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Ares Statuen weiht. Man ersieht aus diesen Denkmälern, daß das axumitische Reich, das,wie die erwähnten Bauwerke zu beweisen scheinen, in den beiden Jahrhunderten unmittel-bar vor und nach Chr. Geb. aus den Trümmern von Mcroe sich erhob, sich über Abyssinien,die angrenzenden Gebiete auf der Westseite des Rothen Meers und selbst über Jemen undSaba in Arabien erstreckte und die Herrschaft über das Rothe Meer erlangte. Es ward poli-tisch wichtig dadurch, daß es im Süden die Grcnzmacht wurde, an welcher sich die weltcr-obernde Macht des röm. Reichs, wie der bis nach Arabien vordringcndcn Partherbrach;von den byzantin. Kaisern ward ihm sogar ein Tribut gezahlt. Dagegen war es auch deräußerste Punkt gegen Süden, bis wohin, und zwar über Ägypten, griech. Bildung drang,sodaß die griech. Sprache sogar zur Hof- und Pricstersprache wurde. Unter dem erwähntenKönig Aizanes, der sich in der Inschrift noch als Heiden zeigt, erhielt das „Land durch diebeiden abyssin. Apostel Frumentius und Ädesius das Christenthum über Ägypten, woherauch vieler Priester einwandertcn. Die neue Lehre verbreitete sich schnell über das ganzeLand, Frumentius ward der erstt Bischof von A. und ihm zu Ehren Fremona erbaut.Die noch durch ganz Abyssinien zerstreuten zahlreichen, zum Theil höchst imposanten Fel-senkirchen, deren Architektur ein Werk ägypt. Priester ist, entstanden in jener Zeit, eben-so die berühmtesten abyssin. Klöster und Einsiedeleien. Das axumitische Reich stand überAd ule (s. d.) in lebhaftem Handelsverkehr mit Arabien und Indien und bildete das äußersteBollwerk des Christenthums, als welches es sich besonders vom 6. Jahrh. an der Christen inArabien annahm und zum natürlichen Gegner des Mohammedanismus wurde. Die Kämpfe,in welche cs sogleich mit diesem verwickelt wurde, stürzten cs, indem sie es nach und nachseiner Besitzungen in Arabien nnd des ganzen Küstenstrichs am Rothen Meere und Meer-busen von Ädcn beraubten, dadurch ihm alle Wege des Verkehrs abschnitten und cs durchunaufhörliche Kriege schwächten, bis innere Kriege seine völlige Auflösung hcrbeiführten.
Astäla (Pero Lopez de), el Vicjo genannt, zum Unterschiede von scmcm gleichnamigenSohne, aus einem der ersten Häuser des castilischcn Adels, 1,332 zu Murcia geboren, standin hohem Ansehen bei mehren Königen von Castilien und bekleidete die ersten Neichswürdcn,zuletzt die eines Großkanzlers und Oberkammerhcrrn von Castilien. Er hatte zweimal dasUnglück, in Gefangenschaft zu gerathen; 1367 in der Schlacht von Najcra wurde er von denmit Peter dem Grausamen verbündeten Engländern, um 1385 in der Schlacht von Aljubar-rota von den Portugiesen gefangen genommen. Er starb zu Calahorra 1-107. Doch nichtblosals Staatsmann, sondern auch als Schriftsteller, besonders als Geschichtschreiber und Dichterhat er sich berühmt gemacht. Äm bekanntesten ist sein Geschichtswerk „Oünicas els los rez-escke tmstilluL.Uellro, V.Iönricjiiell., I). äurml., 1). blnri^nslll." (2 Bde.,Madr. 1780, 1.;die ältcrn Ausgaben von 1105 und >591 sind unvollständig), worin er der Erste unter denSpaniern es versucht hat, statt der bisher üblichen einfachen Berichte nach der Zeitsolge einemehr pragmatische Darstellung der Begebenheiten nach den Gesetzen der historischen Kunstzu geben. Natürlich hatte seine Beschäftigung mit lat. und ital. Schriftstellern, deren ermehre übersetzte, und vorzüglich mit Livius, den er zuerst ins Castilische übertrug (Sa-lamanca 1197 und 1552), Einfluß auf Stil und Darstellung, welcher trotz der meist nochmislungcnen Nachahmung doch immer beachtenswerth bleibt. Erft in neuerer Zeit sindauch seine poetischen Werke wieder aufgesundcn worden, darunter das bedeutendste sein„lll'.bro » rimsilo cke ziiilacio". Dieses „Buch in Neimen über das Hoflebcn", wie mandessen sonderbaren Titel etwa übersetzen könnte, ist während des Dichters erster Gefangen-schaft in England begonnen worden, in der alten einheimischen Form der vierzciligen cin-reimigcn Alexandrinerstrophcn abgefaßt und satirisch-didaktischen Inhalts. Es enthältnicht nur Nathschläge über die Einrichtung eines wohlgeordneten Hofstaats und Lehren derNegierungskunst für die Könige und Großen des Reichs, sondern auch satirische Schilderun-gen des damaligen Zustands in Staat und Kirche, der Laster und Thorheiten der verschiede-nen Stände und insbesondere der damals in Castilien herrschenden Misbräuche, mit großerFreimüthigkeit, der Sachkentniß eines selbst einen hohen Posten bekleidenden und zu denwichtigsten Unterhandlungen gebrauchten Staatsmannes, und dem gesunden Urtheile einesseine Zeit scharf beobachtenden Denkers entworfen, die daher auch für den Geschichtsforschervon Werth sind. Diesem größern Werke finde» sich in den handschriftlichen Sammlungen