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1 (1845) A bis Balbuena
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24 Abenteuerlich Abereromby

mußten am 21. Apr. Landshut räumen, wurden über die Isar geworfen, gegen den Inngedrängt und von dem rechten Flügel getrennt, der unter Erzherzog Karl am 22. Apr. beiEckmühl (s. d.) geschlagen ward, am 23. Apr. Regensburg vergeblich vertheidigte undhierauf seinen Rückzug nach Böhmen verfolgte.

Abenteuerlich (von dem lat. evontum, franz. »venture, ital. »Ventura, deutschEbcnteuer, später Abenteuer) nennt man bald das unnatürlich oder ungereimt Große,bald das falsch Wunderbare, dem es selbst an poetischer Wahrscheinlichkeit fehlt, bald dasseltsam Thörichte, bald das auf Gerathewohl Unternommene. Das Wort kommt zuerst inden alten Nitterbüchern vor. Doch sind schon die klassischen und altnordischen Sagen, be-sonders aber die morgenländischen Märchen voll der abenteuerlichsten Erzählungen. Überallbegegnet uns jener kriegerische Muth, der in Stolz auf seine Kraft der Gefahr als seinemVergnügen nachgeht, kein Recht kennt als sein Schwert, und glühend ist in Haß wie inLiebe, der also Thaten verrichtet, die bald Staunen, bald Grausen erregen ein Bild deswilden Heldengeistes im Jünglingsalter der Völker. Nach der zwiefachen Gattung solcherErzählungen müssen wir auch ein zwiefaches Abenteuerliches unterscheiden: wahre Bege-benheiten, nur phantastisch ausgeschmückt, und anderntheils fabelhafte Dichtungen voll un-geheurer Thaten, die das Gebiet des Möglichen übersteigen. Eine Eigenthümlichkeit derRitterzeit war die Galanterie (s. d.), und diese brachte, verbunden mit dem Fehdegeiste,auffallende Erscheinungen hervor. Pflicht foderte zum Schutze des weiblichen Geschlechts«uf, und Liebe war der Preis der Tapferkeit. Liebesabenteuer kann man daher mit Rechedie Thaten nennen, auf welche der Ritter für die Dame seiner Gedanken auszieht, und stinem schwärmerischen Heldenmuthe, der Alles zu wagen bereit ist, kann es an sonderbarenEreignissen, seltsamen Verwickelungen, kühnen Wagstücken nicht fehlen. Hierdurch er-scheint das Abenteuerliche in neuer Gestalt als glücksritterliches Wagen, besonders in Be-ziehung auf Liebe. Soll sich das Abenteuerliche zum Stoff der schönen Künste, namentlichder Poesie, eignen, so muß cs frei und mit Bewußtsein als abenteuerlich behandelt werden,wie von Cervantes, Ariosto und Wieland geschehen ist. Alsdann erweckt es in uns das an-genehme Gefühl des Komischen oder jenes eigene Vergnügen, welche das Romantische ge-währt. Fehlerhaft aber ist das Abenteuerliche, wenn cs an sich als groß und erhaben geltensoll, sei es im Stoff, in der Zusammenstellung oder im Ausdruck.

Abereromby (James), Baron von Dunferline, der frühere Sprecher des brit. Unter-hauses, geb. 7. Nov. 1776, ist der dritte Sohn des brit. Generals Sir Ralph A., geb. > 7::8,der seine heldenmüthige Laufbahn in Folge der in der Schlacht bei Alexandria in Ägypten am2l. März 180t erhaltenen Wunden am 28. März auf dem Schiffe beschloß, das ihn nachMalta bringen sollte, wo er in St.-Elmo begraben wurde. Seine Familie stammt aus einemalten Geschlechte Schottlands, und Humphery de A. wird bereits unter dem Könige RobertBruce erwähnt. A. kam 1832 als einer der Vertreter der Stadt Edinburg in das Parla-ment und 1833 wurde er Münzmeistcr und Mitglied des ersten Melbourne'schen Ministe-riums. Durch seine Erhebung zum Sprecher des Unterhauses im I. 1835 erlangte er eineBerühmtheit, wozu die Natur ihn gar nicht bestimmt zu haben scheint. Denn bis dahin,obgleich in allen Verhältnissen des Lebens ein redlicher Mann, hatte er sich eigentlich durchnichts bemerkbar gemacht, als daß er dem Grundsatz fortschreitender Verbesserung huldigte,und daß er die Abschaffung einer kostspieligen, nutzlos gewordenen richterlichen Würde, die erin Schottland bekleidete, selbst empfahl, und sich mit einem geringem Jahrgehalte von 2600Pf. St. begnügte. Es war aber gerade die Achtung, die er sich durch seine geräuschlosenTugenden erworben hatte, welche ihm bei de?Sprecherwahl, wo man so ungern Parteirück-stchten zu folgen pflegt, unter 622 Stimmenden 1V Stimmen mehr als seinem Gegner SirCharles Manners Sutton, jetzigem Viscount Canterbury, verschaffte. Da die Tories keineMöglichkeit sahen, ihre Gegner zu überstimmen, so wurde A. auch vom Untcrhause, welches1837 nach dem Regierungsantritte der Königin Victoria berufen wurde, ohne allenWiderstand aufs neue zum Sprecher gewählt. Im I. 1839 legte er seine Stelle als Spre-cher nieder und wurde zum Baron von Dunformline ernannt, wodurch er einen Platz imOberhause erhielt. Sein Sohn Ralph A. ist außerordentlicher Gesandter und bevoll-mächtigter Minister Großbritanniens am Hofe zu Florenz.