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1 (1845) A bis Balbuena
Entstehung
Seite
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44 Mubekr Abn?!r

z. B- zu Gandersheim, Quedlinburg, Herford, Ober' und Niedermünstcr zu Regensburg.Die Wahl der Äbte steht in der Regel den Capiteln der Klöster zu; bei den unmittelbarenfolgt darauf die päpstliche, bei den mittelbaren die bischöfliche Bestätigung; doch wurden vonAlters her viele Abteien in Italien vom Papst und in Frankreich, vermöge des Concordatsvon 1516, vom Könige vergeben. Weltgeistliche, die dergleichen Pfründen genießen, ohnedie Ordensregeln zu beobachten, heißen Secularäbte; ihre Vicarien dagegen in denKlöstern, gleich allen den Äbten, die dem Mönchsstande angehören, Regularäbte. Com -mendaturäbte (ubbes commenclutsires) wurden in Frankreich die Secularäbte genanm,weil die Form der Schenkung eine Empfehlung der Klöster unter ihrem Schuh war.(S. ^bi>e.) Bei Einführung der Reformation wurden die meisten Klöster zu den fürst-lichen Domainen gezogen, und nur einige in Hannover, Braunschweig und Würtembergals Schulen und Seminarien oder als Versorgungsanstalten für unverheirathete Frauenerhalten, deren Vorsteher und Vorsteherinnen den Namen Äbte und Äbtissinnen behieltenund die landständischen Rechte der Klöster vertreten. Die Vorsteher der Klöster in der griech.Kirche heißen higumenen oder Mandriten, und die Generaläbte Archimandriten.

Abubekr, d. h. Vater der Jungfrau, eigentlich Abdallah-ben-Othman-al-Koraisch,war der Schwiegervater Mohammed's und bei dessen Tode im I. 632 erster Khalif oderNachfolger des Propheten. Glücklich im Kampfe gegen die wider ihn sich auflehnenden Ara-ber, gegen Babylonien und Syrien, auch gegen den byzantinischen Kaiser Heraklius, starb erschon 635 und wurde neben seiner Tochter Äidscha und dem Propheten beigeseht.

Abukir (franz. kegniere) , das alte Kanopus, gegenwärtig ein unbedeutendes Dorfan der ägypt. Küste, 1 St. östlich von Alexandrien, mit einem festen Schlosse an der West-feite des geräumigen, durch eine Landspitze und mehre kleine Inseln gedeckten Meerbusens,ist in der neuern Geschichte besonders durch die Seeschlacht vom I.3. Aug. 1598 berühmt,in welcher der engl. Admiral Nelson die franz. Flotte vernichtete. Nachdem nämlich am19. Mai 17-98 die franz. Flotte, auf welcher sich die nach Ägypten bestimmte Armee befand,in Toulon ausgelaufen, schickte der vor Cadiz kreuzende engl. Ädmiral St.-Vinccnt, sobalder Nachricht davon erhalten, den Contreadmiral Nelson mit 15 Linienschiffen nach demMittelländischen Meere, mit dem Befehl, die feindliche Flotte aufzusuchen und anzugreifen.Als Nelson am I. Aug. die feindlichen Schiffe auf der Rhede von A. erblickte, so gab erdas Zeichen zur Schlacht. Obschon sich die stanz. Flotte, in eine krumme Linie gestellt, sonahe als möglich an eine kleine Insel anschloß, die durch eine Batterie gedeckt war, so ließdennoch Nelson plötzlich, mit einer unerhörten Verwegenheit, die Hälfte seiner Flotte zwi-schen der Insel und der stanz. Schlachtlinie durchbrechen und an der Landseite, im Rücken derletzter«, hinunterfegeln, während die andere Hälfte sich auf deren Fronte zog und einen Pi-stolenschuß weit davon-vor Anker legte, sodaß die franz. Schiffe sowol von beiden Bords alsvom Spiegel her angegriffen wurden. Äbends halb 7 Uhr mit Sonnenuntergang hatte dieSchlacht begonnen, und nach einer Stunde schon waren fünf stanz. Schiffe entmastet undgenommen. Der franz. Admiral de Brueys ward durch eine Kanonenkugel getödtet; seinSchiff l'Orient setzte das Feuer mit großer Lebhaftigkeit fort, bis es plötzlich vom Brand er-griffen ward. Um 10 Uhr flog das prächtige Gebäude von 120 Kanonen in die Luft; von1000 Menschen konnten kaum 6070 gerettet werden. Am nächsten Morgen war die völ-lige Niederlage der franz. Flotte entschieden. Nur zwei Linienschiffe und zwei Fregatten ent-kamen nach Malta und Korfu; neun Linienschiffe waren genommen, eins in die Luft geflo-gen, ein anderes nebst einer Fregatte von den Franzosen selbst verbrannt und eine Fregattein den Grund gebohrt worden. Etwas später erfolgte die Kriegserklärung der Pforte, undIbrahim Bei rückte mit Achmed Dghezzar, Pascha von Akko in Syrien, gegen Bonapartevor. Bonaparte ging ihnen im Febr. 1799 entgegen, eroberte El-Ärisch, Gaza und Jaffa;doch brach sich seine Macht an der tapfern Vertheidigung von Akko, daher er sich nach Kairozurückzog. Kaum hier angelangt, erhielt er die Nachricht, daß eine türk. Flotte bei A. ge-landet und daß dieser Ort von den Türken genommen sei. Bonaparle brach am 11. Juli mit6000 Mann von Kairo wieder auf, und schon am 25. Juli 1799 nahm er A. mit Sturm.Hier war es, wo Bonaparte wieder Nachrichten von dem Zustande Frankreichs, von demSiege der Verbündeten, von dem Verluste Italiens und von der Ungeheuern Verwirrung