Ausgrabungen 6'>>
die Basenschätze von Nuvo auS, wo man unter Anderm 1833 auf einer Anhöhe eine Grab-kammer mit Wandgemälden, vielen Bronzen, Waffenrüstungen und Anticaglien entdeckte.Was die übrigen Provinzen des Königreichs betrifft, so wurde 1833 .zu Larino ein Sarko-phag aufgefunden und zu Locri ein bedeutender Fund von Vasen gemacht. Nicht minderwichtig waren die Ausgrabungen auf der Insel Sicilien, namentlich zu Acre, Catana,Cefalu, Centorbi und Comiso, noch mehr die zu Girgenti und in dessen Umgegend. Inder Nähe von Messtna stieß man auf 200 Medaillen der ersten Kaiserzeit und auf der Süd-westseite von Palermo auf griech. Gräber. Zu Segesta wurde ein Theate aufgeräumt unddie 1822—32 in den Ruinen von Selinunt angestellten Nachforschungen brachten sechsTempel mit vielen Denkmälern zu Tage. Zu Solunt entdeckte man 1825 einen Tempelmit einer Jupiter-Statue, zwei Kandelabern, einem Thron und einem Opfertisch. In Syra-kus beschäftigt man sich noch gegenwärtig mit der Ausgrabung eines der prachtvollsten Thea-ter. Auf mehren Inseln des Mittel meers kamen in neuester Zeit phönizische Alter-thümer zum Vorschein, besonders auf der Insel Gozzo bei Malta.
In Frankreich hatte bereits Peiresc durch sein Beispiel bewiesen, wie reich der Bodendieses Landes für den rechten Sucher sei. Die wichtigsten Entdeckungen hat man seit 1820gemacht. Zu den bedeutendsten Funden gehört der zu Berthonville in der Normandie, woman über hundert Silbergefäße ausgrub, die seltene mythologische Darstellungen liefern undursprünglich zu dem Schatze eines Tempels des Mercur gehörten. Darunter befinden sichausgezeichnete Vasen mit dem Bildnisse des Jupiter, der Juno, des Pegasus u. s. w. BeiSoissons im Departement Aisne stieß man beim Bau der Festungswerke 1830 auf Niobiden-Statuen und 1836 fand man in der Nähe der Stadt eine kleine Bronzestatue aus dem 2. Jahrh.,die einen auf einer Lanze lehnenden Krieger darstellt. Bei Angers im Departement Maineund Loire fand ein Landmann 40 Stück röm. Gefäße von der schönsten Form mit mytholo-gischen Darstellungen. Zu Arles im Departement der Rhonemündungen stieß man imTheater auf sechs alte Bogen und in der Nähe auf Reste von Aquäducten. Ferner fand man zuAutun im Departement der Saone und Loire 1833 ein Medaillon von Achat mit dem Brust-bilde des Tiberius oder Nero, zu Bavay im Departement du Nord die Bronzestatue desHercules aus der Zeit der Antonine, zu Bernay die Statue eines Hermaphroditen, zu Dour-lexs Überreste einer röm. Wasserleitung, zu Lille die Reste eines prachtvollen antiken Baues;zu Livernay im Departement Cöte d'or zwischen Saulieu und Autun einen Stierkopf auseiner goldähnlichen Masse, vielleicht dem korinthischen Erze; zu Lillebonne im Departementder Niederseine, dem alten von Cäsar gegründeten Juliobona, 1824 eine sechs Fuß zwei Zollhohe männliche Statue von vergoldeter Bronze, 1828 ein Marmorbild, endlich 1836 ander westlichen Mauer des alten röm. Theaters in einem massiven Grundbau Todtenurnmund Grabsteine mit Sculpturen.. Zu Lions im Departement der Eure fand man eine MengeBronzegeräthe, darunter einige Äxte; bei dem Dorfe Margeaix unweit Puy im Departementder Oberloire Überreste eines mit Sculpturen geschmückten Tempels, unter denen sich einmit Wasserpflanzen bekränzter Najadenkopf und drei 3'/- F. hohe Cupido-Statuen auszeich-nen; zu Nismcs im Departement du Gard 1832 vor dem Tempel der Diana und in denAquäducten verschiedene Alterthümer, und zu Milhaud ein mit Basreliefs verziertes Grab;' zu Orleans im Departement derLoiret mehre architektonische Reste und Grabsteine mit In-schriften und Sculpturen. Zu Toulouse im Departement der Obergaronne entdeckte man1833 ein Mosaik aus dem 3. oder 4. Jahrh.; zu Pont-de-Sargis im Departement du CherÜberbleibsel von röm. Marmorfußböden und Basreliefs von ausgesuchter Arbeit; zu Por-cheville in der Nähe von Nantes im Departement der Niederloire ein gemauertes Grab ausden Zeiten der alten Gallier mit Menschengebeinen und Überresten von schwärzlichen Thonge-säßen; unweit Suippe im Departement der Marne in der Nähe der ehemaligen Römerstraße1836 ein Gefäß mit 616 Silbermünzen, worunter 200 der Consularzeit angehören, und bei' Laval in demselben Departement an der alten röm. Straße von Rheims nach Verdun einenirdenen Krug mit 217 Silbermünzen, von denen 4 das Bildniß des Pompejus, 11 das desJulius Cäsar, 22 das des Antonius, und unter diesen 6 mit dem Kopfe der Kleopatra aufder Rückseite, 160 das des Augustus, 20 das des Tiberius darstellen. — In Belgien fandman bei Ettelbruck die Reste eines alten Baues und zu Tongern, dem ehemaligen ^lluatuc»