638 August (Großh. zu Oldenburg) August (Prinz von Preußen) k
(2. Aust., Gotha 1823). Ihm folgte in der Negierung sein Bruder, Friedrich IV., mit >welchem am 11. Fcbr. 1825 die Linie Sachsen-Gotha erlosch
August (Paul Friedrich), Großherzog zu Oldenburg, der älteste Sohn des Herzogs ,Peter Friedrich Ludwig und der Prinzessin Elisabeth von Würtemberg, wurde am > 3. Juli ^1783 auf dem Lustschlosse Rastede geboren. Nach der Besetzung Oldenburgs durch die iFranzosen begab er sich > 811 mit seinem Vater nack Rußland, wo sein jüngerer Bruder, Georg,gest. 1812, mit der Großfürstin Katharina, nachherigcr Königin von Würtemberg, ver-mählt, Gouverneur von Nowgorod, Twcr und Jaroslaw war. Gleich diesem nahm erkhätigen Theil an dem Befreiungskriege. Im I. 1813 ward er Gouverneur von Revalund stiftete sich als solcher ein bleibendes Gedächtniß, insbesondere durch die von ihm geiei-teten Vorarbeiten zur Aushebung der Leibeigenschaft. Nach seiner Rückkehr nach OldenburgimJ. 1816 vermählte er sich 1817 mit der Prinzessin Adelheid von Anhalt-Bernburg-Schaumburg, welche 1820 starb, >825 zum zweiten Male mit Jda, gest. 1828, der Schwe-ster seiner verstorbenen Gemahlin, und 1831 zum dritten Male mitCacilie, der jüngstenTochter des ehemaligen Königs von Schweden, Gustav's IV. Adolf. Aus erster Ehe stam-men die Prinzessinnen Amalia, seit 1836 mit dem KönigeOtto von Griechenland vermählt,und Friederike; aus der zweiten der Erbgroßherzog Nikolaus Friedrich Peter, gcb. am 8.Juni 1827; die Kinder dritter Ehe sind wieder verstorben. Schon als Erbprinz unterzoger sich seit 1821 mit lebhaftem Eifer den Regierungsgeschäften, und ganz besonders warsein Augenmerk auf Verbesserung einzelner Verwaltungszweige gerichtet. Bei seinem Re-gierungsantritte nahm er den großherzoglichen Titel an, der den oldenburg. Regenten durchden wiener Congreß zugestanden, von des Großherzogs Vater aber nicht geführt wordenwar. Zu gleicher Zeit wurde durch ein Familiengesetz den nachgeborencn Söhnen des Groß-herzogs der herzogliche Titel gesichert. Im I. 1830 schloß der Großherzog einen Vertragmit Preußen, wegen Anschließung des Fürstenthums Birkenfeld an den prcuß.-hess. Zoll-verein, sowie einen Schifftchrts-ReciprocitLts-Vertrag und im I. 1836 eine Vereinbarung .mit Hannover und Braunschweig zur Annahme eines gleichmäßigen und gemeinschaftlichenSystems der Eingangs-, Durchgangs-, Ausgangs- und Verbrauchsabgaben. Im 1.1831wurden die Diöcesanangelegenheiten der katholischen Einwohner regulirt, und sowol eineCommission zur Wahrnehmung des landesherrlichen Hoheitsrechtes, als ein unter dem Erz- ibischof von Münster ressortircndes Officialat in Vechta errichtet. Gegen das Ende des Z.
1831 ließ der Großherzog eine Gemcindcordnung für die Landgemeinden, als Grundlageder einzuführenden landständischen Verfassung, und zwei Jahre später die Stadtordnung für >die Hauptstadt publiciren, nachdem bereits 1830 eine neue Handwerksordnung erschienenwar. Die Sehnsucht nach der verheißenen landständischen Verfassung spricht sich jetzt aller-dings nicht mehr so laut aus, wie früher, da die Persönlichkeit des Regenten, seine Gerechtig-keitsliebe, seine Milde und landesväterliche Bereitwilligkeit, Jeden zu hören, den Untcr-thanen als eine feste und sichere Grundlage ihrer Wohlfahrt erscheint, und Fremde, wie Ein-geborene, sich unter seiner Regierung glücklich fühlen. Das Andenken an die vor 25 Iah- !ren erfolgte Rückkehr seines Vaters in seine Staaten feierte der Großherzog am 27. No». !1838 nicht nur durch die Stiftung eines Haus- und Verdienstordens, sondern auch durchdie Legung des Grundsteins zu dem Peter-Friedrich-Ludwigs-Hospitale, welches, in groß- sartigem Stil erbaut und fürstlich ausgcstattct, im I. 1841 vollendet und eröffnet ward. !Durch die 1831 festgesetzte neue Formation der zur bewaffneten Macht des Deutschen Bun-des zu stellenden Truppencorps veranlaßt, hat der Großherzog 1833 mit den freien Hanse-städten Lübeck, Hamburg und Bremen auf sechs Jahre eine Convention über die Organisa-tion der gemeinschaftlichen Vundestruppen geschlossen. — Sein Neffe, Herzog Konstantin >Friedrich Peter, geb. 1812, vermählte sich 1837 mit der Prinzessin Therese von Nassau,mit der er eine Tochter und einen Sohn,' Nikolaus, geb. 1840, zeugte. >
August (Friedrich Wilhelm Heinrich), Prinz von Preußen, General der Infanterie,Gcneralinspector und Chef der Artillerie, geb. 19. Sept. 1779, ist der Sohn des >813 gest.Prinzen August Ferdinand, des Bruders Friedrich des Großen, und der 1820 gest. Markgrastn sAnna Elisabeth Luise von Brandenburg-Schwedt. Für die Waffen erzogen, war er beim !Ausbruch des Kriegs im I. 1806 Chef eines Grenadierbataillons, mit dem er an der Schlacht c