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Macedonia und A. einiheilren, begriff man unter Achaja im weitern Sinne das ganz« Grie-chenland mit Ausschluß Thessaliens. Jetzt bildet es im Königreiche Griechenland das nord-westlichste Gouvernement der Halbinsel Morca, begrenzt im Norden vom Meerbusen vonPatras und von Lepanto, im Südosten von Korinth und Kyllena und im Südwesten vonElis. Die westlich flache und östlich gebirgige Küste springt mit dem Cap Papa (demAraxos der Alten) nach Nordwest und mit dem Cap Drepanon am weitesten nach Nordenvor. Das Kalavritaküstengebirge erfüllt den Süden und Osten mit seinen nordwestlichenTerrassen und einzelnen ausgezeichneten Bergmassen, wie den 5918 F. hohen Voida (Pa-nacheikon) im Norden und dem 6829 F. hohen Olonos (dem höchsten Gipfel des Eryman-thosgebirges der Alten) auf der Südgrenzc, und entsendet viele kleine Küstenflüsse zumMeere, darunter die Kamcniza (Pciros) im Westen und die Vostiza (Selinus) im Osten.Außer der Hauptstadt Patras (s. d.) finde» sich nur unbedeutende Ortschaften vor, wieAchaia apano, Achaia kato, das Castell von Morea (Rhion), Vostiza und Diakopto. DüBewohner treiben in den, mit Ausnahme der westlichen Küstengcgendcn, sehr fruchtbare»Landschaften Wein-, Öl-, Gemüse- und Getreidebau, während der Sechandel sehr ge-funken ist.
Achaltsiche oder Akhalzikhe, das Sa-atabago der Georgier, bildet gegenwärtigeinen der elf Kreise des grusino-imerctischen Gouvernements des russ. Transkaukasiens imGebiete des obern Kur, umgeben im Nordwcsten von den Kreisen Osurgcti und Kutniß,nördlich und nordöstlich von Tiflis, südöstlich von Alexandropol und im Süden von dmtürk. Bezirken Tschaldir und Kars. Das Becken von A. ist einer jener merkwürdige»Kessel, die Armenien charakterisircn in der Erfüllung tertiairer, durch vulkanische Kräfletheils gehokencr, theils zerstörter Schichten. In den Thälern des Kur und Poskho finde»sich schöne Getreidefelder und Weiden und an den Felsterrassen der Wcinstock; im Allge-meinen aber ist die Gegend öde und kahl. Das obere Thal des Kur und Poskho hieß imAlterthume Ober-Karthli (Semo-Karthli), war von Georgiern bewohnt und ihnen stets ei»sicherer Zufluchtsort. Gegen Ende des I. Jahrh. n. CH. eroberte Erowant von ArmenienSemo-Karthli, was erftnach langen blutigen Kämpfen wieder von den Königen von Georgiengewonnen und, inniger mit diesem Lande vereint, unter dem Schutze deS Christenthums einerhöher« Cultur zugeführt wurde. A. wurde von Statthaltern regiert, Atabcgs genannt,als deren ältester Sargis bekannt ist, welcher >691 starb. Während der Kriege zwischenden Türken und Persern in Mitte und zu Ende des 16. Jahrh. war A. oft Schauplatz derschrecklichsten Verwüstungen. Ungeachtet der tapfern Gegenwehr der beiden Söhne desAtabeg Kächosrow, Kuarkuare und Manutschar, wurde cs 1579 von den Türken in Besitzgenommen; jedoch Manutschar mit dem Titel eines Pascha von Sa-atabago als Regemeingesetzt. Jm J. >625 befestigten die Türken ihre Herrschaft noch mehr durch gänzlicheVerdrängung des alten Fürstengeschlcchts, indem Amurath l V. A. durch Saphar Pascha(Hassan Pascha) besetzen ließ, dessen Nachkommen von nun ab regierten. Das unter derTürkcnherrschaft immer mehr verödende Land wurde in Sandschakc getheilt, von denen durchden Frieden zu Adrianopcl 1829 den Russen die fünf: Achaltsiche, Atskwer, Aspindsc,Chertwis und Achalkalaki zerfielen. Die Volkszahl verminderte sich durch die russ. Besitz-ergreifung von 79999 auf ungefähr -15999 E., weil ein großer Theil der muselmännische»Bevölkerung auswanderte und die Russen in die vier Festungen nur ein Regiment verrheil-rcn, während die Türken stets eine bedeutende Truppcnzahl unterhielten. — DieHauptstadtdes Landes ist Achaltsiche, eine durch eine Citadelle verthcidigte Festung am Poskho(Dalka oder Dalzi) mit 11999 E- Die Stadt wurde am 27. Aug. 1828 vom Fcldmar-schall Fürsten Paskewitsch eingenommen und von einem russ. Bataillon besetzt. Als diePaschas von Kars und Erzerum den Fall A.s erfuhren, versuchten sie an der Spitze einesCorps von 18999 Mann die Stadt, als den nördlichen Schlüssel zu Anatolien, wieder;nerobern; die tapfere Gegenwehr der Russen vereitelte jedoch ihr Unternehmen. Die weniggeschützte Lage der fast ganz zerstörten Stadt vcranlaßte den Plan zu einer neuen Stadt amrechten Poskhoufer, woselbst bereits ein neues Stadtviertel erbaut und von armenischen Cs-onistcn bewohnt ist. Seitdem die russ. Mauthlinie den Verkehr mit Anatolien abgeschnit-tcn hat und A. nicht mehr der gesuchte Sklavcnmarkt oder der belebte Sammelplatz der Les-