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1 (1845) A bis Balbuena
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intestato Ablaß

ge» dieser Gesellschaft, und in den der Königl. dän. Gesellschaft der Wissenschaften. Seinjüngerer Bruder, Nicolai Abraham A., geb. zu Kopenhagen 1744, gcst. daselbst 4. JuniISO!» als Dircctor und Professor der Kunstakademie, war ein Maler von seltenen Gcistes-gaben und besonderer Kraft in der Ausführung seiner phantasicrcichen, originellen Ideen.Ein fünfjähriger Aufenthalt in Italien vollendete seine künstlerische Bildung. In denSchöpfungen seiner fruchtbaren Phantasie spricht sich oft eine düstere, wiewol immer großeund feierliche Natur aus, doch zeigt sich in seinen zahlreichen historischen Gemälden ein hei-ter erhabener Stil; vorzüglich ausgezeichnet war er im Colorit. Von der bedeutenden Zahlseiner großen historischen Gemälde im Residenzschlosse Christiansburg wurden beim Brandeim I. l7!>4 nur wenige gerettet, doch sind von ihm in und außer Kopenhagen noch viele zumTheil größere Bilder vorhanden. Seine Bibliothek wurde für die königl. Kunstakademieangekauft. Unter seinen Schülern steht Thorwaldsen oben an.

Li» intestato, s. Erbfolge.

Abipöner, ein berittener Kriegerstamm der Indianer von etwa 5000 Köpfen, zwi-schen 28" und 30" südl. B.,am Ufer des Plata. Die Männer sind hoher Statur, guteSchwimmer und lieben das Tattowircn.. Ihr Anführer im Kriege ist auch Richter im Frie-den. Jagd und Fischfang geben ihnen Nahrung; lange Lanzen und Pfeile mit eisernenSpitzen sind ihre Waffen. Während der Regenmonate zieht der ganze Stamm entwedernach den Inseln des Platastroms oder baut sich Hütten in den Baumgipfeln.

Abirrung des Lichts oder Aberration nennt man den Abstand des Orts, an wel-chem wir einen Stern am Himmel erblicken, von demjenigen, an welchem er uns erscheinenwürde, wenn entweder die Erde still stände oder das Licht zu seiner Fortpflanzung von einemPunkte zum andern gar keine Zeit brauchte. Beide Ursachen, die Bewegung der Erde um dieSonne und die Fortpflanzung des Lichtes, bewirken vereint, daß wir, um einen Stern im Fern-rohre zu sehen, das letztere in eine Lage bringen müssen, welche mit der nach dem wahren Ortedes Sterns gehenden Richtung einen kleinen Winkel bildet, und zwar müssen wir es in dersel-ben Richtung, in welcher die Erde sich bewegt, weiter vorwärts neigen. Jener Winkel aberist desto kleiner, je größer die Geschwindigkeit des Lichts, das in einer Secunde 42000 M.zurücklegt, im Vergleiche zur Geschwindigkeit der Erde ist, welche sich ungefähr l OOOO mallangsamer bewegt, und beträgt höchstens 20 Secunden. Daraus folgt, daß der scheinbareOrt eines Sterns um den wahren einen kleinen Kreis oder vielmehr eine Ellipse beschreibt,deren große Achse 40 Secunden beträgt; diese scheinbare Bewegung dauert so lange als dieBewegung der Erde um die Sonne, d. h. gerade ein Jahr; nach Ablauf desselben erscheint derStern genau wieder an demselben Orte als zu Anfang des Jahres. Die Abirrung desLichts wurde 1727 von dem engl. Astronomen Bradley entdeckt, der bei dem Versuche,die Parallaxe mehrer Fixsterne zu bestimmen, scheinbare Ortsveränderungen bemerkte, dieauf keine andere als die eben angegebene Art erklärt werden konnten. Übrigens liefert dieAbirrung des Lichts einen neuen Beweis für die Bewegung der Erde um die Sonne undbestätigt zugleich die von dem dän. Astronomen Römer aufgefundene Geschwindigkeit desLichts. Eine erschöpfende Theorie der Abirrung des Lichts lieferte Bessel in Königsberg;auch lieferte er und vor ihm Zach die besten Tafeln.

Abklatsch nennt man eine vertiefte Copie eines erhabenen Gegenstandes, z. B. einesHolzschnittes, durch Abdrücken des letzter« in einem plastischen Material, zu dem Behufe er-zeugt, um dann mittels dieser Form durch Abguß eine dem Original gleiche, ebenfalls erha-bene Copie zu erhalten. (S. Clichiren.)

Ablactiren nennt man eine Baumveredelungsart, die nur unter gewissen Umständenanwendbar ist und darin besteht, daß man einen jungen Wildling neben einen jungen Zweigeines edeln Baums pflanzt oder in die Nähe desselben in ein Gefäß mit Wasser bringt undbeide so miteinander zu vereinigen sucht, bis letzterer in erstcrm festgewachsen ist. Zu diesemZweck schneidet man die Krone des Wildlings glatt ab, spaltet den Stamm oben, biegt dasEdelreis herab, schneidet es etwas keilförmig und fügt es in den Wildling ein. Die Stelle,wo das Edelreis cingefügt ist, wird mit Bast verbunden und mit Banmwachs verklebt,sobald das Reis zu wachsen anfängt, wird es von dem Mutterstammc losgetrennt.

Ablaß oder Jndulgenz. An die Bußbcstimmungen der alten Kirche (s. Buße)