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1 (1845) A bis Balbuena
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668 Australien

talen Erdtheile eröffnet; es erscheint im Bereiche der Wasserhalbe der Erde einförmig undunausgebildet, und als Gegensatz seines Antipoden Europas, wo oceanisches und contincn-tales Element zu höchster Ausbildung ineinander greifen.

Die isolirte Stellung im fernen Oceane verbarg A. lange vor den Blicken der Eu-ropäer, und wenn auch die Inseln der Südsee seit Magelhaens allmälig aus ihrem Dun-kel auftauchten, so konnte eine definitive Bekanntschaft mit dem Anstralftstlande doch erstmit der Begründung der Holland. Macht auf dem ostindischen Archipel erfolgen. Äonda aus und durch das östliche Verschlagen der um Afrikas Südspitze nach Ostindien se-gelnden Schiffe, auch vom Westen aus, wurde mit Beginn des 17. Jahrh. Neuhollandvon zwei Seiten, im Norden und Westen, angegriffen. Nach der Entdeckung von Neu-guinea war das südliche Weiterschrcitcn der Holländer natürlich; sie entdeckten im Z. 1608die Nordküsten Neuhollands durch das Schiff Duythen von Amboina aus. Gleich daraufführte ein Zufall den span. Seemann Torres in dieselben Gegenden, doch erst bei Erobe-rung von Manilla durch die Engländer im I. 1762 wurden dessen Berichte bekannt under durch den Namen der Torresstraße geehrt. Die Holländer verfolgten ihre Entdeckun-gen durch Absendung der Schiffe Pcra und Arnhem im I. 1623, welche die gefunde-nen Nordküstcnstreckcn nach dem Generalstatthalter Indiens, Pet. Carpenter, Carpentarianannten, ferner 1636 durch eine neue Expedition, vom Gcneralstatthalter van Diemenausgesandt, die die gefundenen Länder Vandiemensland und Arnhcmsland taufte. Diegleichzeitige Auffindung der Westküste war mehr ein Werk des Zufalls und der Strö-mungen des Indischen Oceans, die 1616 das Schiff Eendracht, 1616 den SeefahrerEdel und später den Seefahrer de Witt hierhin führten, daher die Westküste Dewitts-,Eendrachts- und Edelsland heißt. Auf ähnliche Weise wurde den Holländern die Süd-küstc bekannt, indem das Schiff Lecuwin 1622 die Südwcstspitze sah und Peter Nuyts1629 die Küste des Australgolfs im Westen befuhr, weshalb auch die KüstenstreckenLecuwins- und Nuytsland benannt wurden. In den letzten Jahren der Statthalterschaftvan Diemen's verfolgte der Holländer Abel Tasman die Entdeckungen mit rühmlichem Eiferauf mehren Fahrten; er nahm die Westküste zu größerm Theile auf, entdeckte 1632 dieInsel Vandiemensland, löste den Wahn, daß A. das nördliche Ende eines großen Süd-polarlandes sei und benannte die Lücke zwischen Vandiemcns- und Dewittsland Kova llal-Isnclm. Mit van Diemen's Tod imJ.I635 hörten die Erforschungen der Holländer andiesenKüsten fast ganz auf, und cs trat bis auf Cook, 1770, in den Entdeckungen A.s eine Epochedes Stillstandes ein, nur unterbrochen durch den Holländer Vlaming, 1696, und den be-rühmten franz. Seefahrer Dampier, 1699. Durch Cook kam, wie überhaupt die oceanischeHalbe der Erde, auch A. mehr aus dem bisherigen Dunkel; 1770 betrat er das Land derBotanybai, also nun auch den Osten des Continents und nannte es Neusüdwales. Mitder Begründung der Kolonie Sydney durch den Gouverneur Philipp im J. 1788 beganneine neue Erforschungsperiode für A., im Anfang zwar mehr auf das Vordringen nach Innen,doch bald auch wieder auf die weitern Küstenverfolgungen gerichtet. Die Seefahrer Flinders,Grant und Baß zeichneten sich am Ende des 18. und zu Anfang des 19. Jahrh. durch rast-lose Thätigkeit aus, die auch durch die Namen Flinders- und Grantsland und Baßstraßeverewigt worden; ebenso machte sich 1801 der Franzose Baudin verdient, den besonder»Dank aber erwarb sich der talentvolle Engländer King, dessen vier Entdeckungsreisen seit1817 das Werk der Küstenerforschung A.s mit größter Sorgfalt fast ganz geschlossen haben.

Bei dem Verfolg der allmäligen Entdeckungen sind zwar die einzelnen Küstenstricheunter bezüglichen Namen bekannt geworden; dieselben dürften aber nur thcilwcise Anerken-nung und vorübergehenden Werth finden, cs erscheint daher eine naturgemäßeEinthcilungin Nord-, Süd-, West- und Ostaustralicn zweckmäßig. Nordaustralien umfaßt den tropischenTheil nördlich des Wendekreises, und Südaustralien die weitern Umgebungen des Spencer-und Vincentgolfs, wodurch der westliche Landcsthcil vom östlichen geschieden wird. Troßder geringen Kenntnisse vom Innern des Continents möchte es doch nicht zu bezweifelnlein, daß die Form des Tieflands vorherrscht und zwar in einer die Begründung einer höher»Bildung abschreckenden Natur. Man Hst bisher nur inselartig aufsteigendc Bergländcr in ein-förmiger Bildung mit wenig ausgedchntcn und entwickelten Stuftnländern gefunden, ebenso

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