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1 (1845) A bis Balbuena
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Augusti

bei Jena Theil nahm und dann nach Prcnzlau sich zurückzog. Hier wurde er, nachdem erkühn nach einem Ausweg gesucht, nach der verzweifeltsten Gegenwehr von den Franzosengefangen genommen und dann nach Frankreich gebracht, wo man ihm zunächst Nancy zumAufenthaltsorte anwics. Später kam er nach Soiffons, dann nach Paris. Nach dreizehn-monatlicher Gefangenschaft in Frankreich freigegeben, machte er eine Reise durch die Schwei;und Oberitalien und ging dann nach Petersburg. Bei der Reorganisation der preuß. Ar-mee ward er zum Generalmajor und Chef der Artillerie ernannt und bemühte sich nun,seine Kenntnisse in diesem Fache in theoretischer und praktischer Hinsicht möglichst auszubil-den. Da er jedoch als Chef der Artillerie nur anzuordnen hatte, dem Kampfe selbst aberfern blieb, so übernahm er nach dem Waffenstillstände von 1813 als Generallieutenant dasCommando der zwölften Brigade beim zweiten (Kleist'schen) Armeecorps. An der Spitzedieser Heerabtheilung focht er in den Schlachten von Dresden, Kulm, Leipzig, Montmirail,Laon und Paris, sowie in vielen kleinern Gefechten. Mehrmals trugen er und seine Bri-gäbe zur Entscheidung des Sieges bei. Noch größer ward sein Wirken, als er 1815 dasCommando über das zweite, norddeutsche Armeecorps erhielt, welches zur Belagerung derFestungen an der Nordgrcnze Frankreichs bestimmt war. Hierbei wich er von dem ge-wöhnlichen Gange der Belagerungen insofern ab, daß er, ohne die Truppen zu sehr aus-zusetzen, die Feinde meist durch Scheinangriffe täuschte, die Parallelen sehr nahe an derFestung eröffnete, mit den Laufgräben rasch vorging und die Werke und die Stadt durchstarkes Feuer, besonders aus Wurfgeschütz, beunruhigte. In kurzer Zeit bewirkte er dieÜbergabe von Maubcuge, Philippevillc, Maricnbourg, Longwy, Rocroy, Givet, Mont-medy, Sedan und Mezicres. Nach dem Kriege übernahm er wieder das Commando der Artil-lerie, für deren höhere Ausbildung er auf das thätigste wirkte und die unter ihm zu einer sehrhohen Stufe der Vollkommenheit sich aufgeschwungen hat. Durch die Erbschaften von seinemVater und seinem bei Saalfeld 1806 gebliebenen Bruder, Louis Ferdinand, besitzt er dasgrößte Privatvermögen im preußischen Staate.

Augusti (Joh. Christian Wilh.), einer der gelehrtesten Theologen der neuesten Zeit,geb. 1772 zu Eschenberga im Gothaischen, wo sein Großvater Friedr. Alb. A., der alsRabbi Herschel 1722> zum Christenthum übertrat, als Pastor starb und sein Vater ErnstFriedr. Ant. A., der später Superintendent zu Ichtershausen wurde und 1820 zu Jenastarb, zur Zeit der Geburt des Sohnes Pfarrer war. A. verdankte seine erste Bildung demgelehrten Pfarrer Möller zu Gierstedt im Gothaischen und studirtc in Jena. Hierauf lebteer in Gotha, bis er auf den Rath des damaligen Generalsuperintendentcn Löffler 1798 sichwieder nach Jena begab, wo er Privatdoccnt der Philosophie wurde und Vorlesungen übkroriental. Sprachen hielt. Im 1.1800 zum außerordentlichen Professor der Philosophie,1803 zum ordentlichen Professor der oriental. Sprachen zu Jena ernannt, folgte er 1812einem Rufe als ordentlicher Professor der Theologie nach Breslau und 1819 nach Bonn,wo er 1828, jedoch mit Beibehaltung seiner Professur in Bonn, auch zum Obcrconfistorialrathin Koblenz, und als er 183 5 den Rufnach Darmstadt als Prälat ausgeschlagen hatte, zumCon-sistorialdirector ernannt wurde. In Koblenz, wohin er zur Candidatenprüfung gereist, starber am 28. Apr. 1831. Über seine Gelehrsamkeit sowol als über seine Gesinnungist sehr ver-schieden geurtheilt worden; allgemein aber muß man ihm lebendige Darstcllungsgabe, Witzund große Geistesgewandthcit zugcstehen. Schon in Jena war er durch seine öffentlichenDisputationen berühmt. Unter Andcrm trieb er Fr. Schlegel, als dieser sich in Jena habi-litirte, durch seine Disputirkunst so in die Enge, daß dieser von dem Katheder sprang, umsich zu entfernen, und nur durch den Decan zurückgehaltcn werden konnte. Die verdienst-lichsten seiner literarischen Arbeiten sind dieDenkwürdigkeiten aus der christlichen Archäo-logie" (12 Bde., Lpz. 1817 31), die er auch in einem neugeordncten und vielfach berichtig-ten Auszuge unter dem TitelHandbuch der christlichen Archäologie" (3 Bde., Lpz. 183637) erscheinen ließ, und nächst diesen dasLehrbuch der christlichen Dogmengeschichtc" (Lpz.1805; 3. Aust. 1835). In dogmatischer Hinsicht war er früher dem Rationalismus er-geben; doch schon in seinemSystem der christlichen Dogmatik" (Lp;. 1809; 2. Aufl.1826) erklärte er sich entschieden für das allkirchliche System. Viele Feinde zog er sich zu,als er in seinerKritik der preuß. Kirchenagende" (Franks. 1823) und in einemNacherage"