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1 (1845) A bis Balbuena
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685
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Axel Axum 685»

Christliche Anzeige, die der Aussteller eines Wechsels dem Bezogenen in der Absicht inacht,um Letztem zu rechter Zeit Kenntniß von seiner Tratte (Ziehung) zu geben. (S. Wech sel.)Auch die Anzeige von der Absendung von Geld oder Waaren pflegt inan Avis zu nennen.

Axel oder Ab sal o n, Erzbischof in Lund und Bischof in Nveskilde, zugleich Mi-nister und Feldherr des Königs Waldemar l., geb. 1128, gest. l20I, stammte aus ei-nem sehr ansehnlichen Geschlechte und studirte in seiner Jugend zu Paris. Schon als Prinzhatte Waldemar ihm sein Vertrauen und seine Freundschaft geschenkt; diese Freundschaftdauerte bis zum Tode des Königs fort und ging auf seinen Sohn, König Knud VI.,über, dem A. mit derselben Treue und gleichem Eifer diente. A. zeichnete sich durch Weis-heit und Rechtlichkeit im Frieden sowie durch Muth und Klugheit im Kriege aus. Diewendischen Seeräuber wurden nicbr nur von den Küsten Dänemarks entfernt, sondern inihrer Heimat bekriegt und überwunden. Den pommerschen Fürsten Bogislaw schlug erund machte ihn Dänemark lehnspflichttg. An den weisen Gesetzen Waldemar's und seinesScchns hatte er vielen Antheil. Er liebte und förderte gelehrte Studien und Arbeiten, undseiner Aufmunterung verdankt man die erste im Zusammenhang geschriebene GeschichteDänemarks von Saxo Grammaticus, sowie die des Svend Aagescn. Durch den Bau einesbefestigten Schlosses (Axelhuus) zur Vertheidigung gegen die Seeräuber legte er den Grundzur künftigen Größe Kopenhagens, das damals ein geringes Dörfchen war, wo nur Fischerwohnten. Von diesem Ursprung (Axelhuus) und dem Geburtsnamcn A.'s schreibt sich derName Axelstadt, den man bisweilen Kopenhagen gegeben hat. In der Kirche zu Soroe,dessen Mönchskloster er stiftete, liegt A. begraben. Die Reliquien, welche im I. IN27, alssein Grab eröffnet ward, in demselben gefunden wurden, vornehmlich Bischofsstab undRing, werden in der neuesten und ausführlichsten Geschichte A.'s von Estrup (deutsch vonMohnike in Jllgen'sZeitschrift für historische Theologie", Bd. 2, Lpz. l832) bejchricben.

Axiom heißt im engern und wissenschaftlichen Sinne ein allgemeiner Satz, den derVerstand als richtig erkennen muß, sobald er nur den Sinn und die Worte desselben versteht,der also unmittelbar gewiß und aus keinem andern abzuleiten ist. Dahin gehören z. B. alleSätze, deren Prädicat ein wesentliches Merkmal des Subjectbegriffs enthält. So ist derSatz: Ein Dreieck hat drei Seiten, ein Axiom, weil bas Subject Dreieck nicht andersals dreiseitig gedacht werden kann. Jede Vernunftwisscnschaft verlangt solche Grundsätze,aus welchen Alles, was zu ihr gehört, abgeleitet wird; wie z. B. die ganze Geometrie ausverhältnißmäßig sehr wenigen Axiomen beruht. Ob es ein einziges für die gesammtc mensch-liche Erkenntnis; absolut erstes Axiom gebe, aus welchem alles übrige Wissen abgeleitet werdenkönne, ist eine Frage, über die zwar viel gestritten worden ist, deren Verneinung aber in derThatsache liegt, daß es verschiedene Anfangspunkte des menschlichen Wissens gibt. In for-meller Beziehung müssen die logischen Grundsätze, der Satz des Widerspruchs, der Identität,des ausgeschlossenen Dritten für solche Axiome erklärt werden, welche nicht blos für dasmenschliche, sondern für jedes Denken, welches fähig ist, sich nach dem Inhalte des Gedachtenzu richten, gültig sind. Die kritische Philosophie nimmt das Wort Axiom in einer beschrän-kenden Bedeutung und versteht darunter synthetische Sätze a priori von unmittelbarer, d. i.anschaulicher, Gewißheit. Sie behauptet, daß nur die Mathematik dergleichen habe, undnennt die Axiome der Philosophie nur discursive Grundsätze, deren Gültigkeit für uns durchdie Form unserer Anschauung bedingt sei, wie z. B. den Satz: Jede sinnliche Empfindunghat einen gewissen Grad. Die Mathematiker nennen ihre theoretisch unmittelbar gewissenSätze Axiome, z. B. den Sah: Jede Größe ist sich selbst gleich; die Federungen aber,deren Ausführbarkeit unmittelbar erhellt, z. B. zwischen zwei Punkten eine gerade Liniezu ziehen, Postulate.

Axum, einst die Hauptstadt des äthiop. Reichs gleiches Namens im heutigen abyssin.Staat Tigree, westlich von Adowa, liegt gegenwärtig in Trümmern, mitten unter denen dieneue, 1657 in einem edeln Stil erbaute Hauptkirche Abyssiniens steht. Noch zeugen vonder ehemaligen Größe die in Felsen gehauenen Bauwerke, der Königsstuhl, zwei Gruppe»von 36, einst 55 schön gearbeiteten, jedoch der Hieroglyphen entbehrenden Obelisken, unddie bekannte axumitische Inschrift, worauf der axumitische König Aizanes, um 333 n. Ehr.,in gricch. Sprache unter Aufzählung seiner Besitzungen einen Sieg feiert, und dafür dem