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Ihischen Meerbusen zu rechnen anfing. Die Ufer dieses Flusses find die einzige Gegend Eric- .chenlands und Europas, die einst Löwen zur Wohnung diente. — In der griech. Mythe er-scheint Achelous als berühmter Flußgott, der nach Hesiod ein Sohn des Oceanus und derThetys, nach Andern des Helios und der Gäa war. Er kämpfte mit Hercules um die De-janira (s. d.), verwandelte sich bei diesem Kampfe zuerst in eine fürchterliche Schlange,zuletzt in einen Stier und flüchtete, nachdem ihm Hercules ein Horn abgebrochen, beschämtin die Wellen seines Flusses. Aus dem abgebrochenen Hörne, erzählt man, machten dieNymphen das Horn des Überflusses.
Achenwall (Gottfr.), der Begründer der Statistik, geb. zu Elbing in Preußen am ,
20. Oct. 1719, studirte in Jena, Halle und Leipzig und habilitirte sich 17 46 in Marburg, ,
wo er unter Anderm auch Statistik (s. d.) las, von der er sich jedoch erst einen bestimmten >
Begriff zu bilden anfing. Im I. 1748 begab er sich nach Göttingen, wo er sehr bald außer- <
ordentlicher, 1753 ordentlicher Professor der Philosophie und 1761 ordentlicher Professor ;
der Rechte wurde. Mit königlicher Unterstützung bereiste er 1751 und 17 5 9 die Schweiz, j
Frankreich, Holland und England. Er starb am I. Mai 1772. Von seinen Werken über i
die Geschichte der europäischen Staaten, Natur- und Staatsrccht, Staatswirthschast u. s. w. ,
haben die meisten mehre mit großem Fleiße verbesserte Auflagen erlebt. Sein Hauptver- i
dienst bleibt, daß er die Statistik zuerst in eine bestimmte und feste Form brachte und aus ,
einem lichtvollen Gesichtspunkte betrachtete. Sein vornehmster Schüler, der auch sein Nach- i
folger im Amte ward, war Schlözer. — Seine Gattin, Sophia Eleonora, geb. z
Walther, war eine sehr gelehrte Frau. Ihre 1750 ohne ihr Vorwissen im Druck erschie- j
nenen Gedichte veranlaßten ihre Aufnahme in die Deutschen Gesellschaften zu Jena, Helm- j
stäkt und Göttingen. Vielen Antheil hatte sic auch an den „Meisterstücken moralischer Ab- j
Handlungen englischer und deutscher Sittcnlehrer" (5 Bde., Gütt. 17 51). j
Achkrvn, der Name mehrer Flüsse der alten Welt, wie in Thcsprotia, Elis und >
Eräcia Magna, der jedoch stets mit gewissen Natureigenthümlichkeiten in Verbindung zu - ,
sein scheint. Mehre Flüsse dieses Namens hatten wenigstens schwarzes bitteres Wasser, ,
welches wol die Meinung veranlassen konnte, es komme unmittelbar aus dem Reiche der l
Hades. Vom thesprotischen A. entlehnte, nach Pausanias, Homer den Namen für seinen ' !Strom der Unterwelt, in welchen sich der Pyriphlegeton und Kocytos ergießen, und spätere l
Dichter umgaben den A. mit allerlei Grausen. Auch Ägypten hatte solche zur Unterwelt l
führende Flüsse. — Acherusia ist der Name mehrer Seen und Sümpfe, wie in Theo- !
protia, in Argolis, Campanien und bei Memphis in Ägypten, die sämmtlich in Verbindung t
mit der Unterwelt gedacht werden. >
^-efleval-Stellungell sind solche Truppenstellungen, welche quer über eine Land- !straße oder über einen Fluß genommen werden, sodaß die Straße (der Fluß) in der Mitte der iStellung, und zwar senkrecht auf die Front derselben sich befindet. Eine solche Stellunghatte z. B- Wellington bei Bclle-Älliance 1815 eingenommen, indem er seine Ärmee quer i
über die Chaussee von Charleroi nach Brüssel stellte. Dergleichen Stellungen haben zwar !
den Vortheil, daß sic das hinter sich liegende Operationssubject am sichersten decken; wird l
aber das Centrum durchbrochen, so geht mit der Schlacht auch gewöhnlich die Communica-tion mit dem Subject verloren. Äußerdem haben L-cbeval-Stellungen den Nachthcil, daß,wenn die Flügel nicht an Terrainhindernisse gelehnt find, also in der Luft sich befinden, als-dann besondere Corps zu deren Deckung nothwendig werden, wodurch die Häuptstellung anTruppen geschwächt wird. Wer sich ü-cüeval eines Flusses stellt, muß im sichern Besitzeiner Brücke sich befinden (am besten durch einen doppelten Brückenkopf gedeckt), weil ersonst Gefahr läuft, daß die eine Hälfte seiner Streitmacht geschlagen wird, während die an-dere den Zuschauer abgibt.
Achilles, ein Sohn des Peleus, Königs der Myrmidonen in Thessalien, und derThetis, einer Tochter des Nereus, der Enkel des Äakus (s. d.), und somit aus des ZeusGeschlecht, erscheint bei Homer als Haupthcld der Jliade, auf dessen Verherrlichung in jederBeziehung Alles mehr oder weniger hinausläuft. Von seinem Leben vor dem Zuge nachTroja erzählt Homer nichts, sondern ist blos mit seinen Thaten vor Troja beschäftigt. Nachder Erzählung späterer Schriftsteller tauchte ihn seine Mutter in den Styx, wodurch er bis