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652 Ausgrabungen
ehemalige Landhaus des Hora» zu entdecken. Vgl. „Necouverte cke Irr maison tls csn>;>sgn«ä'Hoi-Äce" (3 Bde., Rom 1767—69). Neuerdings hat man hier, sowie 1836 bei Poggio-Sommavilla bemalte Vasen entdeckt, 1826 bei Montecalvo Statuen eines Musenvereins,zu welchem die 1835 auf der Straße nach Rieti ausgegrabenen zwei Sängerstatuen undReste einesZeus gehört zu haben scheinen. JncherNähe vonBologna fand man drei silberneSchalen, zwischen Ravenna und Cervia die Herme eines Hermaphroditen und zu Fano ineinem Grabe Gold- und Erzmünzen des Theodosius und Valentinian. Die größten An-tikenschätze aber bietet Nom mit den umliegenden Villen dar. Diese wurden besondersim 16. Jahrh. bei der Bildung des Museo Pio-Clcmcntino sorgfältig ausgebeutet. DieAusgrabungen des röm. Forum begannen 1801 mit der Offenlegung des Septimius-Se-verusbogens. Bei Gelegenheit der Wiederherstellung des Colosseums 1804—7 wurde 1805der Konstantinsbogen von Schutt befreit, und bei den Ausgrabungen, die man 1810—14vornahm, die ganze Strecke vom Colosseum bis zum capitolinischen Hügel abgcräumt, wo-bei der riesenhafte Tempel der Venus und Roma und 1813 die Phokas-Säule zum Vor-schein kamen. Dann ward 1819 die Basilika des Konstantin bei dem alten Forum Pariszu Tage gefördert. Später grub man 1826 — 28 in den sogenannten Badern des Pau-lus Amilius nach, und noch später wurde der Clivus des Capitols offen gelegt. Fernerentdeckte man den Tempel der Concordia bei dem Bogen des Septimius Severus und dasMilliarium-Aurcum, von welchem ab alle Meilensteine auf den von Rom ausgehende»Hauptstraßen gezählt wurden, sowie gleichzeitig an der Höhe des Capitols einen Por-ticus- Andere Nachgrabungen geschahen 1824 in den Thermen des Caracalla, wo manauf Mosaikböden mit Gladiatorenbrustbildern stieß, ein Jahr darauf in dem Circus desMaxentius, 4830 an der Via Appia, wo man einen Sarkophag mit Kampfdarstellungenhcrvorzog. An der Via Latin« entdeckte man 1831 ein Columbarium mit Inschriften undReliefs und 1838 an der Via Aurelia ein ähnliches. Endlich wurden in der Nähe desForums des Trajan dicht am Valentinischen Palaste großartige Überreste des vom -KaiserHadrian zu Ehren Trajan's errichteten prachtvollen Tempels gefunden. Vgl. die reichhaltigeLiteratur in Otfr.Müllcr's „Handbuch der Archäologie der Kunst" (2.Ausg., Brest. 1835).In der Campagna grub man bei Aqua TraversaThermen aus; beiBottacia l 824 einenwohlerhaltenen Sarkophag; in Boville 1823 einen Circus und eine berühmte Ära des Juli-schcn Geschlechts; zu Civitavecchia, dem alten Centumcellac, den großartigen Nest einesBronzekoloffes; in Falerii 1823 Relieftafeln und Sculpturen; zu Gabii 1837 Mosaik-fußböden mit Inschrift; zu Ncttuno die Überreste einer alten Wasserleitung; zwischen diesemund Stura Mosaikböden; zu Ostia einen Endymions-Sarkophag, eine Alcestis und cinJphi-genien-Relief; zu Palestrina mehre mystische Cisten; zu Romavecchia 1824 einen Niobiden-Sarkophag; bei Tivoli 1827 einen großen Aquäduct; zu Tormarancia 1827 eine Herme;zu Tusculum Votivterracotten und eine alte gepflasterte Straße und 1834 einen bedeuten-den Mosaikboden. Im jetzigen Königreich Sicilien diesseit der Meerenge war dieHauptstadt Neapel von früher Zeit an ergiebig an antiken Kunstdenkmälern, die in den dorti-gen Museen und Antikcnlagern zu finden find, ohne daß man über die nähern Umstände undden Ort der Auffindung etwas anzugeben vermag; vor allen belohnend aber waren die ver-ständig geleiteten Ausgrabungen in den untergegangenen Städten Pompeji (s. d.)undHerculanum (s. d.). Zu Capua grub man im Theater 40 Stück Goldmünzen aus, diebis auf Anastasius herabreichen, auch wurden die unterirdischen Räume der Arena zu Tagegefördert; desgleichen entdeckte man zu Cicelli 1832 das Fragment einer Tabula slimentaris.Sehr ergiebig waren ferner die von 1825 — 29 angestellten Ausgrabungen zu Nola, woman mehre Vasen, eineuKelch von bloßer Erde und einen Deckel mit der Hochzeit des Peleusund der Thetis gewann. In Pestum, wo schon früher Nachgrabungen stattgefundcnhatten, stieß man 1829 bei Anlegung einer neuen Straße auf griech. Gräber und 1830 aufeinen Tempel in dorisch-korinthischer Bauart; zu Eboli, Sorrent und Cumä entdeckte manVasen. Die ganze Provinz Basilicata lieferte eine zahllose Menge Vasen, besonders Anzi,Armento und Castellucciv-inserivre. Auch Apulien war reich an Vasen, namentlich fandman zu Bari die berühmte Triptolemus-Vase; andere zu Canosa und zu Oria in denJ. 1812und 1827. In neuesten Zeiten zeichneten sich in dem ehemaligen Großgriechenland überhaupt