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durch ihr größeres Areal vor den übrigen auszeichnen, die zweite Classe zeichnet sich durchihre kleinere abgerundete Form, durch innere kegelförmige Erhebungen und noch vorhandenemächtige thätige Vulkane, wie durch Umgebung von Riffen und niedrigen Inseln aus, wäh-cend die isolirten Gruppen oder Reihen der niedrigen Inseln in kleinem Areal zwar auch ar-rondirte Gestaltungen zeigen, aber säst durchgehends anstatt innerer Erhebungen einen Bin-nensee besitzen, der durch einen engen Kanal mit dem Meere in Verbindung steht. Beide,vulkanische und niedere Inseln, wechseln in ihrer Gruppirung miteinander ab.
Das Klima A.s kann zwar im Allgemeinen als ein oceanisches bezeichnet wer-den, das durch Ausgleichen der Extreme eine gewisse Einförmigkeit hcrvorruft; es charak-terisier sich jedoch anders bei dem Festlande, als bei den Inseln. Die größere Erweite-rung der Landmasse des Australcontinents bedingt mannichfache Verschiedenheiten, wen»auch der oceanische Einfluß so mächtig ist, daß das ganze Festland in der Negenzoneliegt und nur die einzelnen höher» Gebirgstheile dem veränderlichen Niederschlage über-läßt. Nördlich einerLinie, welche die Westküste unterm 22" und die Ostküste unter dem34"südl. B. schneidet, breitet sich der tropische Vegetationsgürtel aus, dessen nördlichesRevier ausschließlich tropischen Charakter durch das Bestehen von nur zwei Jahreszei-ten hat. Hier beginnt die Regenzeit im October und wird im Mai durch die trockene, ge-sundere, aber doch durch große Dürre bezeichnete Jahreszeit abgelöst; an der Ostküste aberwechseln vier Jahreszeiten miteinander. Der Frühling tritt im September ein, der Som-mer im December, Herbst im März und Winter Ende des Mai; Frühling und Herbstsind durch häufige Regengüsse, Winter und Sommer durch Dürre charaktcrisirt, welchew«der durch den fallenden Thau noch durch heftige Gewittergüsse aufgehoben werdenkann. Der Juli ist der kälteste, der Januar der heißeste Monat; der Sommer ist durch seineschwüle Hitze ungesund, der austral. Winter dagegen wird von den Europäern seiner an-genehmen Kühle halber gepriesen und für die gesundeste Jahreszeit gehalten. Während dieseVerschiedenheit der Jahreszeiten den Nordostcn in eine tropische Zone mit dem Repräsen-tanten der Palme, und eine südöstlichere subtropische Zone zerlegt, wo das Fortkommeneingeführter Edelfrüchte und europ.-tropischer Gctreidearten, d. i. Mais und Reis, bezeich-nend ist, so gehört der südliche Theil A.s einem dritten Klimagürtel an, in welchem der Schneezwar auch im Meeresniveau nicht auszudauern pflegt, der aber vermöge seiner occanischcnLage eine geringere Sommertemperatur hat und durch das Gedeihen des Weinstocks undeurop. Getreideartcn charaktcrisirt wird.
Die geringe Abwechselung der klimatischen Verhältnisse, wie der äußern und inner« Bo-denbeschaffenheit, prägt sich in der Thier- und Pflanzenwelt, selbst in seinem Menschenwieder aus, ohne dadurch im etwaigen Mangel eigenthümlicher Formen des Besitzes eineseigenen austral. Typus beraubt zu werden, der gerade in den sonderbarsten und ausfallend-sten Bildungen auftritt- Außerhalb der gesegneten Flußthäler des ostaustral. Berglandesund der tropischen Vegetation des Nordens in einzelnen mannichfacher gestalteten Revierenherrscht auf weiten Räumen Eine Thier-, Eine Pflanzenart vor und drückt den Landschaftenden Stempel steppenartiger Eintönigkeit auf. Die mit einförmigem Rasen überzogenenEbenen der Gebirge sind von einzelnen gleichartigen Bäumen beschattet und tragen beigänzlichem Mangel an buschigem Unterholz oder krautartigen Gewächsen das Ansehen ei-nes lichten parkähnlichen Waldes, dagegen in den unabsehbaren Tiefebenen wieder solcheWälder fehlen, und die krautartigen Gewächse und Gebüsche in einartigen Species ihreStelle vertreten. Wie die Einförmigkeit in der Pflanzenwelt durch das Vorherrschen vonnur vier Hauptfamilien hervortritt, so auch in der Thierwelt durch das entschiedene Über-wiegen des Geschlechts der Beutelthiere. Auffallend für den Europäer mußten ihm inA. die Bäume enkgegentreten, deren lederartige Blätter senkrecht auf den Stengeln sitzen,die statt des Laubes ihre Rinde mit den Jahreszeiten wechseln, ferner der Mangel an eßba-ren Früchten, der Reichthum an schönen, honigreichen aber dabei nicht wohlriechendenBlumen, baumartige Schilfe und mannshohe Gräser; ebenso im Thicrreiche das Zuneh-men in Menge und Art mit den unvollkommener organisirten Geschöpfen, aber auch dieabnormen Erscheinungen schwarzer Schwäne, weißer Adler, behaarter statt befiederterVögel, der Schnabelthiere und Känguru u. dgl. Durch die Colonisation der Europäer