Augustinus (Apostel der Engländer) Augustus 641
' einiger Mönchs- und Nonnenklöster in Afrika ein freilich durch die Vandalen bald zerstörtes
) Denkmal. (S. Augustiner.) Seine Schriften erschienen zu Paris (I I Thle. in 8 Bdn.,
e 1679—>700,Fol.), zu Antwerpen (II Thle.inb Bdn., 1700—3, Fol.) und durch die
z Benediktiner (l l Bde., Par. l 835—39); unter ihnen zeichnet sich das Werk „De civitats
(lei libri XXII" (deutsch von Silbert, 2 Bde., Wien 1826) vorzüglich aus. Die Gebeine- des A. wurden durch seine Anhänger, um sie den arianischen Vandalen zu entreißen, nach
l- Sardinien gebracht und, als diese Insel in die Hände der Sarazenen fiel, durch Luitprand,
den König der Langobarden, mit schwerem Gelbe eingelöst. Seitdem in der Peterskirche zue Pavia aufbewahrt, wurden sie mit Genehmigung des Papstes im Oct. 1842 nach Algier
, ausgeliefert, um bei dem auf den Ruinen Hippos durch die sranz. Bischöfe errichteten Denk-r male des A. niedergelegt zu werden.
t Augustmus, der Apostel der Engländer, ein Benedictiner, wurde vom Bischöfe
u zu Rom, Gregor I., 596 mit 40 Mönchen über Gallien zu den Angelsachsen gesendet, um
> sie zum Christenthume der röm. Kirche, wiewol mit vieler Anbequemung an die heidnischen
l- Religionsgebräuche, zu bekehren und dadurch unter die röm. Oberherrschaft zu bringen,
r Durch allerlei Wunder, die A. verrichtet haben sollte, und den Umstand, daß Bertha, König
!- Edilbert's Gemahlin, eine eifrige Christin war, ward auch der König selbst und ein großer
n Theil seines Volks sehr bald geneigt, sich taufen zu lassen; doch gingen diese geistlichen Er-
>- vberungen unter des A. Nachfolger Laurentius zumeist wieder verloren. Sein Eifer, die
altbrit. Christen zur Anerkennung Roms zu vermögen, verwickelte ihn in lange Strcitig-e keiten. Er ward 598 Erzbischof von Canterbury und starb 610.
>, Augustülus, s. Romulus Augustulus.
Augustus (Cajus Julius Cäsar Octavianus), eigentlich Cajus Octavius, der Sohn
> des Cajus Octavius und der Atia, einer Tochter der Julia, der jüngern Schwester des Ju-
lr lius Cäsar, der also sein Großonkel war, wurde am 23. Sept. 63 v. Chr. geboren. Die Fa-lk , milie der Octavier stammte aus Veliträ im Lande der Bolfker. Der Zweig, zu welchem
h A. gehörte, war reich und angesehen. A.'s Vater hatte sich bis zum Senator emporge-
o schwungen und war, nachdem er die Prätur verwaltet, nach Macedonicn gegangen, wo er
n sich in Krieg und Frieden rühmlich auszeichnete. Nach dem frühen Tode desselben wurde A.
!r durch die Sorgfalt seiner Mutter und des Lucius Marcius Philippus, mit dem sich diese in
ei zweiter Ehe vermählt hatte, sehr sorgfältig in Rom erzogen. Seine Talente erwarben ihm
n die Gunst des Julius Casar, der ihn im1.45, da er sein Testament machte, in diesem zum
n ! Haupterben einsetzte und an Kindesstatt annahm. Octavius befand sich damals zu Apol-
r lonia in Epirus, wo er unter dem berühmten Redner Apollodor die Beredtsamkeit studirte.
r Die Besorgnisse seiner Freunde nicht achtend, ging er nach Italien, um, wennsich ihm die Ge-
h lcgenheit darböte, die Hoffnungen zu verfolgen, zu welchen die Adoption, in Folge deren er
'e sich Julius Cäsar Octavianus nannte, ihn berechtigte. Als er bei Brundusium landete,
h kamen ihm Abgeordnete der daselbst versammelten Veteranen entgegen. Er wies sie zurück
und eilte allein nach Rom. Hier gab es zwei Parteien: die Partei der Republikaner, diel- ! den Cäsar gestürzt hatte, und die Partei des Antonius und Lepidus, die unter dem Vor-
r wände, Jenen zu rächen, ihre eigene Macht zu begründen strebte. Die letztere Partei hatte
n ^ gesiegt, und der Konsul Antonius übte eine fast unbeschränkte Gewalt. Von diesem fodcrte
u Octavian die Ausantwortung von Cäsar's Nachlaß. Die Streitigkeiten, die auf des An-
n tonius Weigerung alsbald zwischen Beiden entstanden, wurden jedoch nach dem Wunsche
i> der Veteranen, wenigstens scheinbar, ausgeglichen, und Antonius, der den jungen Octavian
!e anfangs übermüthig behandelt hatte, zeigte sich nachgiebiger, als er sah, wie dieser das Volk
ct und das Heer für sich zu gewinnen wußte. Als Antonius Rom verlassen hatte, um das
n ^ cisalpinische Gallien dem Decimus Brutus abzunchmcn, begann Octavian ihm.entgcgcn-
,) zuarbeitcn und bewährte sich hierbei schon als Meister in der schlauen Politik, durch die er späterh sich zum Herrn des röm. Staats machte. Er zog die für Antonius bestimmten Legionen an
i, sich, gewann Senat und Volk durch Cicero, den er ganz für sich eingenommen hatte, und
n ( der für die Republik zu wirken meinte, während er in der That für Octavian wirkte. Ihm
i- > verdankte er es auch, daß er ein Feldherrnamt in dem mutinensischen Kriege erhielt, nach
lg Eonv.-Lxx. Neunte Aufl. 1. 41