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1 (1845) A bis Balbuena
Entstehung
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62 Achmed!. Achromatisch

selbst Bischof geworden sein. Seinen Namen in der Literatur verdankt er einem Roma« in ^

acht Büchern:Geschichte der Lcukippe und des Klitophon", dem besten unter den griech. ^

nach dem des Heliodoros. Er ist reich an Schilderungen der Natur-, künstlerischer Gegen- h

stände und der Äußerungen der Empfindung und der Leidenschaft, aber mangelhaft i» der

Anlage, Anordnung und Entwickelung der Geschichte. Der Stil ist der eines Rhetor, mit ^

Wortspielen, Gegensätzen und gesuchten Ausschmückungen überhäuft. In Hinsicht der sitt- ^

lichen Reinheit steht er weit unter Heliodoros, dessen Nachahmer er sonst ist. Die besmi g

Ausgaben lieferten Salmasius (Lcyd. >650) und Fr. Jacobs (Lp;. >821), die beste deutsche ^

Übersetzung Ast und Güldenapfcl (Lpz. l 802). si

Achmed I , Sultan der Osmanen, war erst l-1 Jahre alt, als er l603 seinem Vater p

Mohammed III. folgte. Er ist bemerkenswerth wegen seiner Kriege in Ungarn und Persien, ,,

noch mehr aber wegen des Friedens zu Sitvatorek (I >. Nov. 1600), der für Ostreich so ^

günstig aussiel und der erste Vertrag war, den die Pforte mit einer europäischen Macht un- ^

tcr völliger Gleichstellung derselben abschloß, indem sie früher gewohnt war, nur Zugeständ- r

nisse und Bewilligungen zu erhalten.. In diesem Frieden, der für 20 Jahre abgeschlossen

ward, kam übrigens nicht nur der Streit wegen des Kaisertitels zur Erledigung; es wurde p

auch Ostreich gegm eine ein für alle Mal zu zahlende Summe der zeitherigc Tribut erlassen. j>

Den Frieden mit Persien, der die langjährigen Grenzstreitigkeiten beider Staaten beilegte,

schloß A. 1612. Er hatte bei seiner Thronbesteigung zu vielen Hoffnungen berechtigt; doch fi

hatte man sich in ihm getäuscht, da er sich bald gänzlich dem Einflüsse seiner Lehrer und Wei- g

bcr hingab. Er starb am 22. Nov. 1617. Achmed II., Sultan von 160105, d

hatte fortwährende Kampfe im Innern und nach außen zu bestehen; war übrigens vv»

sehr beschränkte» Fähigkeiten und ohne alle Kraft und Energie. Achmed llI., Stilt.ii! »

von 1703 30, war der Sohn Mohammed s VI. und der Nachfolger des entthronten Mu- 0

stapha >1. Bei ihm suchte Karl XII. nach der Schlacht bei Pultawa Schutz, den er auch p

fand, und durch diesen wurde er mit dem Zar Peter l. in Krieg verwickelt, der für Letzter» Z

ohne die Klugheit seiner damaligen Geliebten und nachherigen Gemahlin, Katharina, eine« 8

sehr unglücklichen Ausgang genommen haben würde. (S. Peter i.) Ein Jauüschami- ei

aufstand brachte ihn 1730 in dasselbe Gefängniß, in welchem er bisher seinen Nachfolger. b

Mahmud I., gefangen gehalten hatte. Er starb 1736. d

Achmed, Pascha von Saint-Jean-d'Acre, s. Djezz ar. ij

Achromatisch (farbenlos) heißen diejenigen Linsengläser und Fernröhre, durch welchk d

man die Gegenstände ohne falsche Farben und farbige Ränder erblickt, welche jene entstellen 3

und der Deutlichkeit großen Eintrag thun. Dieser Fehler, an welchem die gewöhnlichen Z

Fernröhre der älter» Art mit einfachen Ocülar- und Objectivgläsern leiden, rührt daher, das §

der wcißfarbigc oder richtiger farblose Lichtstrahl aus mehren buntfarbigen Lichtstrahlen von §

verschiedener Brechbarkeit (s. Brechu ng der Lichtstrahlen) zusammengesetzt ist; wenn b

daher ein weißsarbiger Lichtstrahl gebrochen wird, so wird er in die verschiedenen Farben- li

strahlen zerlegt, welche von dem geradlinigen Wege des ursprünglichen Lichtstrahls in un- d

gleichem Grade abgelenkt werden. So geschieht es, daß die durch ein convexes Objectivglas d

gehenden und in demselben gebrochenen Lichtstrahlen nicht einen einzigen Vercinigungspunkt t

im Brennpunkte des Glases haben, wie es bei einfarbigen Lichtstrahlen der Fall sein würde, d

sondern mehre, wenn auch nicht sehr voneinander entfernte Vereinigungspunkte, in denen v

rothe, blaue, gelbe und andere Bilder entstehen, bei deren Betrachtung nur in der Mim f

durch Vereinigung aller Farben ein weißes Bild, am Rande desselben aber verschiedene Far- e

l^n zum Vorschein kommen. Der sonst so scharfsinnige Newton hielt, durch unvollkommene l

Experimente verleitet, eine Aufhebung der Farbenzerstreuung für unmöglich; erst Euler i

äußerte 1 7 17 den Gedanken, daß sie doch wol möglich sei, was durch die genauen Untersn- l

chuugen des schweb. Mathematikers Klingensticrna bestimmter nachgewicsen und durch die s

seit 1757 angcstelltcn Versuche des Engländers John Dollond bestätigt wurde, der zuerstchromatische Fernröhre verfertigt hat. Stack Einigen wurde die Erfindung schon 1720 von -

dem Engländer Chester More Hall gemacht, damals aber nicht weiter beachtet. Dollond «

erreichte seinen Zweck dadurch, daß er das Objectivglas aus zwei Glasarten, Flint- und <

Crownglas, zusammensetzte, welche nicht nur das Licht ungleich stark brechen, sondern auch !