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dies mehre offenbar falsche Säße. Vgl. über die äußere Geschichte und die Literatur der Augs» >burgischcn Confession Ed. Köllncr, „Symbolik der lutherischen Kirche" (Hamb. 1837).
Auguru waren bei den Römern ein besonderes, in früherer Zeit hochgeachtetes >Pricstercollegium, das aus dem Fluge und Geschrei der Vögel, aus dem Blitze u. s. w. die ^Zukunft und den Willen der Götter verkündigte. Die Augurn wurden sowol in öffentlichen >als Privatangelegenheiten befragt, und ihr Ansehen wie ihr Einfluß auf den Staat waren sehrgroß. Durch das bloße clie", d. h. „Einen andern Tag", konnten sie die Fortsetzung derVolksversammlungen hindern und alle gefaßten Beschlüsse ungültig machen. Allein schon imZeitalter des Cicero, in welchem sich kein gebildeter Römer von Amtswegen mit Divinatiön !abgab, erschien ein Mitglied dieses Collegiums als lächerlich, wenn es wirklich den Willen derGötter erforschen wollte, und die Magistrate, welche die Auspicicn hatten, betrachteten sie alspolitisches Mittel zu willkürlichem Gebrauch oder nur noch als lästige Förmlichkeit. IhreAussprüche, sowie die Anzeichen, nach denen sie sich richteten, wurden Augurien ge-nannk. Öffentliche Augurien waren: l) Himmelserschcinungcn, wie Donner und Blitz.Man merkte dabei auf den Ort des Entstehens und Niederfahrens des Blitzstrahls. DerAugur begab sich an einen erhabenen, von allen Seiten eine freie Aussicht gewährenden Ort(arxodertempliim). Nach verrichtetem Opfer und feierlichem Gebet setzte ersich mit bedecktemHaupte, das Gesicht nach Osten gekehrt, und bezeichnete mit seinem Stabe (lituns) die Ge- ,gendcn des Himmels, in deren Grenzen er seine Beobachtungen anstellen wollte. Zur Linkenwaren die glücklichen, zur Rechten die unglücklichen Anzeichen. 2) Die Stimme und derFlug der Vögel. Die Vorhersagungcn der Zukunft aus Beobachtung der Vögel hießeneigentlich Auspicicn und waren schon beiden Griechen gewöhnlich, die sic von den Chal-däern entnommen hatten. Nach und nach stieg das Ansehen der Augurn so hoch, daß bei denRömern in Kriegs- und Friedenszeiten nichts Wichtiges unternommen wurde, ohne die Vögelzuvor um Rath gefragt zu haben, denen man wegen ihres steten Umherfliegens die Kenntniß lder geheimsten Dinge zuschricb. Sie waren glücklicke oder unglückliche, entweder ihrer Natur fnach oder mit Rücksicht auf die Umstände, unter denen sie sich zeigten. Überhaupt zerfielendie vorhersagenden Vögel in solche, die durch ihren Flug etwas anzeigten, und in solche, derenGesang oder Stimme etwas verkündigte. Durch ihr Geschrei gaben ein Anzeichen der Nabe,die Krähe, die Nachteule, der Hahn und einige andere; durch ihren Flug der Adler, die Krähe,der Nabe, der Habicht und der Geier. Die beiden letzter» waren stets unglücklich, der Adlerhingegen glücklich, zumal wenn er von der Linken zur Rechten flog; die Krähe und der Rabe ^waren zur Linken glücklich, zur Rechten unglücklich. 3) Das Fressen oder Nichtfressen derHühner. Jenes bedeutete Glück, dieses Unglück. Man bediente sich der Hühner vornehmlichim Kriege, daher dem Heere immer ein Pontifex, einige Augurn und Haruspices (s. Har u-spex) nebst dem Pullarius mit seinem Hühnerkaften folgen mußten. Außer diesen dreiArten gab eS noch gewisse von vierfüßigen Thieren, ungewöhnlichen Vorfällen und unglück-lichen Ereignissen (llirae) angenommene Anzeichen, z. B. wenn ein Thier über denWeglief oder an einem ungewohnten Orte gesehen ward, plötzliches Traurigwerden, das Niesen,das Verschütten des Salzes auf den Tisch u. s. w. Die Augurn erklärten dergleichen Zeichenund lehrten dabei, wie die Götter wieder zu versöhnen seien. Das Recht der Auspicien, d. h. -das Recht, von den Göttern durch gewisse Anzeichen den Ausgang einer Kricgsunternehmungzu erforschen, stand nur dem Obcrfeldherrn zu; die Unterbesehlshaber fochten unter seinenAuspicien, d. h. die Verkündigung, die Jener erhalten, galt auch ihnen, und der glücklicheoder unglückliche Ausgang ward Jenem allein beigemessen.
August, der sechste Monat im röm. Jahre, welches mit dem März anfing, daher ursprüng-lich Sextilis genannt, bis Kaiser Augustus zum Andenken mehrer glücklichen Ereignisse, dieihm in diesem Monat widerfahren waren, demselben seinen eigenen Namen beilegte oder viel-mehr vom Senate beilegen ließ. Diese Art der Schmeichelei des Senats begann bereits mitJulius Cäsar, dem zu Ehren der Monat tzuintilis Julius genannt wurde. Da aber 8exti!isnur 30, der Huintilis aber 3l Tage hatte, so verordnete der Senat ferner, um Augustusnicht hinter Julius Cäsar zurückstehcn zu lassen, daß der August.gleich dem Julius 31 Tagehaben solle, wofür man einen Tag aus dem Februar wcgnahm, und diese Anordnung hatsich bis auf den heutjgen Tag erhalten.