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1 (1845) A bis Balbuena
Entstehung
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629
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Augenpunkt Augerenu 629

einander im Gegensätze. Ist die Nervenkrast noch ungeschwächt, so beherrscht sie die Bewe-gung des Bluts; umgekehrt erhält das Blutsystem ein Übergewicht. Bei Schwäche derAugen tritt demnach auch das Blut mehr nach denselben; sie bekomme» nach jeder nur mä-ßigen Anstrengung Hitze, Nüthe und Brennen. Man wasche daher die Augen mehrmalsdes Tages, besonders am Abend, mit frischem Wasser, mit einer Mischung von Wasserund Weingeist oder Arak. Ist die Schwäche mit ihren Folgen schon bedeutender, so lege manAbends Compresscn, mit einem kühlenden Augenwaffer befeuchtet, oder noch besser, halbePflaumen oder gefaulte, etwas ausgehöhlte Äpfel, auch geriebene oder gebratene und wiederkalt gewordene Äpfel, oder geriebene Erdapfel auf und lasseste wenigstens einige Stunden langliegen. Vgl. Beer,Das Auge" (Wien 1813), Weller,Diätetik für gesunde und schwacheAugen" (Bcrl. 1821) und Fabini,Pflege gesunder und kranker Augen" (Pesth 1831).

Augenpunkt heißt in der Perspective derjenige Punkt auf der Projektionsebene(Zeichnungstafel), wo eine vom Auge ausgehende senkrechte Linie jene Ebene trifft.

Augereau (Pierre Francois Charles), Herzog von Castiglione, Marschall und Pairvon Frankreich, zu Paris am II. Nov. 1757 als der Sohn eines Fruchthändlers geboren,diente zunächst als Carabinicr in der franz. Armee, ging dann in neapolit. Dienste und ließsich 1787 in Neapel als Fechtmeister nieder. Alsermit seinen Landsleuten 1782 von hierverwiesen ward, trat er als Freiwilliger bei der Armee in Italien ein und schwang sich durchVerwegenheit und Einsicht schnell empor. Schon 1794 wurde er bei der Pyrenäenarmeeals Brigade- und 1796 als Divisionsgencral bei der Armee von Italien angestcllt. AlsSieger ging er nun aus den Schlachten bei Millesimo, bei Ceva, bei Lodi, wo er an derSpitze seiner Division unter dem mörderischen Feuer der Feinde die Brücke und Verschan-zungcn erstürmte, bei Cästiglione, bei Rovcredo, bei Bassano, an der Brenta und bei Ar-eale, wo er mit der Fahne in der Hand die Stürmenden anseucrnd mit verwegenem Mulhevoraneilte. Als er im Febr. 1797 dem Direktorium die m Italien eroberten Fahnen über-reichte, erhielt er die, welche er bei Arcole getragen, zum Geschenke. Am 9. Aug. an GeneralHatry's StellezumBefehlshaber der 17. Militairdivision in Paris ernannt, vollzog er die Ge-waltthat am 18. Fructidor und ward von dem dccimirten gesetzgebenden Körper als der Rettetdes Vaterlandes begrüßt. Im Sept. 1797 erhielt er das Commando der Rheinarmec, wurdeaber sehr bald als Kommandant der zehnte» Militairdivision nach Perpignan versetzt. Im I.1799 zum Deputaten im Rathe der 590 erwählt, gab er sein Commando auf. Am 19.Fructidor stellte er sich zur Verfügung Bonaparte's und erhielt darauf im 1.180» den Ober-befehl der Armee in Holland. Ä. führte das sranz.-batavische Heer nach dem Niederrhcin, woer Moreau unterstützte, rückte über Frankfurt nach Würzburg und lieferte mehre Gefechte,bis die Schlacht von Hohenlinden den Feldzug endigte. Im Oct. >801 durch den GeneralVictor abgelöst, blieb er ohne Anstellung bis 1803, wo ihm der Befehl über die gegen Por-tugal bestimmte Armee übertragen wurde. Da dieser Zug unterblieb, ging er nach Paris,wo ihn der Kaiser am 19. Mai 1804 zum Marschall, am I. Febr. 1805 zum Großoffizicrder Ehrenlegion und bald darauf zum Herwg von Castiglione ernannte. Gegen Ende desZ. 1805 befehligte er ein Corps der großen Armee in Deutschland, das die früher zu Brestunter seinen Befehlen vereinigten Truppen bildeten, und trug zu den verschiedenen Er-folgen bei, welche den presburger Frieden herbeiführten. Hierauf besetzte er im März 1800Wetzlar und die umliegenden Gegenden, bis der Krieg mit Preußen ihn zu neuer Thärig-keit rief. Er nahm Theil an der Schlacht bei Jena, und gab bei Eylau den Beweis desausdauerndsten Muthes, indem er, von einem hitzigen Fieber ergriffen, auf dem Pferde fest-gebunden, bis zur Entscheidung fortcommandirkc. Hicraufsendctc ihn der Kaiser zur Wieder-herstellung seiner Gesundheit nach Frankreich. Im I. 1809 focht er mit Erfolg in Italien;1810 dagegen unglücklich in Spanien, weshalb ihn Macdonald 1811 ablöste, worauf ererst zu Anfänge des I. 1813 das Commando des elften Armcecorps in Berlin erhielt. Hiervon dem Volke insultirk, ging er nach Baicrn, wo er Gcncralgouverncur von Frankfurt undWürzburg wurde; im Juli >813 führte er das in Baiern ausgestellte Heer nach Sachsenund nahm dann Theil an der Schlacht bei Leipzig. Beim Einrücken der Verbündeten inFrankreich sollte er Lyon decken, das er aber am 20. März übergeben mußte. In Valenccpublicirte er den Soldaten die Abdankung Napolcon's , wie man sagt, unter Hmzufügung