7—8000 F. hoch. Das Klima ist mild undgesund; Haupterzeugnisse sind Wein, Korn und Südfrüchte; auch treiben die Einwohnerstarke Viehzucht, Fischerei, Manufakturen und etwas Handel; an einem guten Hafen fehltes jedock. Tournefort, Kircher, Raynal, Bory de St.-Vmcent halten die A. und die Cana-rien für Reste der untergcgangencn Atlantis; allein A. von Humboldt und Leop. von Buchhaben zu beweisen gesucht, daß sie durch submarinische vulkanische AusbrücheauS dem Bodendes Meers emporgehoben wurden. Die Portugiesen haben die A. 1116 entdeckt, doch wollenniederländ. Seefahrer sie schon früher gesehen haben; daher die Holländer ihnen den Namender Flandrischen oder Flämischen Inseln beilegen. Vgl. Bular, „4, vintsr in icke(2 Bde., Land. 1812).
Azot, s- Stickstoff.
AzyMlten wurden die röm.-katholischen Christen, als die griech. Kirche im 11. Jahrh.von ihnen sichtrennte, von Michael Cerularius, Patriarchen von Konstantinopel, benannt,weil sie beim heiligen Abendmahl sich des Azymon, d. h. ungesäuerten Brots, bedienten.Der Name wurde vorzüglich nach den fehlgeschlagenen Vereinigungsversuchen zu Florenz,1139, unter den Griechen gangbar, indem man immer mehr den Gebrauch des gesäuertenoder ungesäuerten Brots als wesentliches Unterscheidungsmerkmal betrachtete. Die Griechenwurden dafür von den Lateinern Prozpmiten genannt.
Eonv.-Ler. Neunte Ausl. 1.
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