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1 (1845) A bis Balbuena
Entstehung
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651
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Ausgrabungen 651

ein Junokopf von pentclischem Marmor, ein Torso des Apollon ausgegraben; zu EivitavecchiaInschriften und Münzen; bei Piadona die Bronzestatue einer flügellosen Victoria aus derZeit des Antoninus Pius; bei Modena fein gearbeitete Vasen von rother Farbe; zu Citta-nuova bei Modena, westlich über der Via-Ämilia, eine große Urne und ein Bronzeschildmit dem Medusenhaupt; endlich zu Bresccllo 80000 Goldmünzen, die sammtlich derZeit vor den Kaisern angehören. In Toscana ist namentlich Florenz der Hauptplatzentdeckter Alterthümer. Im 1. 1829 wurden in dem nahgelegenen Fiesole 2110 Medail-len gefunden; bei Volaterra, wo man regelmäßige Ausgrabungen veranstaltete, Terracotten-würfel von länglichem Viereck; bei den Marmini und Belora Urnen, Vasen, Spiegel,Goldarbeiten, und bei erster» auch 1830 ein Grabmonument in konischer Form und 1832runde Grotten mit Alabasterurnen und Terracotten; bei Arezzo >832 ein ganzes Lagervon den im Alterthume unter dem Namen der aretiner Gefäße berühmten Töpfergeschirren,und 1837 in der Nähe der Stadt auch einige bemalte Vasen. Zu Chiufi, der ehemaligenberühmten Hauptstadt des Porsena, lieferten die geöffneten viereckigen Gräber eine großeAnzahl Scarabeen mit etruskischen Darstellungen; in der Nähe der Stadt entdeckte manVasen von ungebrannter schwarzer Erde mit rohen Thierzeichnungen und sonderbarenDeckeln und Henkeln, in der Stadt selbst 1 834 mehre Todtenurncn, Schalen und eine soge-nannte mystische Eiste; besonders merkwürdig aberstnd die daselbst von Pietro Casuccini 1833entdeckten Wandgemälde, die mit Deckfarben auf den nackten Stein aufgetragen sind. Ein-zelnes fand man auch zu Val-di-Chiana, Cortona und bei Austrocknung des kleinen SeesCiliegeto. Der Mittelpunkt für die Ausgrabungen ist der Kirchenstaat. Zunächstwurden um Perugia im I. 1813 Bronzearbeiten und andere Geräthe, Elfenbein- und Kno-chenfragmente ausgegraben, in der Nähe vonTodi 1835 die Bronzestatue eines geharnischtenKriegers, wahrscheinlich des Mars, und auf der Via Cassia eine kolossale Büste. Sehr wich-tige Entdeckungen machte man bei den Nachgrabungen in der Nekropole des alten Vulci, diei 1827 vom Fürsten von Canino begonnen und dann von Campanari und den GebrüdernFeoli bis 1837 mit der größten Thätigkeit fortgesetzt wurden. Vgl.6»taIoF<, <1i scelte sn-ticbits etru8ciie, trovste negli sesvi <iel principe cki 6»nino" (Viterbo 1829). Besondersim 1. 1835 grub man hier außer einer Menge zierlicher Terracottcnfigürchen eine prachtvolleweibliche Bronzestatue aus, deren Kopf leider fehlt; ferner ein kelchförmiges Gefäß von weiß-lichem Grund, darstellend die Pflege des jungen Bacchus, wegen schöner Anordnung und po-lychromer Ausführung interessant, und ein kleineres Gefäß, welches uns die Helena zeigt,wie sie von Menelaus verfolgt wird. Sehr viele von den hier gewonnenen Kunstschätzenkamen in die Museen von Petersburg, Berlin, München, London, Paris und Nom. Diehier ausgefundenen, für die Kunstmythologie und Kunstgeschichte sehr wichtigen Vasen, de-ren Zahl überaus groß ist, werden im Allgemeinen in das 3., 4. und 5.Jahrh. v. Ehr. gesetzt.Auch in der Nekropole des alten Tarquinii in der Nähe des Städtchens Corneto stellte man1817 27 Nachforschungen an, deren Ergebnisse Wandgemälde und bemalte Gräberwaren. Bei den Nachgrabungen auf dcmMonte-Quagliere entdeckte man 1 829 Reste einesröm. Bades und Mosaikbvden und in den Gräbern der nahegelegenen Orte Pirgi, Gra-viscä und Cere Vasen der allerfeinsten Gattung, Votivschildcr und Terracottenreliefs. Von' 1830 33 grub man mehre Grotten aus, worin man Reste von Figuren und Malereienfand. Bei Fara stieß man 1836 auf eine röm. Inschrift aus den Zeiten Nero's. Eine reicheAusbeute an Schalen, Vasen, Waffen, Gold- und Silbergeräthen gaben 1828 36 dieGräberschätze von Cerveteri, dem alten Cäre oder Agylla. So fand man hier 1836 einrein etruskisches Denkmal, enthaltend schönes Metallgeräth, darunter drei Silbergefäße,deren eines mit bildlichen Darstellungen versehen war; desgleichen ein Grab mit sehr werth-vollen Gegenständen des Schmuckes, wie Armbändern, und mit andern Geräthschaften.

^ Auch in der Nekropole des alten Veji fand man 1838 Vasen und goldene Ohrgehänge.Desgleichen wurden bei Orvieto und in der Umgegend von Viterbo, namentlich zu Norchiaund Castellacio, mehre Gräber geöffnet und viele merkwürdige Gegenstände daraus hervor-gezogen. Vgl. Orioli's und Semeria's Berichte in derLiblioteca itsliuna" ( 1817 ). Vasen,Waffen und Metallarbciten fand man bei den Ausgrabungen von Bomarzo im I. 1830.In Sabina grub der franz. Gelehrte Capmartin de Chaupy zehn volle Jahre, um das