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1 (1845) A bis Balbuena
Entstehung
Seite
669
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Australien VstU

eine ungünstige und unvollkommene Gestaltung der Flüsse, da ihren Quellen wie weiternBahnen bestimmte Abgrenzungen fast immer fehlen, und die Mündungen meist unverhält-! nißmäßig große Busen bilden oder in Seen geschehen, die vom Meere aus schwer zugänglich' sind. Von Nordaustralien sind nur einzelne Küsteneigenschaftcn bekannt, und zwar> zeigt sich der nordöstliche Saum des Landes hoch, von Bergzügen durchzogen (derDryander^ 1300 F.), mit schönen Wäldern bedeckt, besser bewässert, als es die Gestade A.s sonst sind,jedoch der großen Felsriffe wegen, welche die Küste einfassen, sehr schwer zugänglich; der Nor-den ist dicht bewaldet und bis auf wenige Stellen eben, unfruchtbar und sehr wasserarm; derNordwestcn endlich beginnt mit öden, nackten, auffallend geformten Sandsteinbergen, tiefenSunden und Häfen und zahlreichen Inseln und Klippen, wird abe^ dann bald flach, sandig,sehr öde, pflanzcnarm und unwirthlich, welche Natur fast die ganze Westküste theilt. In demsüdlichen Theile Wcstaustraliens begleitet die Küste in einiger Entfernung eine ReiheBergzüge, welche, die Darlingkette genannt, vom Schwanenfluffe durchbrochen wird undöstlich in ein niederes bewaldetes Plateau übergeht, das südlich mit theils steilen und felsigenStufen, theils sanft verflachten Ebenen an die Südküste tritt. Dieselbe verwandelt ihren west-lichen, öden und einförmigen Charakter inSüdaustrali en schnell; da wird das Gestade hoch,sehr zerschnitten und hafenreich, es wird von 23000 F. hohen Bcrgzügcn (Lofty undBrown) begleitet und geht südöstlich bis zur Murraymündung in reiches und fruchtbares' Land über. Der südliche Theil Ostaustraliens, Neusüdwules, ist der bekannteste, be-wohnteste und wie cs scheint am vortheilhaftesten gebildete Theil des Australcontinents.

' Hier erhebt sich mit dem südlichen Cap-Wilson ein Vergland von geringer Breiteund großer Abwechselung der Form, das nordwärts bis zu den Gegenden der Herveyboizieht und bald näher bald ferner an die Küste tritt, einzelne fruchtbare Ebenen an ihr bil-dend, so die Ebene von Cumberland und die der Moretonbai. Den südlichsten Theil bildet daswiesenreiche, zur Viehzucht einladende, bis über 2000 F. aufsteigende Hochland der Schwar-' zm Berge, dessen Ränder rauhere, höhere und meist mcridiangerichtcte Gebirgsketten bilden,so !m Westen die Gebirge Monaru, Warragong (bei wahrscheinlich 910000 F. Höhe)das höchste in A., und Argylc. Die nördliche Fortsetzung bildet das öde Hochland der BlauenBerge bis zu der von Ost nach West streichenden Liverpoolkette, an die sich nördlich die Liver-xovlebenen reihen, welche eingeschlossen werden im Westen von den Wallambanglekctten undnördlich von der Hardwickekettc. Dem östlich steil, fast ohne Übergangsform abfallendenBerglande entquellen aus oft wilden Qucrthälern hervorbrechcndeKüstenflüffe von geringerBedeutung, wie Schoalhafen, Hawkesbury, Hunter, Hastings und Brisbane, während derWestabhang des Berglandes vorthcilhafter gebildet ist, indem sich hier ein Stufenland mitfruchtbaren und schönen Ebenen entwickelt, die zu den besten Thcilcn des ganzen Landesgehören; dahin gehören die Ebenen von Bathurst am Macquaric und von Paß am Morum-biji. Leider sind diese Ebenen von sehr beschränkter Ausdehnung, cs sind schmale Übergangs-zonen zu einem großen unwirthbaren Tieflande, das sich westlich allmälig verflacht und insteilen Rändern Plötzlich zur öden Südküste abznfallen scheint, welches, ans rothem sandigenLehm bestehend, mit niederen Gesträuch, auch auf großen Strecken mit Salzpflanzen bewach-^ sm ist und zur Regenzeit seinen wüsten Charakter in den unzugänglichen eines großen^ Sumpfes verwandelt. Unzusammenhängende niedere Bergketten zeigen sich in den vcrschie-! densten Richtungen, nur im Süden erhebt sich nahe dem Meere ein kleines isolirtes Bergland^ mit schönen wohibewässerten Thälern, es ist die Reihe der Südgrampianbcrge. Dieses Tief-, land enthält ein Flußsystem, das von allen bekannten das unvollkommenste ist. Im nörd-j lichen Theile des Berglandes entspringt der Darling, der gleich seinen Zuflüssen Karaulc,Kindur und Macquaric, bald in großen Morästen eine bestimmte Stromrinne verliert undnur muthmaßlich als ein Nebenfluß des südlichen Hauptstroms, des Murray, bezeichnetwird. Dieser entquillt den schneercichen Warragongketten, empfängt rechts den vereintenMorumbiji und Lachlan, bildet zwar auch Sümpfe, doch nicht so bedeutende, und mündetin den seichten See Alexandrina, welcher in Umgebung eines reichen Landes, durch einenschmalen unzugänglichen Kanal mit dem Meere in Verbindung steht. Die Orographie deraustral. Inseln unterscheidet hohe Urgebirgsinseln, hohe vulkanische und niedrige. Zur erstenl-lasse gehören die langgestreckten vielgezackten FelSeilande der inner» Reihe, welche sich